Cricri (23.12.2009)

Hallo Frau Schaumburg,
hallo Frau Loebnitz,

ich muss Euch unbedingt mal selber was erzählen. Ich war das erste Mal in meinem Leben im Urlaub, in Holland am Meer mit meinem Hundekumpel Chance, Frauchen und ihrer Tochter Alexandra. Die lange Fahrt im Auto habe ich einfach verschlafen. Dort angekommen haben Chance und ich erst einmal das Haus und den Garten ausgiebig beschnüffelt und für gut befunden. Der erste Spaziergang am Strand war schon aufregend. Ich bin lieber mal ganz in der Nähe von Frauchen geblieben, aber dann bin ich doch mutiger geworden und habe mit Chance den Strand genauer erkundet. Ins Wasser sind wir beide aber nicht gegangen, das war viel zu kalt. Dafür konnte ich aber meine neue Leidenschaft voll ausleben - Löcher im Sand buddeln. Ich habe immer ganz große Löcher gegraben und mich dann hineingelegt - wenn ich schnell genug war. Wenn ich mir erst voller Stolz mein Werk angeschaut habe, hat sich Chance ganz schnell reingelegt. Mal wieder typisch, Frau macht die ganze Arbeit und Mann...! Dann habe ich eben noch eins gebuddelt.

Das einzig dumme in holländischen Häusern sind die sehr steilen und glatten Holztreppen. Da haben Chance und ich uns nicht hochgetraut und beschlossen, dass wir im Wohnzimmer schlafen. In der Nacht hat mich aber die Sehnsucht nach meinem Frauchen gepackt und ich wollte unbedingt hoch, was aber nicht geklappt hat. Frauchen hat dann nachgeschaut was wir da unten machen und hat den Weg zur Treppe zugestellt. Ha, da hat sie aber die Rechnung ohne die clevere Chiara gemacht. Ich bin dann aufs Sofa gesprungen, von dort über die Seitenlehne runter, meinen ganzen Mut zusammen genommen und die Treppe vorsichtig raufgegangen. Frauchen wollte gerade aufstehen und nachschauen was wir da wieder anstellen, da stand ich schon an ihrem Bett. Die hat vielleicht dumm geguckt. Dann hat sie unsere Decken hochgeholt (auf dem Wege habe ich gleich probiert ob ich auch die Treppe wieder runter komme - war schwieriger) und hat Chance, der ein Riesentheater gemacht hat, weil er nicht ganz alleine bleiben wollte, auch geholfen, die Treppe hoch zu gehen. Chance hat sich auch ganz brav hingelegt und weiter geschlafen. Ich war aber so glücklich, dass das mit der Treppe endlich geklappt hat, so dass ich noch ein bisschen geübt habe, Treppe rauf, Treppe runter. Warum Frauchen das nicht so toll fand, weiß ich nicht. Es war doch mittlerweile schon 5 Uhr morgens und hell draußen.

So hatten wir eine schöne Woche. Morgens ausgiebiger Spaziergang am Strand, anschließend ein langes Mittagsschläfchen und dann wieder ab an den Strand. Wenn wir unterwegs eine Stärkung brauchten - es wehte eine ziemlich starke Brise und es war ganz schön anstrengend gegen den Wind zu laufen - hatte Alexandra immer Leckerchen dabei. Ich muss zugeben, mittlerweile bin ich bestechlich geworden. Nachts war ich so müde und das Haus lag auch ganz ruhig, dass ich gar keine Kontrollrunden machen musste und durchgeschlafen habe.

Jetzt bin ich wieder zuhause und wenn ich ehrlich bin - so schön es im Urlaub auch war - am allerschönsten ist es zuhause. Wir sind nachmittags gleich zum Pferdstall gefahren. Dort habe ich erst einmal alle Zwei- und Vierbeiner ausgiebig begrüßt und bin dann mit Chance um die Wette über die Weiden gerannt, so froh war ich wieder in meiner bekannten Umgebung zu sein. Löcher buddeln kann ich auch auf dem Reitplatz. Das ist zwar verboten, aber ich habe eine Ausnahmegenehmigung, weil sich alle freuen, dass ich hier so aufblühe und glücklich bin. Frauchen muss dann die gebuddelten Löcher alle wieder zuschaufeln. Wir Ihr seht, habe ich hier alle(s) gut im Griff.

Viele liebe Grüße von Chiara, Chance, Susanne und Alexandra