25.06.2024 - Die Sache mit dem Altern

Mit der Zeit altern wir, Menschen wir Tiere. Das ist so und das lässt sich nicht ändern. Wir können zwar durch Ernährung und Bewegung viel dafür tun, dass wir auch im Alter so gut es geht fit und gesund bleiben, aber aufhalten können wir das älter werden nicht. Auch für unsere Hunde ist es wichtig, dass wir uns um ihre Gesunderhaltung und Fitness im Alter kümmern. Gerade für ältere Hunde ist es wichtig ein ruhiges und behütetes Zuhause zu haben, wo sie beim Älterwerden unterstützt werden und wo sie den wechselnden Wetterbedingungen nicht tagein tagaus schutzlos ausgesetzt sind. Was aber, wenn ältere Hunde ihr Zuhause verlieren oder gar ausgesetzt werden? Was wenn Hunde als Jungspund im Tierheim landen und jahrelang übersehen werden und somit im Tierheim alt und grau werden? Viele Menschen scheuen sich davor einen älteren Hund zu sich zu holen, da es durchaus mit höheren Tierarztkosten verbunden sein kann.

Dabei bringen ältere Hunde oft eine gewisse Ruhe und Genügsamkeit mit, die uns die Eingewöhnung in unser Leben in mancherlei Hinsicht vereinfachen kann. Auch ein älterer Hund kann sich noch gut und schnell in unseren Alltag integrieren und er hat nicht stetig neuen Unsinn im Kopf, wie die sehr jungen Hunde, die die Welt noch mit allen Sinnen entdecken und ausprobieren möchten.

Ältere Menschen mögen es auch oft etwas ruhiger und entspannter. Ab einem gewissen Alter ist man nicht mehr so stressresistent und bevorzugt einen entspannten, gut geplanten und damit vorhersehbaren Tag. Ein Welpe oder junger Hund kann dieses Bedürfnis mancher (älterer) Menschen über Monate oder auch über die ersten Jahre durchaus torpedieren. Warum sollten wir im höheren Alter nicht auch gerade einem älteren Tier eine Chance geben, passen wir doch vom Aktivitätslevel und Ruhebedürfnis eventuell sogar besser zusammen. Wie alt und ggf. krank ein Tier wird können wir auch nie sagen, aber nur, weil der Hund vielleicht schon 8 Jahre alt ist, kann er noch sehr lange sehr fit und agil sein, uns damit noch viel Freude machen. Auch wir Menschen wissen ja nicht wie lange wir noch fit genug sind dem Hund die nötige Bewegung und Auslastung zu verschaffen, daher zeugt es auch von wenig Verantwortung, wenn man mit Mitte/Ende 70 noch einen Welpen zu sich holt, der womöglich eine Lebenserwartung von 12-17 Jahre hat.

Wir werden immer wieder gefragt, ob wir Hunde überhaupt an ältere Menschen vermitteln. Hier kommt es immer auf den Einzelfall an und auf das Umfeld, das ggf. dahinter steht. Gerade in Rente gegangen mit Anfang 60 hat man natürlich auch gute Voraussetzungen einem sehr jungen Hund noch die Welt zu erklären. Man ist fit, hat viel Zeit und braucht vielleicht auch gerade jetzt eine Aufgabe. Hat man vielleicht auch die erwachsenen Kinder im Background, ist es natürlich auch nochmal eine ganz andere Sache, weil man im Falle, dass man doch mal ausfällt, jemanden hat, der sich kümmert. Aber auch ein älterer Hund kann bereichern, ob man nun jung, älter oder alt ist, es muss halt einfach alles passen und alle Eventualitäten vernünftig abgewogen werden, dann steht dem Abenteuer "neuer Hund" auch nichts im Weg.

Unsere älteren Hunde, für die wir so sehr hoffen, dass sie es noch einmal in ein neues Zuhause schaffen, möchten wir an dieser Stelle nochmal in den Vordergrund rücken:
 
Unser Notfall-Schäferhund Falco, der sein Leben lang Menschen an seiner Seite hatte, die sich dann aber alters- und krankheitsbedingt von Falco trennen mussten, leidet Schäferhund-typisch am allermeisten und ihm rennt die Zeit regelrecht davon.

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Unser Segugio-Rüde Bucarest, der schon in zwei Tierheimen im engen Käfig saß, bevor er nun bei uns zumindest ein bisschen Natur und Zuwendung genießen darf. Was würden wir dafür geben ihn wenigstens noch einmal in einem ganz eigenen Zuhause zu wissen?

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Unser kleiner Rüde Black, der in Katzengesellschaft vorwiegend im Garten lebte und weder Spaziergänge an der Leine, noch Kuscheleinheiten mit den Menschen kennenlernen durfte. Klar, dass er noch großen Nachholbedarf hat aber als kleiner Rüde gehört er noch lange nicht so richtig zu den „alten“.

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Unser Maremmano-Rüde Osvaldo, der ursprünglich aus dem Canile kam und einmal kurzzeitig erfahren durfte, wie es ist, ein eigenes Zuhause zu haben. Für ihn suchen wir ganz besondere Menschen, die das Wesen eines Maremmanos zu schätzen wissen und ihn mit all seinen Ecken und Kanten respektieren. Für ihn wird es am schwersten ein Zuhause zu finden, das wissen wir, aber wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben.

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Falls Sie weitere Fragen oder Interesse an einem der Hunde haben, wenden Sie sich bitte an die Vermittler, die Sie auf der Vermittlungsseite finden.

Vielen herzlichen Dank! Grazie mille!