Tigre (03.10.2010)

Eine Vermittlung eines turbulenten Katers geht zu Ende.
 
Tigre, haben wir aus unserem Partnertierheim übernommen, und schon häufig über den kleinen, roten Kerl berichtet. Er sollte hingerichtet werden und man zielte genau über seinem Kopf auf das kleine rote Fellbündel. Die Kugel blieb hinter der Nase im Knochen stecken und eine Passantin fand den blutüberströmten Kater auf der Straße. Sofort wurde er in die Klinik gebracht. Die  Kugel musste nicht herausoperiert werden, was die deutschen Tierärzte uns bestätigten. Langsam heilten die Wunden und Tigre wurde nach Deutschland geholt. Hier fand er ein Zuhause bei München, welches er aber nach einer Woche schon wieder verlor. Danach kam er in eine Pension, neben einer Tierarztpraxis, die schon länger mit uns zusammenarbeitet. Die Pension bietet Freigang und nette Unterkünfte für die Katzen.

Tigre schlich sich in die Herzen des Praxisteams und so stand schon schnell fest, dass man Tigre adoptieren wollte. Er war einfach nur unkompliziert. Er begrüßte alle Patienten ob Zwei- oder Vierbeinig. Wurde er mal von einem Hund angeknurrt, setzte er sich auf sein Hinterteil und beobachtete den unfreundlichen Gesellen, dann stand er auf, stellte den Schwanz gerade und ging langsamen Schrittes aus dem Wartezimmer.

Doch plötzlich war Tigre verschwunden. Tagelang wurde gesucht, Anzeigen geschaltet, Flyer ausgehangen und Tigre bei TASSO als vermisst gemeldet. Keine Spur. Dann der erlösende Anruf. Tigre wurde im angrenzenden Wald aufgelesen und mitgenommen. Noch am selben Tag durfte Tigre in die Praxis zurückkehren.

Am 03. Oktober wurden dann alle Formaliäten erledigt und unsere Vermittlerin, die vor Ort war, berichtete Folgendes:

Tigre geht es super gut :-) Er fühlt sich sehr wohl , dass merkt man sofort. Er kam mich begrüßen und lies sich erst einmal von mir  beschmusen. Dr. Molnar war selber auch da und hat uns die ganze Praxis  gezeigt. Tigre schläft nachts im Wartezimmer, da hat er eine Box stehen. Sein Futter und Klo stehen direkt neben der Annahme. Von dort  aus kann er raus und hat einen Hof für sich. Seine Auge tränte auch etwas mehr. Das ist wohl seit seinem verschwinden so geworden. Aber er hat den Doc ja direkt im Haus:-). Tigre ist Herr über die Praxis und die Pension.

Ich konnte nur die paar Bilder machen, da die Praxis voll war. Ich habe Tigre mit einem guten Gewissen da lassen können. Er  passt einfach da hin.

Liebe Grüße, Doris


So können wir Tigre nun endlich ziehen lassen und wünschen ihm ganz viel Glück in seinem weiteren Leben. Wir werden den hübschen Roten nie vergessen und durch die Zusammenarbeit mit der Praxis auch immer wieder von ihm hören.
 
Mach's gut Du turbulentes Wesen.
 
Dein respekTiere Team.