| 23.06.2024 - Ostrica - das Leben könnte gar nicht schöner sein! |
|
Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass Ostrica, damals noch ein winziges Kitten, zu ihrer liebevollen Familie und der Bestandskatze Ponchi reisen durfte. Von Anfang an war sie zu Hause, und obwohl Ponchi zunächst ein wenig misstrauisch ihr gegenüber war, sind die beiden ein echtes Team geworden und gehen, bzw. flitzen gemeinsam durch dick und dünn. Wer Teil unserer facebook Katzenrunde ist, durfte schon von Zeit zu Zeit an Ticas und Ponchis Abenteuern teilhaben; heute möchten wir mit Euch allen das großartige und umfangreiche Happy End der beiden teilen, dass ihre Mama uns zukommen ließ: „Endlich durften wir die kleine Ostrica nach Hause holen. Dass sie noch ein Baby war, das wussten wir, aber mit so einem Winzling hatten wir nicht gerechnet. Ganze 900 Gramm wog sie und bestand nur aus Knochen und großen Ohren. Ihre erste Nacht verbrachte sie auf meinem Schoß, ich wollte sie nicht alleine lassen, sie vermisste bestimmt ihre vertraute Umgebung und ihre Geschwister. Eigentlich war es das schon mit der Eingewöhnung. Tica akzeptierte mich nach dieser Nacht sofort als ihre neue Katzenmama. Sie hing mir fortan wie eine Klette am Bein, war total kuschelig und fand alle Menschen gut. Erstaunlich, da sie bisher nur wenige Menschen kannte und noch nie in einem Haus gelebt hatte. Neugierig erforschte sie alle Räume im Haus, besetzte sofort besten Plätze auf Sofa, Tisch und Bett, fand sich gut zurecht und wusste natürlich genau, wo es Futter gab und in welchem Schrank es sich befand. Sobald sich jemand setzte, sprang sie auf den Schoß und kuschelte sich ein. Schöße und Hände zum Streicheln gab es immer. Sie war schnell zu Hause angekommen. Tica liebte Besuch, denn der brachte ihr Leckerli mit und fotografierte sie. Die kleine Diva war das geborene Modell und genoss die Aufmerksamkeit. Das war einfache Teil der Eingewöhnung. Mensch und Katze liebten sich, Friede, Freude, Eierkuchen. Der spannende Teil stand uns noch bevor. Wie würde Ponchi reagieren??? Ponchi kam als zweijährige Katze aus Einzel- und reiner Wohnungshaltung zu uns. Nach anfänglichen Streitigkeiten arrangierte sie sich mit unserer Katze Nala und die beiden lebten freundschaftlich nebeneinander. Auch zur Nachbarkatze hatte sie nach einiger Zeit ein gutes Verhältnis. Ponchi kommt mit anderen Katzen klar – solange sie der Boss ist. Sie ist eine leidenschaftliche Freigängerin, kontrolliert mehrmals täglich ihr Revier, das umfasst nicht nur unser Grundstück, sondern auch die gesamte Nachbarschaft, inklusive der Häuser und deren Bewohner. Sie weiß ihr Heim durchaus zu schätzten, liebt das Essen und das weiche Bett, kommt regelmäßig, um sich Streicheleinheiten zu holen, aber dann muss sie sofort wieder ihre Runden drehen. Sie beschützt uns alle vor Mäusen, Insekten, Regenwürmern und Geistern. Nach ihrer Nachtschicht, bei jedem Wetter, kommt sie im Morgengrauen nach Hause, legt sich in unser Bett und dann dürfen wir kuscheln. Katzenspielzeug ist unter ihrer Würde. Sie jagt lieber richtige Mäuse, böse Blätter und Eichhörnchen (die sie nicht kriegt), und klettert und kratzt an echten Bäumen, nicht an so einem blöden, grünen Kratzkaktus, der ist was für Babys. Das Kennenlernen der beiden Katzen war besser als jedes Kino: Ponchi kommt nach ihrer Runde nach Hause, bemerkt sofort die angespannte Atmosphäre und ein neues Tier im Haus. Neugierig stellt sich auf die Hinterbeine und beschnuppert misstrauisch, aber nicht unfreundlich, das komische Tier. Riecht nach fremder Katze, aber auch nach vertrauter Familie. Zu klein, um eine Gefahr zu sein, zu groß, um es zu fressen. Das neue Tier benimmt sich, als ob es hier wohnte und die Familie lässt das durchgehen. Ponchi ist nicht amüsiert, sie knurrt ein bisschen, um der Neuen zu zeigen wo es lang geht. Sie tatscht mit ihrer Pfote nach Tica, die tatscht einfach respektlos zurück und haut noch mal nach. Sowas hat sie noch nie erlebt, beleidigt verlässt sie das Haus, geht sofort zu den Nachbarn, um sich alles von der Seele zu reden und schwört, dass sie nie wieder heimkommt. „Nie wieder“ dauert so ungefähr drei Stunden, dann will Ponchi kontrollieren, ob das gefährliche Biest immer noch da ist. Es ist immer noch da und macht sich breit, liegt auf den besten Plätzen rum, spielt mit Fellmäusen, hüpft hinter Bällchen her und kratzt begeistert am grünen Kratzkaktus. So ein Baby! Ponchis Kontrollen erfolgen in immer kürzeren Abständen, so oft war sie noch nie zu Hause. Tica läuft immer begeistert hinter der großen Katze her. Sie lauert ihr hinter einer Ecke auf und springt sie an, sie zwickt sie in den Schwanz, wenn der vom Stuhl baumelt, sie kugelt sich mit ihr durch die Wohnung. Die Kleine ist eine echte Nervensäge, sie lässt sich nicht abschütteln und gibt nicht auf. Für sie ist das alles ein tolles Spiel. Die Kleine macht was will und frisst Ponchi sogar das Futter weg. Der geplagten Ponchi bleibt nur noch die Flucht nach draußen, dort ist sie sicher, denn die Kleine darf noch nicht raus. Dann liegt Ponchi provokativ vor der Glastür, gähnt herzhaft, räkelt sich, tut ganz gelangweilt, beobachtet aber alles ganz genau. Lange hält sie es aber nicht so weit von der Action aus. Bei der nächsten Gelegenheit legt sie sich einfach in die Kiste mit dem von ihr so verschmähten Katzenspielzeug. In einem unbeobachteten Augenblick spielt sie „probehalber“ mit den Fellmäusen und es ist ihr sichtlich unangenehm, dabei gesehen zu werden. Sie würde es nie zugeben, aber die kleine Katze gefällt ihr so langsam, es macht auch Spaß mit ihr zu spielen, und die ganzen Frechheiten kann man sich ausnahmsweise gefallen lassen, das ist ja noch ein Baby. Nach ca. vier Wochen Randale in der Bude und etlichen ermordeten Topfpflanzen durfte Tica endlich raus, erst auf die Terrasse, dann folgte betreuter Freigang im Garten. Ponchi trabte brav nebenher. Das Heimkommen wurde geübt und es klappte gut. Tica hört auf ihren Namen und kommt, wenn man sie ruft. Ponchi kommt dann gleich mit, denn wer brav ist kriegt ein Leckerli. Ponchi hat ihre neue Freundin allen Nachbarn vorgestellt (die sich tatsächlich freuen, wenn die beiden plötzlich in der Wohnung auftauchen), ihr gezeigt, wie man über die Garagendächer flitzt, auf Bäume klettert und den kleinen Dackel nebenan auf die Palme bringt, ohne gefressen zu werden. Die beiden sind eine richtige Gang geworden, der Schrecken aller Mäuse. Tica liegt ständig auf der Lauer, da wo Ponchi ist, ist sie nicht weit. Die beiden haben viel dummes Zeug im Kopf, sie jagen sich durch den Garten, die Bäume rauf und runter und über die Dächer. Sie lieben sich und raufen sich, schlafen zusammen in unseren Betten und machen sich dabei extra breit. Wir können ihnen stundenlang zusehen und sind sehr glücklich mit unseren Katzen – und die beiden sind glücklich miteinander. Tica ist jetzt 14 Monate alt und fühlt sich sehr erwachsen. Sie hat ihr Revier vergrößert und ist ebenfalls eine leidenschaftliche Freigängerin. Sie ist ordentlich gewachsen und durch die Toberei im Garten kräftig und muskulös geworden. Auch ihr Fell ist üppiger und glänzt schön. Natürlich ist sie nicht mehr ganz so anhänglich, sie hat schließlich draußen einen Job zu erledigen. Sie fordert immer mehr Freiheiten, hat jetzt einen „Hausschlüssel“, sprich ungehinderten Zugang zur Katzenklappe, und will vor allem abends noch mal raus und lässt sich mit dem Heimkommen Zeit. Aber wenn sie reinkommt, zuerst natürlich zum Futter, dann springt sie gleich auf einen Schoß zum Kuscheln. Sobald wir uns bettfertig machen, läuft sie schon mal vor und wärmt das Bett an. Später in der Nacht kommt Ponchi dazu und wacht über unsere Träume.“ Was sollten wir dem wohl noch hinzufügen wollen? Wir wünschen der ganzen Familie wundervolle gemeinsame Jahre! |







