Brown (28.03.2010)

Nachdem die Familie eine Nachbarkatze, die zu ihnen "übergelaufen" war, haben einschläfern lassen müssen nach langer Pflege, haben sie sich entschlossen, diesmal einem Hund, der ein Zuhause bitter nötig hat, zu helfen.
Die erwachsene, aber noch bei ihren Eltern lebende Tochter, hat dann bei Internet-Recherchen Brown gefunden. Da sie davon ausgingen, dass er aufgrund seiner Fehlstellung der Hinterbeine und Mittelmeerkrankheit wohl so schnell kein Zuhause finden würde, haben sie bei respekTiere angerufen.

Die Vermittlerin kannte Brown persönlich und war der Meinung, dass dieser liebebedürftige Kerl gut zur Familie passt. Nachdem die Formalitäten wie Fragebogen und Vorbesuch erledigt waren, stand der Adoption nichts mehr im Wege.

Die Familie wohnt in der Eifel, also ländlich, direkt am Waldrand, Brown hat insgesamt 4.000 qm Garten zur Verfügung. In der Familie leben noch 2 Zwergkaninchen, die auch den gesamten Garten nutzen dürfen und freiwillig (!) zurückkehren ins Haus. Es war der Familie auch völlig egal, wie alt Brown letztendlich wirklich ist und welche Gebrechen/Krankheiten er mitbringt.

Zusammen mit zwei weiteren alten Hunden aus unserem Partnertierheim konnten wir mit Maura, Brown und Baffo die 1.000 Hundevermittlung feiern. Nach der Übergabe am Flughafen ist die Vermittlerin und die Familie gemeinsam mit Brown im Auto nach Hause gefahren. Brown hat völlig entspannt hinten neben der Tochter gesessen, den Kopf auf ihrer Schulter und sie angestubst, wenn sie mit Kraulen aufgehört hat.

Am nächsten Morgen kamen dann die Bilder aus dem neuen Zuhause. Die Familie ist mit Brown sehr, sehr glücklich.

Der erste Tierarztbesuch war weniger erfreulich. Brown hat furchtbar schlechte Zähne, was durchaus auch seine knochige und unterernährte Statur erklärt. Leider wurde in einer Untersuchung auch Hodenkrebs diagnostiziert. Nun muss Brown in Narkose die Zähne gerichtet bekommen und er wird kastriert. Ob der Hodenkrebs bereits gestreut hat, weiß man nicht. Die Familie ist sich aber einig, sie haben Brown tief in ihr Herz geschlossen und egal wie lange der "alte Herr" sie noch begleitet, es hat sich gelohnt so einem liebevollen Wesen die Tür zu öffnen und ihm die letzten Tage zu versüßen!

Auch diese Geschichte hat ein happy end, denn es sind Menschen die sich für ein altes Tier geöffnet haben und mit Browns Weisheit, Liebe und Anschmiegsamkeit belohnt werden. Es ist einfach der Zauber der Senioren der uns einfängt und unsere Herzen höher schlagen lässt. Danke, danke an die Familie, dass Sie sich diesem Zauber geöffnet haben. Wir wünschen Ihnen und Brown noch viele weitere Tage, die gefüllt sind mit Geborgenheit, Neugier und Herzlichkeit! Brown wir drücken Dir alle Daumen für Deine Operation - Du bist jetzt ein vollständiges Familienmitglied nach langen 12 Jahren des Wartens!


Ein Bericht der Pflegefamilie: 

Mein königliches Hundeleben

Es hat begonnen am 28. März 2010 bei einer Familie in der Eifel. Schnell habe ich mich dort eingelebt und mich mit den Zwergkaninchen angefreundet. Doch leider warf sich schnell ein Schatten auf mein neues Hundeleben. Bei einem Tierarztbesuch wurde festgestellt, dass ich Hodenkrebs habe. Schnell stand der OP-Termin fest und meine Familie hat genauso gezittert wie ich. Zum Glück überstand ich alles sehr gut und im Nachhinein ist festgestellt worden, dass der Krebs noch nicht gestreut hat.

Jetzt bin ich optimistisch, dass ich mein königliches Hundeleben noch lange Jahre fortführen kann. Morgens schon freue ich mich auf das Autofahren, bei der ich mich als Majestät chauffieren lasse.
  
Mein Blick ist immer nach vorne gerichtet, wenn ich mich nicht durch die Felder ablenken lasse.

Dann ist ein Rechts- und Linksschauen aus den Fenstern mal gestattet.

Wenn ich abends von den Ausflügen zurückkehre, freue ich mich auf mein bequemes Sofa, auf dem ich zu Bett gehe. Mein Gedanke ist dabei: MY COUCH IS MY CASTLE (Mein Sofa ist mein Schloss)!
                 
Das Hundekissen nutze ich nur tagsüber, um immer nah bei den Familienmitgliedern zu sein.

Hiermit bedanke ich mich noch bei allen respekTiere Mitarbeitern, besonders auch bei meiner Vermittlerin Frau Lennertz, die mir dieses neue Leben ermöglicht haben.

Viele Grüße aus der Eifel, Brown