Orio & Rimo (18.12.)

 

 

Unsere beiden Rotschopfe Orio und Rimo sind Ende November zusammen auf die Pflegestelle in Dresden gereist und konnte diese im Nu um ihe Pfötchen wickeln; sie wurden zusammen von ihrer Pflegestelle adoptiert...

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier zur Erinnerung an ihre Geschichte:

 

Orio – ein kleiner Kater aus dem Nirgendwo

In den ländlichen und abgelegenen Gebieten Sardiniens ändert sich der Blick auf Tiere und ihr Wohl trotz aller Präventionsarbeit leider nur sehr langsam. Immer wieder wird die Hauskatze nicht kastriert, von den Katern ganz zu schweigen – und das führt mit trauriger Regelmäßigkeit zu unerwünschtem Nachwuchs, für den sich im Endeffekt niemand verantwortlich fühlt. Noch immer schauen viel zu viele Einheimische aus Gleichgültigkeit weg – und halten todkranke oder verhungernde Kitten für ganz natürlich. Unsere drei Neuzugänge, die bildhübsche Otti und ihre nicht minder süßen Brüderchen Orsino und Orio, gehörten zu jenen armen Samtpfoten, deren Leid ignoriert wurde...

Dass die drei Kitten gerettet werden konnten, ist aufmerksamen Urlaubern zu verdanken: Sie entdeckten in Lu Colbu mehrere Katzen und Kitten in schlechter Haltung, bei einer Frau, die sich bislang all unseren Bemühungen, ihre Tiere kastrieren zu lassen, widersetzt hatte. Otti, Orsino und Orio befanden sich in höchst besorgniserregendem Zustand, und es war klar, dass dringend etwas geschehen musste! Unterstützt von einer Kooperationspartnerin in der Nähe holten wir die Kitten zu uns ins Rifugio. Ohne diese beherzte Aktion hätten die Kleinen ihren ersten Sommer wohl nicht überlebt... heute geht es ihnen dank engmaschiger Pflege und gutem Futter schon deutlich besser! Im Rifugio kommen die Süßen erst einmal zu Kräften und holen all das nach, was sie zu Beginn ihres kleinen Lebens so bitterlich entbehren mussten. 

Update August 2022:

Maikätzchen Orio hat sich sehr gut von den Strapazen seiner ersten Lebensmonate erholt und ist mit seinem rotweißen Fell entzückend anzusehen. Gelegentlich noch ein wenig zurückhaltend, ist er doch neugierig und genießt durchaus den  Kontakt zu Menschen... und wünscht sich nichts mehr, als ein eigenes Zuhause zu finden. Wo er artgerecht, behütet und geliebt aufwachsen und das Elend seiner ersten Lebensmonate für immer vergessen kann.

 

Rimo – das Paradies ist zu groß für diesen winzigen Kater!

Die Costa Paradiso auf Sardinien ist beinahe so berühmt wie die Costa Smeralda. Viele Hektar atemberaubender Felsküste, die steil ins Meer abfällt und von unzähligen Villen und Wohnsiedlungen durchzogen ist. Natürlich leben hier auch viele Katzen, die in den Sommermonaten meistens von den Urlaubern gefüttert werden. Im Winter ist kaum noch jemand dort und die Katzen müssen sich alle neu orientieren, meistens wandern sie ab und schließen sich an den Futterstellen zusammen, die von unserer Kollegin das ganze Jahr über betreut werden. Schnell geht da auch mal jemand „verloren“, so wie der kleine Rimo.

Urlauber fanden ihn mutterseelenallein und erkannten, dass er in diesem riesigen, menschenleeren Areal kaum eine Chance hatte. Die Costa Paradiso war für ihn kein Paradies, sondern eine einzige Bedrohung. So nahmen wir ihn bei uns im Rifugio in Santa Teresa auf, wo er nun auf ein neues Paradies wartet – auf ein artgerechtes Katzenzuhause.