Nerina (01.01.2008)
Nerina (vermittelt 01.01.2008)
Hallo zusammen, mein Name ist Nerina ich bin eine kleine Dackelmischlingshündin die irgendwann im Jahr 2002 irgendwo auf der wunderschönen Insel Sardinien geboren wurde. Ich hatte keinen besonders guten Start ins leben, war ungeliebt und wurde gequält. Mit ca. 1 Jahr hat man mich eingefangen und in ein Tierheim gebracht welches Lida genannt wird. Niemanden habe ich an mich rangelassen. Ich habe höllisch aufgepasst, dass mir kein menschliches Wesen zu nahe kam. Zu schlimm sind die Erinnerungen. Man meinte es hier sehr gut mit mir und ich wurde nicht mehr geschlagen und gequält aber Zeit hatte hier auch niemand für mich. So habe ich mir ein Erdloch gegraben, in dem ich mich 4 Jahre aufgehalten habe.
Im April 2007 hat man mich dann in eine Box gesteckt und nach Deutschland geflogen. Dann musste ich noch stundenlang Auto fahren und dann bin ich endlich da angekommen, was man Pflegefamilie nennt. Ich wollte das gar nicht und habe mich natürlich versteckt, so wie ich das immer gemacht habe wenn Menschen in der Nähe waren.
Ich hatte irrsinnige Angst und hatte es vorgezogen mich zu verkriechen. Dieses tat ich ca. 3 Monate lang. Mein Platz war hinter dem Sofa. So konnte ich alles sehen aber mich niemand, dieses dachte ich wenigstens. Alle Leute in dieser Pflegefamilie waren sehr nett zu mir und drängten mich zu nichts und sie berührten mich nicht, denn davor hatte ich am meisten Angst. Nun irgendwann dachte ich, vielleicht kann ich ja mal an der mir hingestreckten Hand schnüffeln....ja, ich tat es und diese Hand war nett, sie tat mir nichts, juhu. Vielleicht kann ich ja auch mal aus meinem Versteck raus kommen und schauen was dann passiert. Auch hier passierte mir nichts. Sollte es doch nette Menschen geben, die mich ehren????
Und dann ist etwas geschehen, welches mich erst einmal wieder völlig aus der Bahn geworfen hat. Der Eingang hinter das Sofa war so mit Kissen vollgestopft, dass es mir unmöglich war auf meinen sicheren Platz zu gelangen. Ich lief aufgeregt hin und her und wusste nicht wo hin. Ich hatte keine Ruhe und fühlte mich ständig beobachtet. Irgendwann nach Tagen war ich aber so kaputt und müde von dem ständigen Gerenne und ich legte mich einfach in eines der Schlafplätze meiner Hundekollegen und schlief. Von dem Tag an wurde ich ruhiger und meine Pflegefamilie entferne die Kissen wieder, die mir den Eingang hinter das Sofa versperrten.
Immer öfter komme ich nun aus meinem Versteck heraus. Auch lasse ich es inzwischen zu, dass mein Pflegefrauchen sich zu mir hinab legt und mich liebevoll streichelt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schön das ist. Dann gebe ich immer Küsse auf meine Art und wir schmusen. Dieses mache ich aber nur mit ihr sonst mit niemandem. Wenn Besuch kommt, dann gehe ich doch lieber wieder hinter mein Sofa und komme erst wieder raus, wenn die Luft rein ist. Nachher nimmt mich noch jemand mit, nein das will ich nicht. Hier ist es so toll und vielleicht werde ich später einmal mit den anderen netten Menschen, die hier wohnen auch kuscheln. Mal sehen, darüber muss ich aber noch mal genau nachdenken.
Ich habe beschlossen hier zu bleiben auch wenn ich das anfangs gar nicht wollte. Ich spüre so etwas wie Geborgenheit und Liebe. Dieses Gefühl kannte ich nicht und möchte es nun aber nicht mehr missen.
Ich will es allen Menschen sagen, die mich kennen und die meine Geschichte interessiert.
Ich bin Zuhause angekommen, bei Menschen die mich lieben und auch ich liebe sie ich kann es ihnen nur nicht so zeigen aber sie verstehen mich und wissen es. Ich habe eine eigene Familie!!!!!!!!!!!!
Liebe Grüße an alle, Eure Nerina