Melvin

 

Ciao Melvin – das Leben ist einfach nicht fair...

 

Als einer von fünf Brüdern kam Melvin Mitte letzten Jahres zu uns ins Rifugio. Alle fünf Kitten waren sehr scheu, aber immerhin bei guter Gesundheit... Doch dann zeigte sich, dass der kleine Melvin sehr anfällig für Infekte war, weshalb er eine Weile im Ambulatorio sein musste. Dort schien er sich gut zu erholen, wurde Menschen gegenüber ausgesprochen zutraulich und freundete sich mit Oreste an, einem sehbehinderten Katerchen. Zu ihrem großen Glück wurden beide von einer tollen und katzenerfahrenen Familie adoptiert und durften gemeinsam in ein schönes Zuhause in Deutschland reisen. Ab sofort hieß Melvin „Bodhi“ und Oreste hieß „Muni“ – und eigentlich hätte an dieser Stelle einfach nur „Happy End“ stehen sollen.

Aber leider sollte es anders kommen: Bodhi entwickelte Symptome wie starkes Speicheln und Gangunsicherheit und schien zeitweise desorientiert zu sein. Es folgte eine monatelange Odyssee zu Tierärzten und -kliniken, um herauszufinden, was ihm fehlte – und wie man ihm helfen könnte. Nach langem Auf und Ab, nach Hoffen und Bangen sollte sich schließlich zeigen, dass Bodhi an einem schweren angeborenen Leberleiden litt, das sich immer weiter verschlimmerte. In Liebe und Trauer ließ ihn seine Familie gehen, seine Menschen, die so unglaublich viel für ihn getan haben. Retten konnten sie Bodhi nicht, aber sie haben ihm in den viel zu wenigen gemeinsamen Monaten mehr Liebe und Fürsorge geschenkt, als manche Katze in ihrem ganzen Leben erfahren darf. Dafür möchten wir ihnen von ganzem Herzen danken; es gibt nur wenige Menschen, die diesen schweren Weg so weit gegangen wären.

 

 

Lebwohl, kleiner Bodhi, wo Du jetzt bist, gibt es keine Schmerzen und kein Leid!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier gelangen Sie zu Melvins Happy End Seite aus 2024...