Milleluci (19.08.2009)

Liebe Karin Löbnitz, liebes respekTiere Team!

„Manchmal sind Umwege nötig um ans Ziel zu gelangen!“ hat Karin Löbnitz gestern zu mir gesagt, nachdem sie meine Email gelesen hatte: meine Email mit der Bitte Milleluci aus der Vermittlung zu nehmen und für IMMER BEI UNS bleiben zu lassen…

Mille hat viele Umwege auf sich genommen um endlich bei uns bleiben zu können. Und ich musste Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit es möglich war. Aber der Reihe nach:

Viele haben ja Milles Schicksal verfolgt, seine vielen Jahre auf der Strasse und im Tierheim, seine Einreise nach Deutschland, die nächste Trennung von der ersten Adoptivfamilie (wegen Allergie) und seinen harten Kampf gegen seine Herzwürmer. So haben sich Milles und meine Wege erstmals gekreuzt und sind seither verschlungen. Was mein Lebensgefährte Ralph und ich mit diesem Hund gelitten, gekämpft und endlich gesiegt haben, hat uns für immer mit ihm verbunden.

Aber wegen Zeitmangel und Hundeverbot in unserer Wohnung sahen wir uns nicht in der Lage ihn bei uns zu behalten, wünschten ihm ein großes Haus mit Garten und Leute die 24h für ihn Zeit haben. So kam er zu meinen Schwiegereltern, war an vielen Wochenenden bei uns und genoss so sein erstes glückliches Jahr in Deutschland. Als er Anfang diesen Jahres angefangen hat sein Streunerleben wieder aufzunehmen und alle Versuche mit Hundetrainer, Zaunerhöhung und Laufleine nichts brachten und Ralphs Eltern sich jeden Tag bei der Polizei rechtfertigen mussten, gaben sie unglaublich traurig und schweren Herzens zu, dass sie ihn so nicht behalten können. Wir waren alle am Boden zerstört: bei uns hatte sich nichts geändert und so musste ich mich wieder an respekTiere wenden um den perfekten Platz für ihn zu finden.

Hier möchte ich mich noch mal bei Euch bedanken, dass ihr bedingungslos geholfen habt, uns keine Vorwürfe gemacht, sondern uns tatkräftig unterstützt habt!

In der Zwischenzeit war Mille wieder bei uns: und auch wenn wir nur eine kleine Wohnung ohne Garten haben, wir viel unterwegs sind (mit und ohne ihm),  er bei uns manchmal Autofahren muss, er bei uns einfach mitläuft, trotzdem fühlt er sich wohl – oder gerade deswegen?

Wir lieben Mille und er liebt uns! Genau hier will er bleiben, genau in dem Leben das wir mit ihm führen - unser aller Leben! Das wurde uns klar! Aber wie?

1. Ich habe eine nette Nachbarin, die gerne bereit wäre Mille mittags mal zu versorgen, sollte es bei Ralph und mir mal nicht möglich sein.

Jetzt fehlte nur noch
2. das Hundeverbot in unserem Haus: also „stürmten“ wir die Eigentümerversammlung, trugen unser Anliegen vor, stimmten ab und siegten: es dürfen Hunde gehalten werden!!!!
3. überglücklich aber auch mit bangen Herzen meine Anfrage bei Karin Löbnitz: können wir Mille nach all dem Trubel, dem Hin und Her unsererseits und all der Mühen von Seiten respekTieres trotzdem behalten??

JA, war ihre Antwort und die macht uns überglücklich!! Uns ist klar geworden dass es egal ist wie wir 3 leben - hauptsache wir gehören zusammen und das hat uns Mille ganz deutlich gezeigt! FÜR IMMER!!!

In unendlicher Dankbarkeit Mille, Nina und Ralph