Pablo (30.03.2020)

16.02.2018 - Pablo – Eine Geschichte über Mut, Kraft und Lebenswillen

Schicksal, mieses Karma, Nachlässigkeit, falsch verstandene Tierliebe – es ist müßig, nach einem Grund zu suchen, warum Pablo Leid, Schmerz und Einsamkeit ertragen musste. Trauer und Wut fressen Energie. Hoffnung und Nach-Vorne-Gehen setzen Energie frei. Und die braucht Pablo für seinen Kampf gegen eine Krankheit, der wir noch keinen Namen geben können.

Aber von Anfang an: vor drei Jahren wurde Pablo mit seinen drei Geschwistern in Olbia gefunden. Die Frau, die den Wurf entdeckte, konnte einen Welpen selber behalten und zwei weitere vermitteln. Welpe Nummer Vier hat sie im Rifugio abgeben müssen, da sie selber keinen Platz mehr hatte.

Viki hieß der Welpe, Pablos Schwester, der zunächst im Rifugio landete. „Hieß“ nimmt es vorweg: Viki ist leider verstorben. Sie hatte schon bei ihrer Ankunft eine verkrustete, eiternde Haut. Eine Kortison-Behandlung half zunächst und Viki wurde von einem netten und sehr engagierten Mädchen aus Santa Teresa adoptiert. Die Krankheit war allerdings nicht besiegt, sondern nur eingedämmt, kurz gestoppt. Sie brach wieder aus.

Das Mädchen hat alles in ihrer Macht stehende für Viki getan. Sie hat Dermatologen hinzugezogen, Experten in Rom mit dem Fall konfrontiert und diverse Behandlungen und Therapien durchgeführt. Leider ohne Erfolg. Ganz im Gegenteil. Der Zustand verschlimmerte sich Stück für Stück, es kamen neurologische Probleme und Gelenkschmerzen dazu. Viki verstarb.

Ob die neurologischen Probleme die gleichen Ursachen hatten wie die Hautkrankheit, ist nicht bekannt.

Drei Jahre nach dem Welpenfund in Olbia ist auch Pablo im Rifugio gelandet. Kaum wiederzuerkennen. Sein ganzer Körper eine einzige vereiterte, schmerzende Kruste. Er will niemanden in seiner Nähe haben, knurrt und beißt um sich, hat Angst, kämpft.

Aber gegen den unbedingten Willen unserer sardischen Engel, die keinen Hund zurücklassen, egal wie er sich benimmt, kommt auch ein Pablo nicht an. Er wird leicht betäubt, untersucht und vor allem geschoren. Das ganze, verfilzte, vereiterte Fell kommt runter und stattdessen erhält er einen schönen Mantel.

Und was soll man sagen: Kleider machen Leute. Ein paar Tage Versorgung von Körper und Seele und aus dem um sich beißenden, kleinen Monster wird ein Hund, der den Pflegern auf der Jagd nach Streicheleinheiten durch das ganze Rifugio folgt. Auf wackligen Beinen, aber mit einem starken Willen.

Nun gilt es herauszufinden, welche bislang uns unbekannte Krankheit den kleinen Körper befallen hat. Wir möchten Pablo unbedingt vor dem Schicksal bewahren, das seine Schwester ereilt hat. Sobald er stabil genug ist, holen wir den willensstarken Vierbeiner nach Deutschland und legen sein Schicksal in die Hand von Experten.

Warum es so weit kommen konnte und Pablo so spät geholfen wurde? Das wissen wir nicht. Warum wir ihm helfen wollen? Das wissen wir sehr wohl. Weil Pablo es verdient hat.

Bisher hat er alleine kämpfen müssen. Nun sind viele an seiner Seite, die den weiteren, sicher noch sehr steinigen, schmerzhaften und langen Weg mit ihm gehen. Kommen Sie mit. Helfen Sie uns, dem kleinen Kerl zu zeigen, dass wir Menschen es besser können.

 

Aktualisierung 16.02.2018:

Pablo - Auf der Suche nach dem Leben und der Liebe!

 

Mitte Januar berichteten wir von Pablo. Sein ganzer Körper war eine einzige vereiterte, schmerzende Kruste. Pablo hatte große Schmerzen und Hilfe und Zuneigung zulassen viel ihm schwer. In seiner Not knurrte und biss er. Zu groß war die Angst vor Schmerzen.

Einen Monat und viele Untersuchungen später, verfolgt er die Pfleger durch das ganze Rifugio. Immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Er hat sich zu einem Hund entwickelt, der mit Würde und eingehüllt in sein Mäntelchen seine Runde durch das Rifugio dreht.

Sehen Sie hier ein Video mit Pablo.

Pablo trägt wohl schon seit einer langen Zeit einen unversorgten Bruch an einer Hinterpfote mit sich. Er ist dazu auch leicht-positiv auf Leishmaniose getestet und bekommt nun Allopourinol.  Um seinen Allgemeinzustand zu verbessern erhält er sehr hochwertiges Futter, das er auch sehr gerne frisst!

 

Aktualisierung 07.04.2019:

Pablo - noch immer kein Land in Sicht

 

Unserem kleinen Pablo geht es immer noch nicht wirklich gut.  Nach seiner Leishmaniose Diagnose hatten wir gehofft, dass die Allopurinol Behandlung ihm gut hilft, jedoch hat sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass Pablo zusätzlich unter einer Autoimmunerkrankung leidet, die vermutlich auch durch Sonneneinstrahlung verstärkt wird.

So frei sein Leben auf der Piazza ist, durch die Sonne verschlechtert sich auch sein Hautbild. Sein Allgemeinzustand wird zusätzlich noch durch die Leishmaniose.

Um seine Hautentzündungen und Krusten besser behandeln zu können, wurde er jetzt geschoren. Nun können wir ihn endlich besser an seinen offenen Hautstellen pflegen und er mag es jetzt sogar wieder, gestreichelt und angefasst zu werden.

Sehen Sie hier ein aktuelles Video mit Pablo.

Jedoch bei den zzt. kalten und verregneten Tagen sind die Schmerzen in den Hinterläufen wieder schlimmer und so hält Pablo sich am liebsten im Ambulatorio, direkt vor seinem Heißstrahler, auf. So ist sein Leben zzt. ein Wechsel zwischen einer Verschlimmerung der Hautsymptomatik und stärkeren Schmerzen in den Hinterläufen.

Pablo wird tierärztlich behandelt, er bekommt Schmerzmittel, Medikamente, um die Leishmanien einzudämmen und hochwertiges Futter, Kräutermix und Spezial-Öl (welches speziell aus Deutschland geschickt wird und sehr kostenintensiv ist), um ihn aufzubauen.

 

Aktualisierung 30.03.2020:

Pablo - eine wichtige Entscheidung für Pablo

 

Klein-Pablo hat sich stabilisiert und sein Alltag im Rifugio scheint ihm gut zu tun. Die Fürsorge, die richtigen Medikamente und das sehr hochwertige Futter halten seinen Allgemeinzustand auf einem für ihn guten Level.

Natürlich war es unser Wunsch eine Familie für ihn zu finden, die ihn so nimmt wie er ist: pflegeintensiv und beeinträchtigt im Alltag.

Die Suche gestaltete sich als sehr schwierig. Hinzu kam nun, dass Pablo leider geistig immer mehr abbaut. Er ist nicht mehr stubenrein, er vergisst, wo sein Körbchen steht und irrt herum. Auch wird er Menschen gegenüber unzugänglicher, knurrt wieder und schnappt nach ihnen. Woher diese Demenz kommt, wissen wir leider nicht.

So schwer es uns fällt, aber wir möchten Pablo nicht weiter verwirren und ihm keinen Umzug nach Deutschland in eine Familie zumuten.

Daher haben wir gemeinsam beschlossen, dass Pablo seinen Lebensplatz im Rifugio behält und hier in gewohnter Umgebung mit seinen ihm (noch) bekannten Bezugspersonen verbringen darf.

Bitte helfen Sie uns durch eine Spende oder Patenschaft Patenschaft Spezial, die sie bereits ab 5 Euro monatlich oder auch gerne mit einem höheren Betrag abschließen können, damit wir für Pablo da sein können, ihm einen Zufluchtsort  bieten können, sowie sein besonderes Futter und die nötige medizinische Versorgung finanzieren können.

Bitte spenden Sie für Pablo, damit er seine Zeit gut versorgt und beschützt im Rifugio verbringen kann.

Fragen zur Patenschaft beantworten wir Ihnen gerne unter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Spenden können Sie unter dem Verwendungszweck „Pablo"* richten an:

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Für Pablo bedeutet Ihre Hilfe LEBEN! Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Hilfe!

Grazie mille!