Utopia (25.05.2026)

22.01.2026 SOS Utopia - das Schicksal forderte ein Auge

Utopia kam im Dezember im Rifugio an. Sie ist eine zarte, eher schüchterne Hündin, fand aber bald ihren Platz im Gehege. Die Tagesabläufe wurden allmählich vertraut, die Hunde lernten sich untereinander kennen. Sie verbrachten die Zeit mal nebeneinander, mal miteinander und nichts deutete auf das bevorstehende Drama hin.

Doch wie bei uns Menschen, so auch bei Hunden: Es gibt Situationen, in denen äußerer Stress Reaktionen hervorruft, die lebenslange Konsequenzen zur Folge haben…

Utopia begann läufig zu werden und die mit ihr im Gehege lebenden Hundedamen gerieten in Aufruhr, weil Utopia begehrlich für die Rüden wurde, die von der anderen Zaunseite her ihre Anträge machten. Hinzu kam ein zweiter erheblicher Stressfaktor – und der war menschengemacht: In der Nähe des Rifugio fand eine lautstarke Veranstaltung statt. Die Hunde waren dem Lärm, den sie nicht einordnen konnten, schutzlos ausgesetzt. So schraubte sich die Stimmung hoch und endete in einer Attacke auf Utopia. Schwer verletzt wurde sie am nächsten Morgen von unseren Mitarbeitern gefunden. Der Schreck war groß und man brachte sie sofort zur nächsten Tierklinik. Eine Weile des Wartens, Hoffens und Harrens sollte vergehen, doch am Ende des Tages stand fest, dass ihr linkes Auge nicht zu retten war.

Die kleine zarte Hündin, schlägt sich tapfer. Die Behandlung ließ sie duldsam über sich ergehen. Sie ist nun zurück im Rifugio und wird dort weiterbehandelt.

Das Team der Arca Sarda gibt alles, um Utopia gut zu versorgen, aber wie wir alle wissen, ist sie dort eine von vielen, die allesamt versorgt sein müssen. Wie viel besser wäre es doch für sie, wenn sie in einem liebevollen Zuhause gesund werden könnte, wo sie die Aufmerksamkeit und Liebe bekommt, die sie nun braucht!

 

Aktualisierung 30.03.2026:

Utopia durfte zusammen mit Quod auf eine Pflegestelle reisen

 

Am 20.3. durfte Utopia zusammen mit Quod auf eine Pflegestelle reisen. Der Termin beim Augenspezialisten war schon im Vorfeld ausgemacht worden und das Ergebnis war, wie wir es erwartet hatten: das linke Auge hatte zuviel Schaden genommen und konnte nicht gerettet werden. Eine Entfernung war notwendig und würde endlich Linderung bringen.

Die Operation liegt nun ein paar Tage zurück und Utopia hat alles gut gemeistert!

Die kleine Hündin ist munter und voller Energie. Es bedarf echter Überzeugungsarbeit, ihr zu erklären, daß sie jetzt Ruhe halten soll.

Mit Quod verbindet sie nämlich seit Ankunft eine herzige Freundschaft. Sie durfte auf ihm herumspringen und Quatsch machen, unser Riesenbaby Quod hat alles freudig mitgemacht. Am Ende des Tages lagen sie ineinandergekuschelt im Körbchen. Das muss jetzt also noch ein wenig warten, bis alles gut ausgeheilt ist.

Utopia zeigt sich als Hündin, die sehr klug ist und voller Tatendrang steckt. Das alltägliche Leben muss noch geübt werden, so sind die ersten Gassigänge noch angstbesetzt - vorbeifahrende Autos gruselig. In Haus und Garten hingegen taut sie auf und bewegt sich sicher.

Wir sind gespannt, wie sich dieses kleine Powerpaket entwickeln wird, wenn sie erst ohne Einschränkung loslegen darf.

Vorerst wünschen wir gute Genesung und gemütliches Kuscheln mit Quoddie!

 

Aktualisierung 25.05.2026:

Update von Utopias Pflegestelle:
 
 
 
Utopia (1,5 Jahre alt, kastriert, 10 Kg Muskelpaket, ca. 40 cm Schulterhöhe, Mittelmeertest ohne Befund) ist seit 22.03.2025 bei mir. In der ersten Woche hatte sie ihre Augen-OP, die ohne weitere Komplikationen verlaufen ist. Es sind keine Nachteile/ Einschränkungen entstanden.
 
Sie lebt mit meiner Hündin (8 Jahre, 16 Kg, 55 cm Schultermaß, unkastriert, eher ängstlich und unsicher) und einem Rüden (Ca 1 Jahr, 29 Kg, 58 cm Schultermaß, unkastriert, ebenfalls neu in der Welt der Menschen angekommen) zusammen. Anfänglich wurden die drei getrennt gehalten, wobei Utopia sich innerhalb weniger Tage mit dem Rüden zusammenschloss und er für körperliche Nähe ihr sicherer Anker ist. Sie teilen sich den Liegeplatz und gestalten auch sonst ihre Zeit oft gemeinsam. Die ersten Wochen musste sie viel Energie abbauen, ist ständig gerannt und wollte mit ihm toben. Mittlerweile kann sie gut zur Ruhe kommen und die gemeinsame Dynamik wird weniger.
 
Sie lebt in einem Haus mit Garten, mit der Option sich auszusuchen, wo sie sich aufhalten möchte. Im Haus nutzt sie alle Stockwerke und ist sicher auf den Treppen. Nach etablieren eines Tagesrhythmus ist sie stubenrein.
 
Oft wird sie mit dem Futterball oder als Flächensuche im Garten gefüttert, um sie etwas auszulasten. Leckerlies nimmt sie vorsichtig aus der Hand, auch von Nachbarn und Kindern, hält dabei etwas Sicherheitsabstand und wägt den Zeitpunkt des Kontaktes ab.
 
Mit dem Rüden ist sie ein kreatives und dynamisches Duo. Ihm vertraut sie und hat die Chefmütze auf. In spielerischen Raufereien ist sie nicht zimperlich. Als kleiner  „Rabe“ klaut sie gerne herumliegende Dinge und nutzt es zum Spielen oder bringt sie zu ihrem Kumpel, der dann alles genüsslich zerkaut.
 
Sie ist sehr schlau und kann gut klettern, ist dabei mutig und sicher.  Sie jagt auch gern Vögel und Mäuse.
 
Mit der Hündin steht sie in Konkurrenz. Es gibt keine Konflikte, die mit Zähnen ausgetragen werden, aber Utopia versucht mit anderen Mitteln, den ersten Rang zu erobern.
 
In der Hundewelt kennt sie sich aus, weiss genau, was sie will und kann dies gut kommunizieren. Auch fremde Hunde betrachtet sie interessiert und verhält sich selbstbewusst.
 
Die Welt der Menschen ist ihr fremd und sie sammelt allmählich ihre Erfahrungen. Zunächst ist sie schreckhaft und unsicher. Aber sie kommt sofort zurück und erkundet das „Problem“ (Staubsauger, runtergefallender Gegenstand usw.)
 
Ihre Neugierde ist stärker, als Ihre Unsicherheit und sie möchte immer mit dabei sein, allerdings nach ihren Spielregeln. Die Wonne des Streichelns ist ihr noch fremd, obwohl sie sich langsam damit vertraut macht. Sie bestimmt die Distanz und den Zeitpunkt für eine Kontaktaufnahme.
 
Mittlerweile geht sie an der Leine mit auf Spaziergänge in Wald,Feld und an wenig befahrenen Straßen. Dabei will sie beim Rudel bleiben. An großen Straßen sitzt sie im Hundebuggi, da sie dort deutlich mehr Angst zeigt und gesichert werden muss.
 
Utopia ist eine sehr kluge, selbstbewusste und bezaubernde Hundedame, die noch etwas Zeit braucht, über ihren Schatten zu springen und der Welt der Menschen zu vertrauen. Daß sie keine Aggressionen zeigt und dies als Mittel gegenüber den Menschen gewählt hat, hingegen alles erträgt, was sein muss, spricht sehr für ihr Interesse, irgendwann in unserer Welt ankommen zu wollen.
 
Ich finde es großartig, wie sie sich einlässt, weil sie so neugierig ist. Sie kann durch einen Tunnel laufen, springt über Hürden, findet versteckte Leckerlies unter Bechern, die sie umwerfen muss, guckt in die selbstgekochte Suppe der Kinder im Sandkasten, prüft alle Gegenstände, die bewegt wurden, anstatt sich einfach zu verstecken um sich in Sicherheit zu fühlen.
 
Neu ist, dass sie ihre Stimme benutzt, um zu protestieren, wenn sie ausgeschlossen wird.
 
Wunschzettel: 
  •  Menschen mit Geduld und Respekt, die sehen können, daß Utopia kein armes kleines Hündchen ist, sondern eine selbstbewusste junge Lady. 
  •  Menschen, die bereit sind, langsam Bindung aufzubauen und warten können, bis Utopia selber die Distanz aufgibt.
  •  Menschen mit ausreichend Energie und Ideen für eine junge, kräftige, sportliche und intelligente Hündin. 
  •  Einen souveränen Rüden, der sie aushalten kann, wenn sie toben möchte. 
  •  Genügend Raum um (noch) nicht, immer Gassi gehen zu müssen und ihr einen sichereren Raum zum Sein zu geben.
Utopia ist bereit für ein eigenes Zuhause. Melde Dich gerne unter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

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