Rosa (05.01.2011)

 

Kleine Rosa, für genau drei Wochen haben sich unsere Lebenswege gekreuzt.

Kaum zu glauben, wie zwei kleine Racker einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und drei erwachsenen Hunden aufmischen.

Du und deine Schwester Rita kamt als Doppelpack und habt uns schnell einiges beigebracht:
  • Klebeband als Steckdosensicherung taugt nicht, da müssen richtige Kindersicherungen rein
  • Freiliegende Kabel müssen in Leerrohren verschwinden
  • Teppiche ohne Fransen und mit Pinkelflecken sehen nicht gut aus und gehören weggeräumt
  • Angenagte Möbel lassen sich nur durch permanente Anwesenheit vermeiden
  • Ein Kindergitter für Treppen ist hilfreich und variabel einsetzbar.

Im Haushalt warst Du sehr hilfreich, hast etwa unter der Küchenzeile mal ordentlich den Staub weggemacht, nachdem du die Lücke in der Sockelleiste gefunden hast.

Auch der Siphon der Duschwanne war nach Demontage der Abdeckung blitzblank, gar nicht zu reden von der unschätzbaren Vorspülerei, welche du beim Einräumen der Spülmaschine gerne übernommen hast.

Wer viel arbeitet, muss auch viel spielen, daher haben Renn-, Zerr- und Kampfspiele einen großen Teil der Zeit eingenommen und uns ständig zum Lachen gebracht. In rasantem Tempo mit viel Getöse durch die Wohnung oder den Hof (inklusive Löcher buddeln) oder auf Entdeckertour in der Scheune (nur der Garten blieb wegen des halb zugefrorenen Teiches tabu), das ist dein Ding.

Nebenbei lernt man, Abstand zu den Großen zu halten, wenn diese dösen, sonst wird man kräftig zurecht gewiesen – naja, nicht immer, aber am Anfang haben die doch gezeigt, was Sache ist. Später wurden alle toleranter und Rudolph hat sich sogar geduldig zum Spiel bereit gestellt und seine Lieblingsspielsachen für euch herbeigebracht.

So ein Programm macht müde, daher habt ihr auch viel eng aneinander gekuschelt geschlafen, gerne in den gerade freien Betten der Großen.

Hier hat sich aber auch deine Herdenschutzhundabstammung gezeigt, denn auch einem harten und kühlen Schlafplatz gegenüber bist du nicht abgeneigt. Gerne auch auf der unteren Treppenstufe mit Blick durch die Balkontür, da kann man ungewohnte Geräusche gleich laut bellend kommentieren.

Nur die untere Treppenstufe zu haben ist natürlich nicht genug, ebenso wie der Zugang zu allen Zimmern gewährleistet sein sollte. Die eigens gebastelte Absperrungen von etwa 50 cm Höhe hast Du kleiner Hund sehr schnell überklettert, nachdem du es dir bei den Großen abgeschaut hattest, und wir mussten uns etwas Neues einfallen lassen. Eine Etage höher den Weihnachtsbaum abzuräumen ist natürlich auch zu verlockend.

Jetzt haben sich unsere Wege getrennt, du lebst in Rosenheim und hast es dort wirklich gut getroffen, eine ganz liebe Familie mit ebensolchem Hund. Du und Lilly, ihr habt euch hier beim Kennenlernen schon „eingespielt“ und wir wissen, dass du dir für deine neue Familie viele Überraschungen ausdenken wirst und sie schon jetzt um deine kleinen Pfoten wickelst.

Das Leben hält noch so viel Schönes für dich bereit, kleine Rosa, also – los!!!