Bob


Steckbrief  
 Geboren:  01.01.2006
 Geschlecht:  männlich
 Rasse:  Mischling
 Schulterhöhe:  ca. 60 cm
 Kastriert:  ja
 Geimpft:  ja
 Gechippt:  ja
 Mittelmeercheck:  nein
 Krankheiten:  keine bekannt
 Katzenverträglich:  denkbar
 Hundeverträglich:  denkbar
 Kinder:  denkbar
 Handicap:  nein
 Aufenthaltsort:  Pflegestelle 37235 Hessische Lichtenau
 

 

Bob – seine Flucht in eine Küche rettete ihm sein Leben, nun braucht er dringend ein warmes Körbchen!

Als eine sardische Rentnerin im September 2016 nach der Gartenarbeit in ihr Haus kam, in dem alle Türen offen standen, traute sie ihren Augen nicht. In der Küche saß ein großer, schwarzer Hund, kauerte in der Ecke und war durch keine Gestik und nichts auf der Welt aus dem Haus zu vertreiben. Der Hund saß erstarrt in der Ecke und harrte der Dinge, die auf ihn zukommen würden. Als die alte Dame sich nicht mehr zu helfen wusste, wurde unsere Kooperationspartnerin um Hilfe gebeten. Der Anblick des schwarzen Hundes war unendlich traurig. Ein großer, stattlicher Hund, der letztlich doch ein Häufchen Elend war. Er musste derart geschlagen worden sein, dass er im offen stehenden Haus der Rentnerin in der letzten Ecke des Hauses Zuflucht gesucht hatte. Der Tierarzt bestätigte uns anhand der multiplen Verletzungen von Bob, dass dieser gerade schlimm verprügelt worden sein musste, aber dass dies nicht das einzige Mal war, sondern dass er aufgrund alter Verletzungen schon häufig und regelmäßig Opfer von Gewalt geworden sein musste. Wegen der unzähligen Schwellungen und Hämatome musste Bob wochenlang mit Schmerzmitteln behandelt werden.

Bob wurde wieder gesund, seine seelischen Verletzungen und sein Misstrauen zum Menschen blieben aber. Unserer Kooperationspartnerin, die ihn durch die schwere Zeit begleitet hat, konnte er sich jedoch öffnen. Im Herbst 2017 verschlechterte sich Bob´s Allgemeinzustand, vor allem durch die feuchten und kalten Nächte, sehr. Die akuten Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken wurden medikamentös behandelt, es sollte aber eine ganze Zeit dauern, bis es ihm wieder gut ging.

Update September 2018:

Bob hat in der letzen Zeit einiges mitgemacht, er erkrankte schwer, war zeitweilig gelähmt, aber Bob ist ein Kämpfer, er hat nicht aufgegeben und  sich wieder erholt. Das Leben im Haus bei seiner Pflegerin während der Krankheit hat aus Bob einen anderen Hund gemacht, er hat nun wieder Vertrauen zu Menschen gefasst und er liebt es inzwischen gestreichelt zu werden. Natürlich wird er sein schlimmes Leben, voller Misshandlungen, nie ganz vergessen können, aber Menschen, die ihn mit Liebe und Hundeverstand behandeln, werden es nun nicht mehr schwer haben sein Vertrauen zu erlangen.

Inzwischen kann Bob wieder laufen, dennoch ist er motorisch eingeschränkt und benötigt ein ebenerdiges Zuhause mit Zugang zu einem sicher eingezäunten Garten. Er sollte frei entscheiden können, wann und wie lange er im Garten seinen Runden dreht um sich zu lösen und zu bewegen, da Ausflüge aufgrund seiner Gebrechen zu anstrengend sind. Gegen einen verträglichen, ruhigen Zweithund, bevorzugt eine nette Hündin, im neuen Zuhause hätte er sicher nichts einzuwenden. Ebenso wenig gegen ältere Kinder, die ihm Freiraum lassen und wissen, wie sie mit ihm umgehen können, ohne ihn zu bedrängen oder ihm Angst zu machen.

Leider hatten sich bei Bob nun auch noch Tumore an Hoden, Schwanz und Hals gebildet, durch eine komplizierte OP konnten fast alle entfernt werden. Auch hier zeigte sich Bob wieder als vorbildlicher Patient.

Leider wird er nicht immer auf der Krankenstation im Haus bleiben können, da dieser Platz immer für Notfälle gebraucht wird. Ein weiterer Winter im Freien wird für ihn jedoch die Hölle werden, seine alten Knochen und auch sein neu gewonnenes Vertrauen zu Menschen benötigen es, dass er nun endlich seinen Lebensplatz bei Menschen findet, die ihn auch bei Krankheit betreuen können, die ihn fördern, aber nichts von ihm fordern, die Zeit für ihn haben und ihm in seinen letzten Jahren ein liebevolles Zuhause in Sicherheit und Geborgenheit schenken können.

Wenn Sie dem armen Kerl ein dringend benötigtes Körbchen für den Rest seines Lebens anbieten können, so melden Sie sich bitte so schnell wie möglich bei seiner Vermittlerin.           

Wir vermitteln bundesweit.


Ihr Ansprechpartner für diese Vermittlung:

respekTiere e.V.
Simone Anstätt
Tel.: 06307 9126404
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