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22.02.2026 - Käsjahn ist fort - nach über 18 Jahren Liebe und Leben

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Jede endgültige Trennung ist schmerzlich, aber es gibt Abschiede, die uns schier das Herz zerreißen. Vielleicht, weil die Katze so lange an unserer Seite war? Oder eher, weil sie von Anfang an mehr war als das? Käsjahn, der eigentlich Ovideo hieß, war ein ganz besonderer Kater. Und sein Tod hinterlässt eine ganz besonders schmerzliche Leere...

Bevor er sich gemeinsam mit seinem Bruder Othello auf den Weg in ein gemeinsames Zuhause machen durfte, lebten die beiden bei einer Pflegestelle in Pulheim. Der rotweiße Othello war heiß begehrt, für den schwarzweißen Ovideo interessierte sich jedoch niemand. Zum Glück war die Mama in spe bewusst farbenblind – und adoptierte die Katerchen im Doppelpack. Beide lebten sich gut ein, aber Käsjahn war sofort unglaublich präsent. Er war der Capo, der Chef, furchtlos, gesprächig, Herr des Reviers und Bewacher der Straße. Sogar bei Waldspaziergängen mit dem Hund schloss er sich an. Und er liebte... Döner. Egal, wo er sich gerade befand: Unfehlbar bemerkte Käsjahn, dass Sohn Kenneth sich Grillfleisch in der Teigtasche bestellt hatte. Der Lieferdienst war quasi noch in Sichtweite, wenn Käsjahn mit einem Riesensatz über den Zaun sprang, in „Bahn frei!“-Manier nach oben stürmte und an Kenneths Tür so lange Alarm schlug, bis er eingelassen wurde.

Doch Käsjahn war nicht nur präsent und lebhaft, sondern auch sehr verschmust und sanft, nie kratzte oder biss er, und beim Tierarztbesuch zeigte er sich super brav und von seiner besten Seite. Er hatte ein wundervolles, erfülltes Leben, voller Liebe, Geborgenheit und Sinn. Doch jedes Leben geht irgendwann zur Neige, auch Käsjahns Kräfte ließen schließlich nach, er war am Ende seines Wegs angekommen. Kurz bevor er 19 Jahre alt wurde, ließ seine Familie ihn in Liebe gehen, damit er sich nicht quälen musste.

 

Die folgenden Zeilen schrieb Käsjahns Mama, und wir möchten sie mit Euch teilen:

Gestern war ein schwerer Tag.
Ich musste meinen Quatschkopf ziehen lassen.
18 Jahre und 4 Monate warst du an meiner Seite.
Mehr als ein Kater, 
du warst Familie, Gewohnheit, Trost
und dieses leise Gefühl von Zuhause.
Du hast mein Leben begleitet,
durch leise Tage und laute,
durch Lachen und Tränen.
Immer da, auf deine ganz eigene Art.
Du hast laut und fordernd mit mir gesprochen,
hartnäckig, manchmal nervend 
und doch war genau dieses Geräusch
ein Teil meines Alltags,
meines Lebens.
Jetzt fehlt es so sehr,
dass die Stille weh tut.
Kenneth ist am Freitag gekommen,
um dir Lebewohl zu sagen.
Ein letzter Gruß, ein stiller Abschied,
voller Liebe.
Und heute ist er wieder gefahren 
so wie du gegangen bist.
Nun ist es still.
Aber nicht leer.
Denn dein Platz bleibt 
in Erinnerungen, in Geschichten,
in meinem Herzen.
Mach’s gut, mein besonderer Kater.
Danke für alles.
Du fehlst unendlich.

Auch wir nehmen traurig Abschied von Käsjahn-Ovideo, dem so sehr geliebten Ausnahmekater, und danken seiner Familie dafür, dass sie ihm und auch Othello ein so wunderbares Leben geschenkt haben.