Samu (08.07.2022)

01.04.2019 - Samu - auch du hast eine 2. Chance verdient!

Samu, was ist nur mit dir los, dass du es dir selbst und uns so schwer machst? Doch wir werden dich nicht aufgeben und dir mit erfahrenen Menschen zur Seite stehen. Samu kam leider aus der Vermittlung zurück, weil seine Familie sich mit seinem Wesen überfordert fühlte. Es konnte auf beiden Seiten kein Vertrauen, keine Sicherheit mehr aufgebaut werden. So hat man Samu schweren Herzens freigegeben, damit er endlich seine passenden Menschen finden kann.

Samu machte als Welpe einen sehr ruhigen, zurückhaltenden Eindruck, erst später zeigte sich, dass genau dies wohl bereits seine Art war, allem aus dem Weg zu gehen, was er als seltsam oder gefährlich empfand. Hier in Deutschland konnte er sich nur schwer an die Begebenheiten anpassen. Innerhalb seiner Familie, in seiner gewohnten Umgebung ging es ihm gut. Er hatte eine gute Beziehung zu seinem Hundekumpel, war Partner für Groß und Klein, solange es strukturierte Abläufe gab und nichts Außergewöhnliches geschah.

Doch genau dies war bei seiner Familie fast täglich der Fall. Fremde Kinder und Menschen gingen ein und aus, wechselnde Betreuung durch Berufstätigkeit und immer wieder viel Unruhe im Haus. Für ihn war das nur Aufregung und Stress. Sein Hundekumpel, der schon eine Weile in der Familie lebet, konnte ihm leider nicht genug Sicherheit geben und seine Familie wohl auch nicht, da auch einfach oft die Zeit fehlte, um sich mit Samu so ausführlich zu beschäftigen, wie er es gebraucht hätte.

So entwickelte Samu seine eigene Art, versuchte mit Bellen und dem Weg nach vorne, das Fremde zu vertreiben und von sich und seiner Familie fernzuhalten. Vermutlich spielten hier auch noch ein paar Maremmano-Gene mit. Doch man verstand Samu nicht. Im Gegenteil, man verlor immer mehr das Vertrauen und die Situation wurde täglich schwieriger.

Als man uns um Hilfe bat, hatten sich gewisse Verhaltensweisen schon sehr gefestigt. Dennoch war klar, Samu ist nicht einfach aggressiv, im Gegenteil, sein Wunsch nach Frieden und Ruhe ist groß, er muss nur sicherer werden, lernen mit Situationen, die ihn vielleicht auch mal überfordern, anders umzugehen und dazu braucht er Unterstützung.  Diese haben wir ihm nun an die Seite gestellt in Form einer sehr guten Hundetrainerin, bei der Samu wohnen darf und somit tägliches Training erhält.

Nach anfänglichen Problemen hat er sich gut in seinem Pflegezuhause eingewöhnt, erholt sich nun auch gesundheitlich, denn der ewige Stressspiegel hat auch an ihm gezehrt. Er geht mittlerweile ruhig an der Leine und der Rückruf funktioniert.

Er ist aufmerksam gegenüber Fremden, zeigt definitiv ein Schutz- und Territorialverhalten, welches sich aber auch immer besser in die richtigen Bahnen lenken lässt. Er ist auf einem guten Weg und wir sind zuversichtlich, dass Samu in ein paar Monaten sein eigenes Zuhause finden kann. Aber wir möchten keinesfalls, dass er zu einem Wanderpokal wird, denn er hat das Potential eines großartigen Begleiters und Freund bei den richtigen Menschen.

Die Unterbringung bei der Trainerin ist leider sehr kostenintensiv, sie beinhaltet: Unterkunft, Training, Futter und medizinische Betreuung, und wir bitten Sie hierbei um Unterstützung für Samu.

 

Aktualisierung 08.06.2020:

Samus zweite Chance

 

Samu lebt mittlerweile schon seit längerer Zeit bei einer Hundetrainerin auf Pflege. Sie schaffte es, Samus Vertrauen zu gewinnen und kann jetzt intensiv mit dem hübschen Rüden arbeiten. Er vertraut seiner Pflegemama und zeigt sich ihr gegenüber als freundlicher, verschmuster und liebevoller Hund.

Allerdings ist er in verschiedenen Alltagssituationen immer noch schnell gestresst und ängstlich. Wenn ihm fremde Menschen zu nahekommen, ist Samu schnell überfordert. Daher ist es momentan leider noch nicht möglich, Samu ohne Maulkorb zu fremden Menschen zu lassen.

Nichts desto trotz ist Samu ein toller Hund. Sobald Samu den jeweiligen Menschen öfter gesehen hat und merkt, dass von ihm keine Gefahr ausgeht, fängt er an Vertrauen zu fassen und seine Angst legt sich. Dann sucht er auch den Kontakt zu den Menschen, freut sich über ihre Aufmerksamkeit und ist sogar richtig verschmust.

Samu ist sehr wachsam, handelt jedoch aufgrund seiner Angst oftmals unüberlegt. Auch wenn er mit ihm bekannten Kindern sehr liebevoll ist, möchten wir ihn aufgrund dessen nicht zu Kindern vermitteln. Samu wird nie ein einfacher Hund werden, da er seine Angst und sein Verhalten schon sehr verinnerlicht hat.

Leider steht ihm seine eigene Unsicherheit oftmals im Weg. Er wird immer einen hundeerfahrenen Menschen an seiner Seite brauchen, der die nötige Geduld hat, ihm mit viel Liebe klare Regeln und ruhige, strukturierte Abläufe vorzugeben. All dies bekommt er von seiner Pflegestelle, die täglich mit ihm arbeitet und schon große Fortschritte gemacht hat.

Samu ist viel ruhiger geworden und spielt sehr gerne mit einer Hündin, die ebenfalls auf der Pflegestelle lebt und mit der er sich sehr gut versteht. Auch die Hühner auf der Pflegestelle findet Samu toll. Täglich besucht er sie und schaut nach dem Rechten.

Sehen Sie hier ein kleines Video mit Samu.

Bitte helfen Sie uns dabei, die Kosten für Samus Unterkunft, Betreuung, Futter und medizinische Versorgung, so lange wie notwendig zu stemmen.

 

Aktualisierung 08.07.2022:

Samu – er beschützt, was er liebt...

 

Mittlerweile lebt Samu schon zweieinhalb Jahre bei seiner Pflegefamilie – und hat seitdem großartige Fortschritte gemacht! Kein Wunder, schließlich ist seine Pflegemama ja auch eine versierte Hundetrainerin... mit viel Liebe und Ausdauer stand sie Samu zur Seite, als er sich anfangs vollkommen verängstigt und mitunter aggressiv zeigte. Die Zeiten, als er regelrechte Panikattacken bekam, wenn nur ein Besen umfiel, sind vorbei, und auch bei neuen Situationen und unbekannten Menschen ist er erheblich ruhiger und sicherer geworden. Je nachdem, wie sich fremde Personen beim Erstkontakt geben, kann er relativ schnell freundlich auf neue Menschen zugehen und möchte ihnen dann auch gefallen.

Als sich vor einigen Monaten zweibeiniger Familiennachwuchs einstellte, reagierte Samu zunächst stark verunsichert, doch mittlerweile liebt er seinen kleinen „Bruder“ von ganzem Herzen – und passt so gut auf ihn auf, dass er gelegentlich Besuch von ihm fernhalten möchte. An solchen Punkten zeigt sich deutlich, dass Samu einen ausgeprägten Beschützerinstinkt hat, und wenn er Personen als Bedrohung empfindet, verhält er sich in manchen Situationen nach wie vor offensiv abwehrend und versucht zu schnappen bzw. die Person zu stellen. Daher ist es zurzeit noch nicht möglich, dass er fremden Menschen ohne Maulkorb begegnet. Auch wenn sich zu Hause etwas ändert, stresst das Samu noch: Als sein Frauchen auf Krücken laufen musste, reagierte er sehr verschreckt auf die Gehhilfen und brauchte eine Weile, bis er sich daran gewöhnte und wieder entspannen konnte.

Natürlich hat Samu auch ein besonderes Hobby: Er klaut wie ein Rabe! Weder Kleidungsstücke noch andere Gegenstände sind vor ihm sicher; wenn er seine Beute nicht gleich „erlegt“, wird sie in seinen Korb gebracht und gegen die Hundefreundin verteidigt. Sonst sind die beiden aber ein Herz und eine Seele und auch mit seiner ihm gut bekannten Menschen-/Hundegruppe versteht sich Samu bestens. Am allerliebsten ist er jedoch draußen und bewacht das Grundstück...

Samu ist kein „einfacher“ Hund. Er ist und bleibt territorial aggressiv, insbesondere im Dunkeln schlägt er bei jedem Anlass sofort an und es fällt ihm schwer, sich dann wieder zu beruhigen. Glücklicherweise ist seine Pflegemama sehr hundeerfahren und gibt ihm neben viel Geduld und Liebe auch klare Regeln und ruhige, strukturierte Abläufe. Ihre Souveränität und auch die Tatsache, dass es in seinem ländlichen Zuhause so wenige äußere Stör- und Stressfaktoren gibt, machen die Pflegestelle zum perfekten Ort für Samu.

Wir sind sehr froh darüber, dass Samu derartige Fortschritte macht und es ihm so gut geht – und dankbar für die großartige Leistung seiner Pflegefamilie. Einen Hund wie Samu bei sich zu haben, ist mehr oder weniger ein Fulltime-Job; er braucht sehr viel Aufmerksamkeit und Zeit, und es gibt wenige Menschen, die ihr Leben derart auf ein Tier abstimmen würden. Umso wichtiger ist es, dass Samu dort bleiben kann – bitte helfen Sie uns dabei, die Kosten für Samus Unterkunft, Betreuung, Futter und medizinische Versorgung auch weiterhin aufzubringen!

Werden Sie Pate – und damit ein wichtiger Teil von Samus Leben!

Begleiten Sie Samu auf seinem weiteren Weg mit einer Patenschaft Spezial, die sie bereits ab 5 Euro monatlich oder auch gerne mit einem höheren Betrag abschließen können.

Fragen zur Patenschaft beantworten wir Ihnen gerne unter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Spenden können Sie unter dem Stichwort (Verwendungszweck) "Samu"* an folgende Bankverbindung richten:

Kontoinhaber: respekTiere e.V.
Niederrheinische Sparkasse RheinLippe
IBAN:DE40 3565 0000 0001 0543 29
BIC: WELADED1WES

oder 

Direkt spenden können Sie aber auch über PayPal. Bitte auch hier den Verwendungszweck bzw. Stichwort "Samu"* eintragen! 

*Sollten mehr Spenden eingehen, als für das jeweilige Patentier benötigt werden, verwenden wir die überschüssigen Beträge satzungsgemäß für ein anderes Patentier, um die entstandenen Kosten abzudecken.

Eine Spendenquittung erhalten Sie automatisch im Januar/Februar 2023.

Samu dankt Ihnen aus tiefster Seele für Ihre Unterstützung!

Wir sagen Ihnen tausend Dank! Grazie mille!