Carlo (26.07.2009)

Auf Sardinien warst Du ein Hundebaby von neun, deine Mutter "nur" eine Streunerhündin, die täglich ums Überleben kämpfte. Dein Start ins Leben begann unter einem stillgelegten LKW, irgendwie schaffte es deine Mutter, euch alle zu beschützen, zu versorgen, am Leben zu halten. Als man euch fand, hattet ihr sicher eure Erfahrungen bereits gemacht.
 
Du und deine Geschister fanden alle liebe Pflegefamilien in Deutschland, die euch aufnahmen, aber ein jeder von euch war sehr zurückhaltend, scheu und allem Fremden gegenüber sehr ängstlich. Ihr wollt euch nur einer einzigen Person anvertrauen, ihr braucht alle euren "Fels in der Brandung", der euch Sicherheit und Zuversicht gibt.

So gab es einige Interessenten, die dich besuchen kamen,aber keinen fröhlichen, anspringenden Vierbeiner trafen, sondern einen zurückhaltenden, scheuen und ängstlichen Carlo.
Dann kam der eine Anruf, auf den wir solange gewartet hatten. Eine liebe Familie, die nur unweit deiner Pflegestelle wohnt, war auf der Suche nach einem Hund, der so sein sollte, wie du es bist:-)

Als ich erzählte, dass Du dich am liebsten unsichtbar machst, wenn Interessenten vor dir stehen und sehr scheu und ängstlich bist, da fühlten sie sich sofort zu dir hingezogen.
Na bitte, jetzt hast Du es nach 6 Monaten auf deiner Pflegestelle geschafft, du bildhübscher Carlo! Du hast Deine Familie bezaubert! Seit dem 25.7. lebst Du mit Frauchen, Herrchen, der Tochter und einem weiteren Rüden, 2 Pferden und einigen Kleintieren auf dem Land in Ostfriesland und nennst ein riesiges Grundstück Dein Revier. Die ersten STunden in Deinem neuen Zuhause sind super verlaufen, Du sitzt schon auf dem Sofa und lässt Dich kraulen! Klasse!

Ich bleibe mit deinem Frauchen in Kontakt, denn deine Mutter Venezia wartet noch auf Sardinien - ist noch ängstlicher als all ihre Kinder - und darf eventuell nachkommen!
Machs gut, Carlo! Sie werden Dich über alles lieben, vertrau ihnen!