Golia (16.08.2009)

Unser Knuddelbär durfte heute ausziehen, für ihn fängt jetzt das Leben richtig an! Mit 2 Wochen von Mama getrennt und einfach mit seinen Geschwistern entsorgt schien dein Leben schon fast vorbei. Aber man hat euch Bande gefunden und mit der Flasche aufgepäppelt und ihr habt euch prima entwickelt.

Wir durften dir und deinem Bruder zeigen wie schön das Leben sein kann und du hast nach anfänglicher Scheu gezeigt, wie wohl du dich fühlst und dich zum kleinen Schmusebär entwickelt. Dein zukünftiges Frauchen hast du direkt begrüßt und auch bei unserem Besuch in deinem neuen Zuhause hast du uns gezeigt, dass es dir dort sehr gut gefällt. So fiel es uns leicht, dich in liebevolle Hände abzugeben und wünschen dir dort einen tollen Start in ein neues aufregendes Leben bei Frauchen und Herrchen die dich sicher ganz doll lieb haben werden und dir die Welt da draußen zeigen.

Wir werden dich auf jeden Fall mal besuchen, du wohnst ja jetzt nicht so weit von uns weg.

Deine Pflegeeltern und der Rest der Wuselbande
 
Die ehemalige Pflegefamilie hat Post von Gismo bekommen, lesen Sie selbst:

Hallo liebe Wuselbande,

ich möchte euch mal erzählen, wie es mir in meiner Familie bisher so ergangen ist:

Also, ich fange mal da an, wo mein Pflegefrauchen mich abgeholt hat. Zuerst war ich natürlich sehr traurig, weil ich euch und meinen Bruder verlassen musste. Ich habe mich dann aber total an Frauchens Fersen geheftet, denn sie hat mich echt ein bisschen trösten können. Als wir dann in meinem neuen Zuhause angekommen sind, es war noch früh am Morgen, kam mein neues Pflegeherrchen gerade aus dem Bad. Er hat mir einen riesigen Schrecken eingejagt, weil er so groß ist und sich gar nicht hingehockt hat, um mich zu begrüßen. Und dann hat er mich auch noch mit so einer blöden, verstellten Stimme angesprochen. Ich habe dann nach besten Kräften versucht ihn zu ignorieren, aber ständig kam er an und wollte mein Freund sein. Zuerst habe ich ihn angeknurrt und angebellt, aber er hat mich einfach nicht in Ruhe gelassen. Dann hat er mir ein sehr delikates, ganz super duftendes Naschzeug unter die Nase gehalten, und ich musste mich streicheln lassen, wenn ich es haben wollte.

Nach zwei Tagen hat er mich aber immer noch nicht rumgekriegt, und so hat Frauchen mich einfach mit ihm allein gelassen und ist ohne mich weggegangen. Da aber überall so neue Geräusche waren und ich auch ein wenig einsam ohne meine Pflegemama war und füüüüürrrchterliche Angst vor den Geräuschen hatte, habe ich beschlossen, es einfach mal mit meinem Pflegepapa zu versuchen und zu schauen, ob er mich auch beschützt, mich füttert und mit mir Gassi geht. Was soll ich euch sagen! Der Kerl war klasse und hat auch noch unheimlich mit mir geschmust. Das beste allerdings war, dass er mich gegen die Absprache mit Frauchen, zu sich aufs Sofa gelassen hat, obwohl er derjenige war, der das eigentlich nicht wollte. Beim 3. Mal "Auf dem Sofa kuscheln" mit Herrchen hat uns Frauchen allerdings erwischt und nun haben die beiden abgemacht, dass ich nicht auf das Sofa darf. Für mich war es erst mal schwer das zu verstehen, aber jetzt hab ich es verstanden und versuche es nur gelegentlich mit einem hinreißenden Augenaufschlag noch mal. Helfen tut´s aber nicht. Herrchen sagt immer, dass wir die Männer im Haus sind und zusammenhalten müssen, aber in diesem Falle müssen wir auch Frauchen mal gewinnen lassen, da sie uns nämlich das Essen macht.

Mittlerweile habe ich schon eine Menge erlebt. Ich war schon zweimal in der Welpenschule, und in der Innenstadt war ich auch schon, ja sogar schon bei Media-Markt, aber da gibt es nichts für mich. LKW bin ich mit Frauchen auch schon gefahren, deshalb bin ich jetzt ein kleiner Trucker-Hund.

Was ich aber richtig toll finde: meine beiden Menschen bauen draußen gerade irgendetwas, und ich finde es himmlisch, im Sand und in Erdhaufen zu buddeln und zu wühlen. Ganz klasse ist es, wenn Herrchen mit mir zusammen im Dreck liegt (s. Fotos) und wir spielen und Faxen machen. Herrchen überlegt derzeit, ob er einen Zaun um den vorderen Teil unseres Hauses baut und ich dann immer ohne Leine mit ´raus kann. Denn momentan laufe ich immer rüber zu dem kleinen Rasenstück der Nachbarn, und wenn keiner schaut, dann mach ich da auch mal hin und irgendwie finden das alle nicht so toll. Frauchen sagt dann immer: Mensch Gissy, wenn ich mit dir spazieren gehe, dann machst du nichts und wenn wir wieder zu Hause sind, dann erledigst du das beim Nachbarn. Du bist ein kleiner Heimscheisser!

So, das war eigentlich erst mal meine bisherige Geschichte. Diese und nächste Woche habe ich noch zwei Arzttermine, und das war´s erst mal von mir und meinen Menschen. Ich hoffe, dem Rest von euch und der Wuselbande geht es gut.

Viele liebe Grüße von Gismo