| Nada (30.03.2010) |
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Nada ist die erste Hündin, unserer Calangianus-Hunde, die es in ein Zuhause geschafft hat. Die traurige Geschichte ist in wenigen Sätzen erzählt: Eine Sardin, deren Namen wir hier nicht nennen möchten, hat ein großes Herz, unendliches Mitgefühl und auch die Konsequenz, Hunde aus furchtbaren Situationen zu übernehmen oder sogar zu befreien. Im Laufe der letzten Monate hat sie somit die Verantwortung für Hunde übernommen, die bei skrupellosen Jägern unter unwürdigen Umständen leben mussten. Die Dame hat in all diesen Fällen viel Mut und Mitleid bewiesen, hat sich aber leider im Ausmaß der Verantwortung überschätzt. Für die Unterbringung der Hunde hat sie bei einer Bekannten ein kleines, provisorisches Gehege auf deren Grundstück gebaut. Das Gelände liegt ca. 9km ausserhalb des Ortes und ist nur über einen fast unpassierbaren Feldweg zu erreichen. Auch wenn sie einmal täglich nach den Hunden schaut, so sind die Tiere mehr als 23 Stunden sich selbst überlassen, ihren Ängsten und ihrem Unverständnis. Sie kommen bereits aus schlechter Haltung, dass sie nun das erleben müssen, was sie aktuell erleiden, ist nicht nur unverständlich sondern auch grausam.
Abgesehen von der unenedlichen Einsamkeit, unter der gerade die jungen Hunde in ihrer Sozialisierunsphase extrem leiden, müssen die Hunde unter schlimmen hygienischen Zuständen dahinvegetieren. Das Gehege ist viel zu klein für alle, es ist weder Auslauf noch Bewegung möglich, die Hunde sind gezwungen, ihre Notdurft an der Stelle zu verrichten wo sie schlafen, fressen... Der Anblick der Hunde und der Örtlichkeiten hat sogar routinierte Tierschützer zu Tränen gerührt. Diese Wut über so viel Engagement welches so unbedacht zu noch mehr Tierelend führt, treibt uns nun an und wir möchten alle Kraft daran setzen, die acht Hunde so schnell wie möglich aus dieser Situation zu holen und selbstverständlich werden wir danach zu verhindern wissen, dass sich so eine Situation nochmals wiederholt. Insgesamt handelt es sich um 8 Hunde, die dort leben. Nada hat es nun in ihr Zuhause geschafft. Zuerst wurde sie aus dem Gehege in unsere Auffangstation nach S. Teresa gebracht. Hier berichtete unsere Kollegin vom ersten Tag, dass Nada sehr, sehr ängstlich ist. Doch schon zwei Tage später, war unsere Kollegin Mari sehr angetan von ihrer Entwicklung! Nada erkundet bereits sehr neugierig die Auffangstation und freundet sich mit den Hunden dort an. Das richtige Handeln bei so ängstlichen Hunden ist extrem wichtig, sie dürfen nicht bedrängt oder zu Spaziergängen, Fressen, Streicheleinheiten gezwungen werden. Erst dann merken sie, dass sie Vertrauen aufbauen können. In den wenigen Tagen in unserer Auffangstation, hat Mari sehr viel erreicht. Die Adoptivfamilie war gut ausgesucht und hat sich auf die Ängstlichkeit eingestellt und mit den Situationen vertraut gemacht. Was wir nun im neuen Zuhause hören, freut uns sehr. Die Familie schreibt uns: Hier sind ein paar kleine Fotos auf die Schnelle von unserem „großen“ Hund! Ängstlich war gestern für Nada… Die Zeit ist vorbei!
Wir freuen uns sehr für Nada und hoffen, dass auch die anderen Fellnasen aus dem Gehege schnell eine Pflegestelle oder sogar einen versierten Endplatz finden. Nada, machs gut! Deine Gefangenschaft ist vorbei, nun hat Du eine Familie, die sich rührend kümmert und deren Herz Du längst erobert hast. |






