Fanni (15.11.2010)
 
 
Der Egoismus und die Kompromisslosigkeit der Menschen wird zur Wiege der Kettenhaltung!

Wir berichten immer wieder viel über die Kettenhaltung der Hunde auf Sardinien, die zwar gesetzlich geregelt ist, aber letztlich nur endloses Leid abseits der Grundbedürnisse jedes Hundes bedeutet. Die Beweggründe für die Haltung von Hunden an der Kette sind leider immer öfter darauf zurückzuführen, dass frei laufende Hunde in der Bevölkerung nicht gewünscht sind und daher auch tierliebe Menschen gezwungen werden, ihre Hunde an die Kette zu legen. Dies nicht nur, um den Hunden das Leben zu retten, sondern auch, um sich vor Anfeindungen und Anzeigen zu schützen. So auch im Falle der beiden Maremma Junghunde Fanni und Fedo.

Diese beiden Welpen, Fannì und Fedro, sind die Geschwister von Felicia und Franci von einem nicht unbekannten Sarden.. Er wird seine Maremmahündin nie kastrieren lassen, deshalb ist die Situation so dramatisch.

Eigentlich müssten wir in so einer Siutation die Hilfe verwehren, unsere Abmachung war ja immer die, dass wir nur Welpen übernehmen, deren Mütter wir auch kastrieren dürfen. In dem Falle hatten wir aber so viel Mitleid mit den beiden Junghunden , dass wir es nicht schafften.

Die Situation war furchtbar. Die beiden Welpen waren an Ketten angebunden, die so schwer und dick waren, dass ihre Körper diese Ketten gar nicht tragen konnten. Vor allen Dingen die Hündin, Fannì, hielt den Kopf daher immer gebeugt, sie hatte noch einen riesen Haken an der Kette der gnadenlos schwer war.

Die beiden sind nun ca. 6 Monate alt, Fanni ist das Weibchen, Fedo der Rüde.

Unsere Kollegin vor Ort konnte den Anblick nicht ertragen und bat diesen Sarden die Beiden von der Kette zu nehmen. Dies tat er dann auch tatasächlich und wir nahmen ihm das Versprechen ab die Beiden am nächsten Tag in unsere Obhut nehmen zu dürfen.

Bei der Abholung lag am Straßenrand in der Nähe des Hofes ein Bündel. Unsere Kollegin fand den Rüden schwer verletzt. In der Klinik wurde ein Bruch des Hinterlaufes festgestellt. Wir hoffen dass keine Folgeschäden bleiben.

 
 
Tja, kleines Mädchen, das war dein Vermittlungs-Text alles extrem traurig. Nun startest du in eine Zukunft nach 4 Monaten bei uns in Pflege. Dank unseres vierbeinigen Sozialarbeiters Sugger hast du viel aufgeholt  und gelernt was zu einem unbeschwerten Hundeleben dazugehört.

Es war schon schwer dich ziehen zu lassen. Selten haben wir einen Hund erlebt, der sich so bedingungslos auf die Menschen und die kleinen Pflegewelpen auf der Pflegestelle eingelassen hat. Deine Sanftheit hat hier jeden berührt. Nun lebst du auf einem Pferdehof mit viel Grund und Boden auf den du sicher sehr gut achtest. Du bist ein Vorzeige -Herdenschutzhund mit allen Eigenschaften die man von einem  Herdenschutzhund erwarten darf :-)).

Kinder sind alles für dich und als sich deine Familie meldete wussten wir dass ist es !!!

Auf der Vorkontrolle durftest du dir dein neues Zuhause und die Umgebung schon mal ansehen. Alles wurde sichtlich für gut befunden von dir. Nun hast du einen souveränen vierbeinigen Kumpel an deiner Seite, eine sehr nette Familie mit zwei kleinen Kindern und über 20 Pferden .

Wir freuen uns sehr dass du nun angekommen bist in deiner Familie.
 
Mach`s gut, du kleine Prinzessin. Wir vergessen dich nicht. Schick mal Fotos und erzähle wie es dir geht. In unserem Herzen hast du einen festen Platz.