Auch dieses Jahr waren die Vorbereitungen wieder sehr  aufwendig. Mit einem starken Team, konnten wir für 2010 ein tolles Programm zusammenstellen und arbeiteten intensiv auf den großen Tag hin. Es wurde über ein Jahr lang Tombolapreise gesammelt und gelagert. Es wurden Briefe verschickt an Sponsoren und Aussteller. Die Einkaufsliste wurde gut vorbereitet und die Sitzgelegenheiten, Zelte, Dekoration, Ausschilderung, Arbeitsutensilien zusammengesammelt und bestellt. Zahlreiche Telefonate und Mails wurden in den letzten Monaten geführt und verschickt. Als es schlussendlich auf die Zielgerade zu unserem Sommerfest ging und nur noch 7 Tage vor uns lagen, wurden Nachtschichten eingelegt und noch einmal alle Abläufe besprochen. 

Am Samstag, den 04.09. um 12.00 Uhr wurde uns dann der Schlüssel zum Grillplatz übergeben. Jetzt sollte es endlich losgehen! Zahlreiche Helfer mit vollgepackten Autos fanden sich ein, um einen ganzen Tag lang das große Sommerfest vorzubereiten. Es sollte ein spektakuläres Sommerfest für uns alle werden!


Wie die fleißigen Bienchen, wurde nach einer kurzen Besprechung und einem Lageplan, in die Hände gespuckt um der langen Planung endlich die Krone aufzusetzen. Es wurden Zelte aufgebaut, Verkaufsstände eingerichtet, Ausschilderungen angebracht und die Lebensmittel einsortiert. Eine Tonanlage wurde installiert, die Eingangssituation besprochen und schließlich und endlich auch ein verdientes Fässchen Bier angezapft. Das Wetter unterstützte unsere Arbeit maßgeblich und wir konnten den ganzen Tag bei herrlichem Sonnenschein werken. Immer mehr Helfer kamen hinzu, auch von weiter her, wie Stuttgart, Nürnberg oder Hamburg. Leider versteckten sich doch einige Helfer im Tombolazelt oder vielleicht auch im Kühlwagen, so dass wir nur auf Impressionen zurückgreifen können.


Doch was wäre ein Tierschutzverein ohne die passende vierbeinige Unterstützung beim Aufbau? Auch unsere Fellnasen, ob fest im Bestand oder als Pflegehund, nahmen an den Vorbereitungen teil. Hin und wieder konnte man sich eine Auszeit gönnen und schmuste mit einem der vielen Racker auf dem Platz. Die Fütterung der einzelnen Junghunde und Welpen gestaltete sich dann eher etwas schwieriger und es gab viel zu lachen.


Zum Schluss wurde der gelungene Aufbautag mit einem Helferfest beendet. Der Grill wurde angeschmissen und die letzten Absprachen getätigt. Für den nächsten Tag war alles vorbereitet. Die letzten Stunden gehörten dann dem lustigen Austausch und Erzählungen rund um den Tierschutz und natürlich auch Gesprächen ohne Tierschutzinhalt!


Wir ließen die tapfere Nachtwache mit Campingwagen auf dem Platz zurück und fielen todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag ging es um 07.00 Uhr wieder los, denn die letzten Vorbereitungen wie die Ausschilderung von den Autobahnen, Buffetvorbereitungen, Blumendekoration, etc… mussten natürlich noch getätigt werden.

Bevor wir Ihnen in den nächsten Tagen von der Umsetzung unseres Sommerfestes berichten, möchte sich der Vorstand an dieser Stelle bei allen fleißigen Bienchen bedanken!

Es war eine wundervolle Zeit mit Höhen und Tiefen. Manchmal kam man keinen Schritt weiter in der Vorbereitung, dann rückte das Sommerfest natürlich wieder in den Hintergrund aufgrund unserer Tierschutztätigkeiten, doch letztendlich spuckten alle noch einmal in die Hände und somit entstand etwas ganz wunderbares. 

Bei meiner Ansprache zur Begrüßung schossen mir viele Gedanken durch den Kopf. Ich wollte so viel sagen und doch durfte die Ansprache nicht lange dauern. Als ich in die vielen freundlichen Gesichter der Menschen sah, die sich alle aus dem einen Grund versammelt hatten, um respekTiere zu zeigen, dass sie hinter unseren Projekten stehen, uns unterstützen als Adoptivfamilie, Spender, Mitglied oder aktiver Helfer, da kamen mir die Tränen. Kurz musste ich mich sammeln und mich zusammenreißen. Es war ein Moment des aufrichtigen Stolzes in so einem Team zu sein, ich vergaß die Sorgen rund um den alltäglichen Kampf des Tierschutzes und schaute mir die zahlreichen Hunde an. Viele von Ihnen tragen eine dramatische Geschichte mit sich, vielen ist es erspart geblieben, weil wir sie mit wenigen Wochen zu uns nehmen konnten. Ich sah die vielen Tiere die auf dem Weg in eine bessere Zukunft verloren gingen. Ich dachte an die Kollegen auf Sardinien, die aufgrund der zahlreichen Notfälle nicht kommen konnten und bestimmt zu dieser Zeit wieder in unserer Auffangstation standen um das ein oder andere Katzen- oder Hundeleben zu retten, zu verbessern oder einfach im letzten Moment die Pfote zu halten. Und auch wenn dies nur wenige Sekunden durch meinen Kopf ging, kam es mir vor wie eine halbe Ewigkeit. Ich weiß nicht ob jemand mein Stocken bemerkte und riss mich wieder zusammen. Ich dankte allen, auch wenn nur kurz und ich weiß nicht mehr ob ich jemanden vergessen habe. Vor allen Dingen war ich in diesem Moment traurig, dass meine Vorstandspartnerin, Christiane Broichhausen, nicht neben mir stehen konnte. Sie musste sich erstmalig kurzfristig abmelden und schickte uns u.a. folgende Worte:

„...das Sommerfest war für mich immer eine wichtige Quelle der Kraft, es war ein Tag, an dem man hundertfach wunderschöne happy ends miterleben durfte, ein Tag, der einem Hoffnung und Kraft und Mut zum Weitermachen schenkt.

Ich habe selten die Möglichkeit, Kollegen aus der Vermittlung und die neuen Adoptivfamilien persönlich zu treffen und da ich schon nicht dabei seinkann, möchte ich mit dieser mail meinen innigsten Dank und meine größteWertschätzung für diese Arbeit aussprechen, da mir sehr bewusst ist, dass diePrävention nur mit einer guten Vermittlung funktionieren kann...“

Sie wird meine Worte verstehen und wir möchten uns gemeinsam bedanken.

Ein Dank aus tiefem Herzen bei allen Helfern, die tagtäglich mit uns den Kampf gegen das Tierelend aufnehmen. Die mit uns Höhen und Tiefen durchwandern, die auch mal Fünfe gerade sein lassen können. Wir sind gemeinsam respekTiere, von der Buchhaltung über die Pflegestellen, die administrativen Listenführer, die kreativen Homepagemacher, die Forenbearbeiter, die Graphiker und Designer, die Vermittler, die Futterlogistiker, unsere Spendenbetreuer und vor allen Dingen unsere Kollegen auf Sardinien. Wir alle arbeiten in den wenigen freien Stunden, neben unserer Tätigkeit als Mutter, Vater, Berufstätiger oder Schüler für dieselbe Sache. Wir alle sind ehrenamtlich und  manchmal mögen es Menschen nicht verstehen wenn nicht alle respekTiere-Mitarbeiter rund um die Uhr erreichbar sind oder wir uns für Prioritäten entscheiden müssen, aber dies kann sicherlich nur jemand sehen, der die Augen für diese Arbeit öffnet. Wir danken all den Menschen, die Ihre Hilfe ob tatkräftig oder finanziell in respekTiere stecken. Das Eine, wie auch das Andere ist lebensnotwendig für diesen Verein. Ohne die aktive Hilfe könnten wir keinen Tierschutz oder die Tiervermittlung umsetzen und ohne finanzielle Unterstützung, könnten wir keine aktive Hilfe leisten, weil uns die Mittel fehlen. So greift die eine Hand die andere und auf beide Formen der Unterstützung kann man stolz sein.

Das Sommerfest ist für alle sehr emotional, motivierend und nährt uns viele weitere Monate auch über die Schattenseiten hinweg. Ich hoffe Sie alle haben gemerkt, dass an diesem Tag die Sonne nicht nur vom Himmel lachte, sondern auch aus unseren Herzen schien.

Ein „Grazie mille.“ von Christiane Broichhausen und Stefanie Jungnickel

Freuen Sie sich auf Teil 2 des Sommerfestes in wenigen Tagen.