Lillo (11.05.2020)

16.04.2020 - Lillo - wer begleitet ihn auf seiner letzten Reise?

Es ist keine Reise über die Regenbogenbrücke - erst einmal zumindest nicht - aber es ist seine letzte Reise, die wir ihm zumuten möchten. Wenngleich es eine Reise motiviert aus Liebe und Respekt ist, so wird es für Lillo eine Reise in eine unbekannte Welt. Wir möchten sie ihm so schön wie möglich machen, bitte helfen Sie uns dabei.

Aber nun ganz von vorne: Lillo kam als wildes Katzenbaby zu uns gemeinsam mit seinen Geschwistern. Im Frühjahr 2014 hat er das Licht der Welt erblickt, geboren von einer Straßenkätzin, die sich in einem neuen Wohngebiet hinter einem Supermarkt in Santa Teresa ihren kleinen Lebensraum gesucht hatte und dort nicht bleiben durfte.

Lillo wurde im Rifugio groß und leider auch krank, er wurde positiv auf den Calicivirus getestet. Dieser Virus, sein schwaches Immunsystem und der ständige Stress haben seit 2017 das Leben von Lillo maßgeblich geprägt. Seine Maulschleimhäute und sein Zahnfleisch waren ständig entzündet, machten ihm das Fressen teils unmöglich. Im Laufe der Jahre wurden unzählige medikamentöse Therapien versucht, Antibiotikatherapien, Entzündungshemmer, Cortison, Interferon….alle Zähne wurden entfernt und dennoch ging es Lillo nie wirklich gut.

Das größte Problem in all den Jahren war der Charakter von Lillo. Während er in den ersten Jahren nicht handelbar war und für jede Behandlung sediert werden musst, ist er mittlerweile zu einem kleinen Schmusekater geworden, aber nur, wenn man „seine Sprache“ versteht. Er schwankt zwischen Angst und Abwehr und Sehnsucht nach Zuwendung. Diese Zerrissenheit zeigt er durch Knurren, Ohren anlegen und gleichermaßen Milchtritt und Kontaktaufnahme.

Lillo ist medizinisch sowie charakterlich ein absoluter Notfall. Wir können Lillo im Rifugio nicht (mehr) gerecht werden. Die ständigen Therapien erfordern seine Unterbringung im Ambulatorio oder den kleinen Quarantäneboxen draußen, sie verbieten die Freiheit, die ihm so wichtig wäre. Wir können nicht mehr zusehen, wie er eingesperrt lebt. Wir können nicht mehr, er kann nicht mehr!

In dieser Notsituation hatten wir uns um Vermittlung bemüht, denn ein eigenes Zuhause könnte Lillo gerechter werden als ein Rifugio. Aber das „könnte“ war uns zu unsicher. Eine so lange Reise nach Deutschland, die Eingewöhnung in eine völlig andere Welt…was hätte das mit Lillo gemacht? Was, wenn er sich nicht zurechtgefunden hätte, was, wenn seine Menschen keinen Zugang zu ihm gefunden hätten? Die Verantwortung für Lillo wiegt zu schwer, um dieses Risiko einzugehen.

So haben wir uns entschieden, Lillo in die Obhut unserer sardischen Kollegin Elena zu geben. Elena hatte sich bereits für Aglientu als Dauerpflegestelle angeboten, für Aglientu kam leider jede Hilfe zu spät, nun ist dieser Platz für Lillo frei.

Wir kennen Elena und ihre Tierschutzarbeit seit so vielen Jahren und können mit Gewissheit sagen, dass sie „Katze spricht“ , sie wird den Zugang zu Lillo sehr schnell finden. Er darf auf Sardinien bleiben, Gerüche, Geräusche, Sprache…alles vertraute bleibt, fast alles, denn er wird nicht mehr einer von über 70 Katzen sein!

Elena nimmt mit der Aufnahme von Lillo eine riesige Verantwortung auf sich, wir möchten diese gerne gemeinsam mit ihr tragen, mit Ihnen zusammen. Denn Lillo wird natürlich weiterhin hohe Kosten verursachen, Tierarztkosten, Medikamente und natürlich auch Kosten für hochwertiges Futter und eine möglichst artgerechte Unterbringung. Im ersten Schritt möchten wir ein Gehege anschaffen, was ihm sofort ermöglicht, in der warmen Sonne zu sitzen, seine Krallen an einem Baum zu stutzen und Gras unter den Pfötchen zu spüren.

Lillo wird auf lange Sicht natürlich bei Elena ein- und ausgehen dürfen wie all ihre anderen Katzen aber in der Eingewöhnungsphase ist das zu riskant, also muss er anfangs durch ein Gehege gesichert werden. Lillo wird durch seinen Umzug auch in die Betreuung eines anderen Tierarztes kommen und wir werden erneut versuchen, Lillo so gut es geht medikamentös so zu unterstützen, dass er größtmögliche Lebensqualität erfährt.

Bitte begleiten Sie Lillo auf seiner Reise und unterstützen Sie uns bei allem, was ihm noch bevorsteht.

Buon viaggio Lillo!

 

Aktualisierung 27.04.2020:

Lillo - darf es etwas mehr sein?

 

Jetzt geht er los, sein neuer Lebensabschnitt mit MEHR von allem. Wir hatten Ihnen hier von der Idee erzählt, Lillo aus unserem Rifugio, wo wir ihm nicht mehr gerecht werden konnten, zu unserer Kollegin Elena umzusiedeln.

Dann überschlug sich alles und aus der Idee wurden konkrete Pläne und wir konnten und wollten nicht mehr warten. So wurde das Gehege für seine Eingewöhnung angeschafft, aufgebaut, eingerichtet … sein Zimmer im Haus wurde bezugsfertig gemacht, ein Transportunternehmen beauftragt, da in Zeiten von Corona keine Privattransporte möglich sind und so kam Lillo nun in seiner neuen Welt an.

Hier hat er mehr Platz, bekommt mehr Aufmerksamkeit und Zeit, mehr Pflege und mehr tierärztliche Betreuung. Mehr von allem, was ihm die letzten drei Jahre gefehlt hat. Der Transport und der Umzug waren unheimlich aufregend und stressig uns so erholt sich Lillo nun erst einmal, lässt die Sonnenstrahlen sein graues Fell wärmen, die Pfötchen im Gras treten und die Gerüche und den warmen Wind um seine Schnurrhaare streicheln … diese Aufnahmen streicheln auch unsere Seelen, die so betrübt waren über Lillo und die begrenzten Möglichkeiten für ihn im Rifugio.

Wenn er zur Ruhe gekommen ist, werden wir ihm dem Tierarzt vorstellen, der nun versuchen wird, seine lange Krankengeschichte nochmals von vorne zu schreiben.

Die Anschaffung des Geheges, der Transport … all das haben wir vorfinanziert, da für Lillo nur eine einzige Spende einging.

Bitte helfen Sie uns dabei, die Zukunft von Lillo mit viel Würde und Möglichkeiten zu gestalten durch Ihre Spende oder Patenschaft für Lillo.

 

Aktualisierung 11.05.2020:

Lillo  - alles neu, alles besser?

 

Lillo hat sich eingelebt bei Elena. Nachts darf er ein Zimmer im warmen Haus bewohnen, nicht nur wegen der Temperaturen sondern auch, damit Elena ihn im Blick hat.

Tagsüber darf Lillo in seinem kleinen Gehege die Freiheit schnuppern, die er irgendwann einmal ohne Zaun genießen darf. Während Lillo die ersten Tage nur in seinem Iglo saß und sich zurück zog, wird er von Tag zu Tag mutiger und fasst mehr Vertrauen und erkundet seine kleine Welt immer öfter.

Es ist Balsam für die Seele, ihn so zu sehen. Da Lillo aber noch dringender als eine gute Unterbringung eine gute medizinische Versorgung braucht, wurde er in diesen Tagen bereits dem neuen Tierarzt vorgestellt. Es galt, die Gesamtsituation von Lillo zu bewerten.

Nach jahrelangen Cortisontherapien, wechselnden Antibiotikagaben und immer wieder neuen, medikamentösen Therapien, wollte der Tierarzt alle Werte im Labor bestimmen lassen, allem voran Leber und Nieren. Die gute Nachricht ist, dass Lillo all dies ohne Sedierung über sich ergehen ließ und die fantastische Nachricht ist, dass seine Werte unerwartet gut sind.

So kann der Tierarzt nun seine therapeutischen Ansätze ohne Einschränkungen einleiten. Im nächsten Schritt planen wir einen kurze Narkose, um Röntgenbilder seines Kiefers anzufertigen uns zu sehen, ob ggf. Knochenreste aus den vorangegangenen Zahnextraktionen im Kiefer verblieben sind.

In Narkose ist ferner geplant, das Abheilen der Geschwüre im Maul durch eine Laserbehandlung mit lokaler Interferontherapie zu beschleunigen. Lillo zeigt sich als tapferer Patient und macht mit. Bitte machen auch Sie mit, damit für Lillo nicht nur alles neu sondern auch alles besser wird …

Bitte unterstützen Sie Lillo mit einer Spende oder Patenschaft Spezial, die sie bereits ab 5 Euro monatlich oder auch gerne mit einem höheren Betrag abschließen können, um seine kostenintensive Versorgung dauerhaft gewährleisten zu können.

Fragen zur Patenschaft beantworten wir Ihnen gerne unter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Spenden können Sie unter dem Stichwort (Verwendungszweck) "Lillo"* an folgende Bankverbindung richten:

Kontoinhaber: respekTiere e.V.
Stadtsparkasse Mönchengladbach
IBAN:DE20 3105 0000 0003 3761 26
BIC: MGLSDE33

oder 

Direkt spenden können Sie aber auch über PayPal. Bitte auch hier den Verwendungszweck bzw. Stichwort "Lillo"* eintragen! 

*Sollten mehr Spenden eingehen, als für das jeweilige Patentier benötigt werden, verwenden wir die überschüssigen Beträge satzungsgemäß für ein anderes Patentier, um die entstandenen Kosten abzudecken.

Eine Spendenquittung erhalten Sie automatisch im Januar/Februar 2021.

Wir und Lillo danken Ihnen von ganzem Herzen!

Grazie mille!