Raya (30.10.2007)
Raya war eine Hündin unter vielen in der Lida auf Sardinien. Seit Jahren dort und bereits 10 Jahre alt, dazu ein dt. Schäferhund, eine Hündin ohne Chance auf eine Vermittlung.
Doch Raya durfte nach Deutschland ausreisen, denn auf sie wartete ein Zuhause welches genau so einen Hund suchte: es sollte ein Hund als "Gesellschafter" für einen bereits vorhandenen weißen Schäferhund her, gerne eine Hündin für den ohnehin etwas dominanten Rüden, zudem ein "Langzeitinsasse und älteres Modell" und somit schon ruhiger und nicht mehr so anspruchsvoll, Rasse und Aussehen völlig egal. Wie Wahl fiel auf Raya und wie sich schon nach weinigen Tagen herausstellte, war's der absolute Glückgriff für alle Beteiligten.
Die erste positive Überraschung gab's direkt am Flughafen - Raya fährt leidenschaftlich gerne Auto. Dabei kann's ihr gar nicht schnell genug gehen mit dem Einsteigen und egal, wie lang die Fahrt ist, genießt sie jede Minute davon. Im neuen Zuhause gab's überhaupt keine Probleme mit Spike, die beiden Schäferhunde verstanden sich auf Anhieb. Ungewiss war, wie Raya auf die anderen vierbeinigen Mitbewohner (4 Katzen) reagieren würde. Doch die hat sie von Anfang an ignoriert, sie tat fast so, als hätte sie nie anders gelebt. Das sie stubenrein war, versteht sich fast schon von selbst.
Es wurde aus der Lida berichtet, dass Raya leidenschaftlich gerne Bällchen spielt. Das hat sie gemein mit Spike. Wie sich herausstellte spielt sie ganz toll - ihren Ball bringt sie und legt ihn direkt vor die Füße von Frauchen, danach legt sie sich hin und schaut mit sturem Blick so lange, bis sie endlich wieder losjagen darf.
Raya ist ein absoluter Glücksgriff und ein wahre Bereicherung für alle Menschen und Tiere in ihrem Zuhause. Sie ist von dort nicht mehr wegzudenken und alle hoffen, dass sie dort noch viele glückliche Jahre verleben darf.
Raya's Geschichte mit Happy End macht hoffentlich anderen Menschen Mut, auch mal oder aber insbesondere einem alten/älteren Tierschutztier eine Chance zu geben. Mit Raya war es fast so wie mit der sprichwörtlichen "Katze im Sack, die man kauft" dem neuen Zuhause lagen nur Fotos vor und die Beschreibungen der Menschen, die sie in der Lida versorgten. Natürlich gehört Mut dazu, sich darauf einzulassen. Aber ist es das nicht wert, wenn man sich Raya so anschaut?