Leonardo (31.07.2011)

 
Kleiner-großer Bär nun bist du angekommen!

Im März hatten wir uns in der Lida kennengelernt und deine bernsteinfarbenen Augen haben mich nicht mehr losgelassen. Ich konnte dein Schicksal nicht einfach besiegeln und setzte alles daran, dich nach Deutschland zu holen. Ende Juni war es dann endlich soweit, deutlich gewachsen warst du und nicht mehr der kleine Welpe, aber deine Augen…so schön wie vorher, nun werden sie von lustigen Fransen teilweise überdeckt.

Hier hast du dich von der besten Seite gezeigt und freust dich einfach des Lebens, natürlich sind noch die ein oder anderen Ängste vorhanden, aber du hast dich an meine Fersen geheftet und dir die Welt einfach angesehen. Dann kam der Anruf für dich, sympathisch zwar, aber dennoch hatte ich ein paar Bedenken…zunächst…Denn nach vielen Gesprächen, einem erfolgreichen Vorbesuch und noch mehr Mailkontakten bin ich sicher, das ist DEIN Frauchen. Nur, wie brachte ich dir das bei ? Ein Kennenlernen vorab war wegen der Entfernung nicht so einfach machbar und da dein Frauchen auch noch beruflich ins Ausland musste, konnte sie dich auch nicht so schnell holen, wie eigentlich gewünscht. Die Bindung zu mir wurde also stärker und eine Trennung wohl immer schwieriger.

Dann kam der Abholtag und du, der sonst bei allen fremden Menschen mehr als zurückhaltend war, hast nur knappe 10 Minuten gebraucht, um dann dein Frauchen abzuschlecken und dich ausgiebig knuddeln zu lassen. Zwischendurch kamst du zu mir, wie als wolltest du sagen: „Sei nicht traurig !“ Dabei habe ich mit Freuden gesehen, wie toll ihr zwei aufeinander reagiert hat. Dann hast du die lange Reise nach Regensburg angetreten und als wir dich ins Auto gesetzt haben, warst du gar nicht mehr so fröhlich…

Als dann am nächsten Tag die ersten Zeilen kamen, war ich erleichtert, wir hatten alles richtig gemacht:

Wir sind gestern sehr gut durchgekommen und auch angekommen. Leo hat die ganze Fahrt hinten gelegen und war unheimlich brav! ; )

Ich muss aber auch gestehen, dass ich mich nicht getraut habe, ihn auf einem Parkplatz rauszulassen. Die Gefahr war mir dann doch zu groß, dass er vor Panik wegläuft. Er hat die Fahrt aber sehr gut überstanden und hat nicht Mal gekötzelt. ; )

Das erste Gassigehen war dann natürlich sehr spannend für ihn, so mitten in der Nacht und die vielen, neuen Gerüche. Dazu kam dann auch noch das Plätschern des Wassers in unserem Park, und das im Dunkeln, unheimlich für ihn. Heute Morgen war das aber kein Ungeheuer mehr und er hat sogar daraus getrunken.

Aber zurück zu gestern Nacht. Die Treppen im Treppenhaus waren kein Problem für ihn, hätte ich nicht gedacht. ; ) Dann die neue Wohnung, voller spannender und erschreckender Dinge. Wir haben ihn schnuppern lassen und nach einer Weile hat er sich an meine Fersen geheftet. Er musste sogar in die Dusche reinschauen und davor auf mich warten. Das fand ich unheimlich süß! ; )

Irgendwie, als ob er gemerkt hätte, aha, das ist jetzt also "die Neue", auf die ich hören darf… ; ) Aber auch bei meinem Freund ist es kein Problem. Zwar etwas zaghafter, aber nicht ängstlich. Es muss ja auch nicht alles auf ein Mal sein) ; )

Auf die Katzen ist er sehr unbedarft zugegangen, schon fast stürmisch. Die zwei sind es ja gewohnt, deshalb war es kein Problem. Ich habe aber trotzdem mit ihm im Wohnzimmer geschlafen,die drei sollten sich ja dann doch erst noch kennenlernen und wir müssen keine unnötigen Narben riskieren.

Die Leckerlis hat er brav verputzt und hat sich schon mit einem Hundekuscheltier angefreundet, mit dem er gestern Nacht sogar noch gespielt hat. Entgegen meiner Befürchtung ist er nicht traurig. Sicherlich um einiges vorsichtiger in der neuen Umgebung, als bei Ihnen, aber nicht traurig. Ich hoffe, das freut Sie. ; )

Jetzt liegt er schön zu meinen Füßen und ruht sich nach unserer morgendlichen Runde, bei der er schon einige Hundekumpels getroffen hat, aus. Ich lasse ihn erst einmal ein wenig mehr ankommen und dann sehen wir wie und womit wir weitermachen.


Jetzt hast du es geschafft und wir wünschen dir eine super schöne Zeit mit deinem Frauchen. Ganz sicher sehen wir uns mal wieder, das ist fest versprochen. Und noch mehr werden wir von dir hören/lesen, wir freuen uns schon drauf.

Machs gut und drück die Daumen, dass wir für deine Schwester Lime auch so ein schönes Zuhause finden, sie hat es mindestens so verdient wie du.

Deine Pflegemama