Grigri und Minou waren unsere ersten blinden bzw. stark sehbehinderten Pflegekitten, die wir ganz kurzfristig als Notfälle aufgenommen haben.
Wir waren sehr gespannt, was da wohl auf uns zukommen würde!!
Als wir die Zwei dann abgeholt haben, waren das zwei sehr kleine, verschnupfte Kätzchen, die so gar nicht munter wirkten. Zu allem Übel, konnte die Beiden sich auch noch überhaupt nicht leiden. Vor allem die kleine Minou fauchte wie ein Drache, sobald Mensch oder Grigri in ihre Nähe kamen.
Lediglich das Problem mit der Blindheit, das war keins, man merkt es eigentlich gar nicht.
Nach einigen Tierarztbesuchen und einer weiteren Antibiose ging es Minou und Grigri so langsam gesundheitlich besser, so dass wir uns dazu entschieden, den kleinen Grigri schon in die Vermittlung aufzunehmen. Er war bereits recht aufgeschlossen und gesundheitlich stabiler. Die zarte Minou würde so die Möglichkeit bekommen, alleine in aller Ruhe ihren Schnupfen auszukurieren.
Doch irgendwie war das Alles ein wenig zuuuuu schnell.
Grigri bekam innerhalb kürzester Zeit 15 Anfragen und wir entschieden uns für ein Zuhause, bei einer sehr lieben, im Tierschutz engagierten Familie, mit bereits mehreren blinden bzw. sehbehinderten Katzen, mit gesichertem Freigang über Katzenklappe. Ein idealer Platz!
Aber wir hatten die Rechnung ohne Minou gemacht. Die kleine Maus mutierte innerhalb von 2 Wochen erstens zur wirklich zauberhaften Schmusefee und zweitens erlag sie so langsam Grigri`s Charme und freundete sich mit ihm an. Sie putzten sich gegenseitig, schliefen oftmals zusammen gekuschelt im Körbchen, das Schlimmste aber war, sobald Grigri außer Reichweite war, fing Minou nun an zu schreien. Sie rief nach ihrem Grigri.
Eine Woche vor dem geplanten Umzug von Grigri, musste er nochmals alleine zum Tierarzt und Minou schrie die ganze Zeit. Es war schrecklich. Ich war sehr unschlüssig, ob man Grigri wirklich alleine vermitteln sollte. Machten wir hier absolut das Falsche??
Aber vielleicht gibt es doch so etwas wie Vorsehung: Genau während Grigri beim Tierarzt war und Minou schreiend in ihrem Katzenzimmer saß, meldete sich die liebevolle Adoptiv-mama von Grigri mit der Nachricht, dass sie es nicht verantworten könne, die Beiden zu trennen und sie deshalb schon schlaflose Nächte hätte ................ und ....................................... sie deshalb gerne Beide adoptieren würde!! Wir haben uns unendlich gefreut und waren wahnsinnig erleichtert.
Zwischenzeitlich sind der mutige Grigri und die verschmuste Zaubermaus Minou schon umgezogen und haben sich bereits einige Tage eingelebt. Die anderen Katzen fauchen noch, aber was soll`s, dann wird eben mit der Familie auf der Couch geschmust und die Hunde beobachtet. Es ist alles soooo spannend und aufregend.
Wir danken der Familie ganz herzlich, dass sie dieses besondere Pärchen nicht getrennt hat, und wünschen dem großen Tierrudel mit Personal, viele wunderbare Jahre.
Macht`s gut ihr Zwei. Eure Pflegefamilie Gerd, Susanne und Paulinchen