| Easy (06.04.2010) |
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Easys Geschichte ist eine ganz besondere Geschichte, die nun endlich in einem großartigen happy end endet. Aber fangen wir von Vorne an: Easy hat zu einem Haushalt in der Gegend von BuonCamino auf Sardinien gehört. Im Hinterland bei BuonCamino gibt es einige alte Höfe. Auf einem dieser Höfe lebt ein alter Mann, der an Krücken geht, dessen Frau letztes Jahr gestorben ist. Beide hatten sich bis dahin relativ gut um die vielen Katzen am Hof gekümmert. Seit die Frau tragisch ums Leben gekommen ist, ist der selbst hilfebedürftige Mann mit allem überfordert und hat natürlich auch die Katzen sich selbst überlassen. Eine unserer sardischen Kolleginnen Antonietta schaute im letzten Herbst nach dem Rechten. Sie hat Katzen kastrieren lassen und dabei vor dem Haus auch Easy gesehen, die in jämmerlichem Zustand war. Sie hat sie kurzerhand mit zu unserem Tierarzt Sebastiano Careddu genommen, wo sie dann lange Zeit im Käfig saß, ohne dass eine anständige Diagnose gemacht wurde. Dann kam die Zeit im November unserer Kastrationsaktion. Als zwei unserer deutschen Kolleginnen aufgrund einer Kastrationsaktion im November 2009 vor Ort waren, saß sie dort im Käfig und sah grauenvoll aus. Es wurde ein Röntgenbild veranlasst, aus dem er zu erkennen schien, dass sie einen Zwerchfellriss hat. Ihm war auch aufgefallen, dass sie Sehprobleme hatte. Zur Kastrationsatkion kam dann eine italienische Tiermedizinstudentin dazu, die das Röntgenbild auch sah und die Diagnose von unserem Tierarzt bestätigte. Wir entschlossen uns zu diesem Zeitpunkt Easy nach Deutschland mitzunehmen, weil die Diagnosen nicht schlüssig waren. Sie reiste also mit einer deutschen Kollegin ab. Auf dem Flug dachten wir kurzzeitig, dass Easy ersticken würde. Ihr Röcheln und Atmen war so laut, dass wir sie schockiert am Flughafen in Empfang nahmen. Sie kam direkt stationär zu unserer Tierärztin. Die folgenden Tage wurden dann viele Untersuchungen getätigt. Die Diagnose: Lungenwürmer im weit fortgeschrittenen Stadium. Easy sass täglich unter dem Sauerstoffzelt. Sie war klapperdürr und wenn man sie nur kurz streichelte, dann war sie so erschöpft, dass sie wieder schwer atmete. Die Behandlung der Lungenwürmer begann. Sie dauerte lange an und vor Weihnachten wurde dann überlegt was über die Feiertage mit der zarten, verschmusten Easy passieren sollte, wenn die Praxis geschlossen wurde. Die angestellte Ärztin in dieser Praxis zögerte nicht lang und bot an Easy mit nach Hause zu nehmen. Wir nahmen das Angebot dankend an, denn sie musste unter Beobachtung bleiben und jederzeit Zugang zur Praxis bekommen, wenn sich ihre Atmung schlagartig verschlechterte. Die Therapie gegen die Lungenwürmer hat mittlerweile gut angeschlagen. Sie ist diese komplett los und die Lunge kann sich endlich regenerieren. Ihr Sehvermögen ist stark eingeschränkt und daher wird sie nie eine normale Freigangskatze werden. Wir waren nicht schlecht überrascht als wir im Frühjahr die Anfrage bekamen, ob Easy für immer bei der Tierärztin bleiben darf. Sofort wurden alle Formalitäten erledigt und bei dem Besuch vor Ort konnten wir unseren Augen nicht trauen. Aus der abgemagerten, strohfelligen Katze ist eine kleine Prinzessin geworden. Das Fell glänzt, sie hat zugenommen und zeigte sich sehr zutraulich und zufrieden. Wir freuen uns, dass Easy ein Zuhause gefunden hat. Wir bedanken uns für die lange Betreuung durch die Praxis Dr. Stefanie Wolf in Pulheim und bei der Tierärztin Dr. Denise Hohaus für die großartige und liebevolle Betreuung von der kleinen Easy, die jetzt Leni genannt wird. Wir wünschen Leni mit ihrer Privatärztin ein wundervolles, langes Leben. Halt die Öhrchen steif und lass es Dir gut gehen. |






