Kooperation Region Sassari

Die Region von Sassari ist sehr ländlich und wird von der Schafzucht bestimmt. Wo auf Sardinien Schafe sind, da sind auch Herdenschutzhunde und wo Herdenschutzhunde sind, werden sie nur in den seltensten Fällen artgerecht gehalten. Sie müssen „funktionieren“ sonst fallen sie durch ein Raster.

Aufgefangen werden diese Hunde von unserer unermüdlichen Partnerin in der Region von Sassari, von Maria Rosa Arcadu (Rossella). Sie setzt sich seit vielen Jahre aber nicht nur für die Herdenschutzhunde in Not ein sondern auch für die geschundenen Jagdhunde, für Unfallopfer und natürlich auch für Katzen. So ländlich diese Region ist, so ist sie doch in und um Sassari sehr dicht besiedelt und da wo viele Menschen sind, viele Autos, der Lebensraum immer weniger und gefährlicher für die Tiere wird, da braucht es jemanden, der hilft.

So betreut Rossella im Durchschnitt ein Dutzend Hunde bei sich Zuhause und ein Dutzend Hunde vor Ort bei den Schäfern und Jägern für die sie die einzig streichelnde Hand hat sowie Futter, Therapien und Gesundheitskontrollen durchführt. Sie betreut ca. ein Dutzend Katzen an Futterstellen in ihrer Region und sie kümmert sich um Kastrationskampagnen in den Regionen Platamona, Valledorida, Badesi und Castelsardo.

Wir könnten niemals alle Gelder zur Verfügung stellen, die Rossella braucht, um allen Tieren der Region zu helfen. Dennoch versuchen wir seit Jahren, für sie ein verlässlicher Partner zu sein und budgetieren jedes Jahr beachtliche Summen, um ihr Engagement zu finanzieren.

Sie erhält von uns ein Budget für Tierarztkosten und Kastrationen, für Futter und den Bezug von Medikamenten.

Seit 2014 hat Rossella sich ihren Traum erfüllt, ein Haus gekauft und dieses kleine Anwesen zu einem kleinen, privaten Rifugio umgestaltet. Hier beherbergt sie alle Hunde und Katzen, die sie aus schlimmen Notsituationen befreien kann bis zu ihrer Vermittlung.

 

Der Bau ihres kleinen Rifugio hat ca. 30.000 Euro gekostet, die Rückzahlung und Zinsen für den Kredit belaufen sich bei Rossella auf 500 Euro monatlich. Unsere monatliche Subvention für ihr kleines Rifugio wird meist schon für den Kauf von Katzenstreu, Desinfektionsmitteln, Waschmittel, Krankenunterlagen etc. aufgebraucht.

Nicht zu unterschätzen sind auf Sardinien die Kosten für Strom, eine speziell für die Tiere angeschaffte Waschmaschine läuft quasi Tag und Nacht. Und wenn Rossella für die Betreuung ihrer Tiere aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen ausfällt, so muss sie einen Helfer bezahlen, der alles am Laufen hält und mit 7 Euro die Stunde vergütet wird.

Es kann sich aber sehen lassen, was Rossella hier auf die Beine gestellt hat:

Das Rifugio erstreckt sich über eine Fläche von ca. 15.000 qm, die Hälfte davon ist eingezäunt. Es gibt 3 Gehege für Hunde, jedes davon ist ca. 130 qm groß, in einem befindet sich nochmals ein kleines Gehege für Notfälle bzw. die erste Unterbringung, also eine Art Quarantäne. Es gibt 2 Katzengehege, je ca. 100 qm groß, diese sind mit Hütten ausgestattet und im Gegensatz zu den Hundegehegen komplett überdacht. Die Hundegehege bieten Zugang zu einer Freilauffläche von ca. 4.000 qm.

Aber auch drinnen im Haus gibt es 3 Zimmer, welche ausschließlich für tierische Zwecke genutzt werden:

  1. Eine Futterkammer, die gleichzeitig eine Art Krankenstation ist, für die Versorgung von Tieren nach Operationen sowie als trockener Raum für Untersuchungen und Behandlungen dient.
  2. Ein Zimmer für sehr kleine Hunde oder Spezialfälle, von denen sie denkt, dass sie nicht für das Leben draußen im Gehege geeignet sind sondern Hunde, die ein Dach über dem Kopf brauchen.
  3. Ein Zimmer für Katzen, d.h. im Speziellen für Katzenkinder, Katzen in Behandlung oder Katzen, die im Freigehege aus verschiedenen Gründen nicht sein können.

Rossella, selbst Sardin, verurteilt ihre Landsleute im Hinblick auf den Umgang mit Tieren und hat mit regionalen Vermittlungen nur die schlimmsten Erfahrungen gemacht.

So ist respekTiere nicht nur ein wichtiger Geldgeber und  Ansprechpartner in allen Belangen sondern bietet auch die einzige Möglichkeit, für diese Tiere liebevolle Familien in Deutschland zu finden.

 

Image