Totti (29.02.)
Totti hat, obwohl er so jung ist, schon eine schwere Zeit hinter sich. Als abgemagertes Kerlchen wurde er mit wenigen Wochen ausgehungert auf Sardinien gefunden. Er hatte keinerlei Überlebenschancen. Unsere Helfer beschlossen, ihn mit in unsere Auffangstation nach S. Teresa zu nehmen. Dort warteten noch drei weitere Kätzchen auf ihre Ausreise. Totti durfte mitreisen. Mit drei Weibern kam er dann auf eine Pflegestelle. Alle vier Kätzchen waren sehr ängstlich und hielten sich mehr im Hintergrund auf. Urplötzlich lag eines Tages eines der Kätzchen tot im Zimmer. Vor lauter Sorge wurden sofort alle drei Samtpfoten in eine Klinik gebracht. Dort stellte sich eine schwere Krankheit heraus. Tottis zwei verbliebene Freundinnen hatten sich bereits angesteckt. Totti noch nicht. Die drei wurden getrennt und in der Quarantänestation gehalten. Leider verstarb wenige Tage später die zweite Katze. Bei Totti stellte sich nach wie vor keine Ansteckung heraus. Seine letzte Freundin kämpfte weiter und besiegte letztendlich die Krankheit. Weitere 6 Wochen mussten die beiden auf verschiedenen Pflegestellen ohne weitere Tiere gehalten werden. Es waren insgesamt grausame 10 Wochen, isoliert von Artgenossen. Auf Tottis Pflegestelle wurde sich rührend um ihn gekümmert. Denoch verschloss sich Totti total und versteckte sich ständig. Er wollte weder angefasst werden noch weiteren Kontakt zu  Menschen. Wir alle waren traurig über diese Entwicklung. Den Kampf, zur Erstimpfung zu fahren, verlor die Pflegestelle. Totti war nicht zu bewegen in die Transportkiste einzusteigen. Also musste die Tierärztin kommen. Diesmal verlor Totti, wenn auch nur knapp :-). - Schon bevor die Krankheit ausgebrochen war, gab es Interessenten für Totti. Dort warteten zwei Kater auf Zuwachs. Wir befürchteten, dass der Interessent abspringen würde, wenn er erfuhr, dass Totti in der Klinik ist. Aber es kam alles anders. Totti ist ein richtiges "Wunschkind", und so warteten Zwei- und Vierbeiner geduldig auf das Ende seiner Quarantäne. Es gab schon viel Kontakt zur Pflegestelle und natürlich wurde offen über die Ängstlichkeit gesprochen. Am 29.02. war es dann soweit: Tottis Umzugstag.
Einen Tag später kamen schon die ersten Mails zu Tottis Einzug. Totti hatte sich sofort in dem Haus wohl gefühlt. Er freute sich über die Vierbeiner Karlchen und Garfield und folgte ihnen gleich. Auch die Adoptiveltern waren überrascht, denn Totti machte keine Anstalten, irgendwelche Ängste zu offenbaren. Er war angekommen! Nach einer langen, dramatischen Reise merkte Totti, dass er endlich am Ziel war und fühlte sich sofort herzlich willkommen. Es war für uns alle eine große Freude, die Bilder zu sehen. Es war quasi unglaublich. Wir danken der Pflegestelle für die Geduld mit dem wilden Pflegling und der Adoptivfamilie für die Geduld, das Verständnis und die unverbrüchliche Liebe für Totti. Wir sind uns sicher, dass Totti genau auf diese Familie gewartet hat und es so sein sollte. Warum, verstehen wir oft nicht, aber das Ergebnis ist großartig. Wir wünschen Totti und seinen Freunden Karlchen und Garfield eine wunderbare Zeit als Katertrio. Passt auf euch auf! Wir wünschen den Adoptiveltern viel Freude mit Totti, der jetzt Willy heißt.