Mino & Tsi (28.12.09)

FANTASMINO 

TSI

Endlich haben die zwei schwarzen Kater auch die Herzen von zwei wunderbaren Menschen erwärmen können. Nachdem beide Kater schon fast ein Jahr auf ihrer Pflegestelle leben, war es endlich an der Zeit ein Zuhause zu finden. Noch nie gab es eine Anfrage für die zwei Kater.

Obwohl sie sich sehr aneinander gewöhnt haben und wir uns fast nicht vorstellen konnten sie zu trennen, wurde uns klar, dass zwei schwarze Kater, kaum eine Chance auf ein gemeinsames Zuhause haben würden. So stellten wir sie auch unter der Rubrik "verträgliche Einzelkatzen" ein. Als dann eine Anfrage gezielt für die zwei Kater kam, konnten wir es nicht fassen. Als sich dann auch noch herausstellte, dass es ein Traumzuhause ist, konnten wir nur hoffen, dass bei dem Besuchtermin die Kater sich von der besten Seite zeigen würden.

So war es auch und wie die Adoptivmama schreibt, war es tatsächlich LIEBEN AUF DEN ERSTEN BLICK. Die zwei hübschen Fellnasen wurden natürlich sofort eingepackt und mit in das neue Zuhause genommen. Noch sind sie schüchtern und verängstigt, haben sie doch nie etwas anderes kennengelernt als ihre kleine Wohnung der Pflegemama. In Zukunft aber dürfen sie auch draußen die Welt erkunden. Ein großer Reithof wird ihr Zuhause werden. Wir sind gespannt wie die zwei Kater sich entwickelen und bedanken uns herzlich bei den Adoptiveltern, dass Fantasmino und Tsi nun ein so wunderbares Zuhause erhalten haben.

Ein Brief von Jack, ehemals Tsi erreichte uns:

Hallo Zusammen. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Jack. Einigen noch bekannt unter dem Namen Tsi. Vor etwa zwei Jahren habe ich als kleines schwarzes Fellknäuel im fernen Sardinien das Licht der Welt erblickt. Aber an Einzelheiten aus dieser Zeit kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Ich glaube ich war ziemlich verschnupft, bis sich nette Menschen um mich gekümmert haben. In dieser Zeit habe ich auch meinen besten Kumpel Orlando (damals wurde er noch Fantasmino genannt) kennen gelernt. Vor etwa einem Jahr sind wir dann gemeinsam nach Deutschland, genauer nach Köln umgezogen. Wir wurden aufgepäppelt und gut versorgt. Orlando hatte ja schon immer nur schmusen im Kopf, aber gut, er ist ja auch ein bisschen älter als ich. Ich dagegen wollte und will noch so viel entdecken, fürs schmusen  bleibt später noch genug Zeit. Wenn ihr versteht was ich meine.

Also ich muss wirklich sagen, uns ging es auf der Pflegestelle richtig gut, vielen Dank noch mal dafür, aber unsere Pflegemutti und die Leute von respekTiere wurden aus irgendeinem Grund immer unruhiger und sagten dauernd, dass sie es gar nicht verstehen können, warum sich niemand für uns interessiert. Was das bedeuten sollte, haben wir damals nicht verstanden. Dann haben sie sogar darüber nachgedacht uns zu trennen, damit wir leichter zu  vermitteln seinen. Häh? Jack ohne Orlando und Orlando ohne Jack? Das ist ja wohl die größte Frechheit. Also haben wir dem Christkind einen Brief geschrieben (bei euch Menschen soll es ja so was geben) und uns, ohne einer Vorstellung davon, was dass überhaupt ist, ein neues festes Zuhause gewünscht. Und siehe da, es gibt tatsächlich noch Weihnachtswunder.

Es ging alles ganz schnell: Plötzlich standen zwei fremde Menschen in unserer Wohnung, sprachen mit unserer Pflegemutti und Frau Schnorrenberg, schmusten mit Orlando (ich war doch ein bisschen skeptisch wegen der ganzen Aufregung) und dann eh wir bis drei zählen konnten, steckten wir schon in fremden Katzenkörben, ab in so ein schreckliches Auto um dann in einer fremden Wohnung wieder raus gelassen zu werden. Ich kann euch sagen, dass war ein Tag. Wir zwei erstmal ab unter die Couch, in Sicherheit! Und da saßen wir nun. Alles neue Gerüche, Geräusche und fremde Gesichter. Unsere anscheinend neuen Dosenöffner, waren ja wirklich bemüht, aber mich kann man nicht so schnell überzeugen. Orlando war da mutiger. Er saß schon am ersten Abend bei denen auf der Couch. Aber nicht mit mir. Es dauerte ein paar Tage, bis mein Kumpel mich überzeugt hatte, dass von den beiden keine Gefahr ausgeht. Also hab ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und bin auch mal außerhalb der Futterzeit aus meinem Versteck gekrochen und hab mich mal gaaaaanz kurz streicheln lassen. Na ja, und was soll ich sagen, es war gar nicht so schlecht. Von da an habe ich unsere neue Wohnung genauestens inspiziert und ich sage euch, es ist super! Riesen Katzenkino in den Garten, allerdings machen die Menschen einfach noch nicht die Tür auf, egal wie sehr ich auch an der Scheibe klopfe. Ein riesiges Bett, mit kuscheligen Decken (gut, wir müssen es uns mit den Dosis teilen, aber das ist schon ok) und immer leckeres Essen. Was will man mehr.

Alles ist super, bis auf die Tatsache, dass ich diese Woche operiert worden bin. Habe wohl Rolllieder. Keine Ahnung was das ist, aber jetzt lauf ich mit so einer komischen Schüssel um den Kopf rum, meine Augen fühlen sich ganz seltsam an und richtig putzen und spielen kann ich auch nicht. Aber alle versichern mir immer wieder, dass es bald vorbei ist und meine Menschen kümmern sich wirklich sehr, Kopf kraulen, bürsten…also vertraue ich ihnen und träume gemeinsam mit Orlando von unseren zukünftigen Streifzügen durch Felder, Gärten und Pferdeställen, von Mäusen die wir fangen werden…

Wie ihr seht, es ist alles gut geworden. Man darf nur nie die Hoffnung aufgeben. Also ihr Katzen da draußen: auch ihr werdet noch alle eine nette Familie finden. Wir drücken euch ganz fest die Pfötchen.

Liebe Grüße Euer Jack und natürlich Orlando…