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27.12.2021 - Jack - jeder Tag ein kostbares Stück vom Glück

Erinnern Sie sich noch an den Maremmano Jack? Vor knapp zwei Jahre konnten wir den armen herrenlosen Rüden zu uns ins Rifugio holen – zu diesem Zeitpunkt war er dem Tode näher als dem Leben, abgemagert, voller Angst vor Menschen und schwer von Krankheit gezeichnet. Tatsächlich wurde er positiv auf Hepatozoonose, Ehrlichiose, Babesiose und Anaplasmose und Leishmaniose getestet.

Allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz kämpfte sich Jack mit der fürsorglichen Unterstützung unserer Kolleginnen vor Ort langsam ins Leben zurück und wurde zu einem stattlichen, wunderschönen Hund, was beinahe einem Wunder gleichkommt. Das größte Wunder war jedoch, dass er trotz seiner unheilbaren Vorerkrankung eine eigene, liebevolle Familie fand, die ihn wenige Monate später zu sich nach Deutschland nahm und ihm seither jeden Tag aufs Neue zeigt, wie schön das Leben sein kann... aber lesen Sie selbst:

„Nun ist Jack seit über einem Jahr bei uns, und es wird Zeit, zurückzublicken und zu berichten. Es war ein Jahr mit vielen kleinen Schritten voran und manchmal auch zurück. Leider kann Jack nicht sprechen, und so können wir nur durch sein Verhalten und seine Körpersprache Rückschlüsse auf seine Gefühle ziehen. Er zeigt uns deutlich, dass er den Wechsel vom Rifugio zu uns gut geschafft hat. Wir haben in fest in unsere Herzen geschlossen und sind sehr stolz auf ihn – und dankbar, dass wir einen Hund wie Jack kennenlernen durften. Ich weiß nicht, ob er ein typischer Vertreter seiner Rasse ist, falls ja, sind es faszinierende Hunde.

Jack liebt seine Familie (Menschen und Hunde) sehr und er ist liebevoll, ruhig und gelassen. Von Fremden lässt er sich hingegen nicht anfassen, dafür genießt er das ausgiebige Kuscheln mit uns umso mehr. Wenn wir aufhören, ihn zu streicheln, werden wir fest angestupst und aufgefordert, weiterzumachen. Abends am liebsten stundenlang! Er ist ein richtiger HSH – ein Herden-Schmuse-Hund, welcher die Vorzüge von weichen Kissen und kuscheligen Körbchen im warmen Haus liebt. Jack benötigt keine Erziehung im herkömmlichen Sinne, er ist so, wie er ist, einfach perfekt und wundervoll. Wenn er etwas möchte oder ihm etwas zu lange dauert, meldet er sich mit kräftigem, lautstarkem Bellen.

Er bekommt zwei Mahlzeiten (Diätfutter) am Tag, das ein oder andere kleine Leckerchen, und zusätzlich viermal täglich etwas zu Trinken. Das Wasser habe ich geschmacklich ein wenig mit seinem Futter verfeinert, damit die beiden Hauptmahlzeiten nicht zu groß sind und er mehr Flüssigkeit aufnimmt. Als er sich im Frühjahr an der Pfote verletzt hatte, ließ er sich nicht behandeln. So musste die ganze Familie aufpassen, dass er nicht an der Wunde leckte. Ich habe zehn Tage neben ihm auf dem Fußboden im Erdgeschoss geschlafen. Er hat dann seinen Kopf vorsichtig auf mein Kopfkissen gelegt – ein ganz großer Vertrauensbeweis. Wir haben es gemeinsam geschafft, alles ist wunderbar verheilt. Meine Tochter sagt, dass ich Jack ganz schlimm verwöhnt habe, wie einen kleinen Prinzen.

Morgens, wenn meine Tochter mit Alba und Willy ins Büro kommen, freut sich Jack wie verrückt. Er folgt dann Willy auf Schritt und Tritt. Allerdings ist Willy so viel Nähe von einem so großen, weißen Eisbären nicht so ganz geheuer. Unsere Segugio-Maremmano-Hündin Greta und Jack mögen sich besonders gern: Wenn Greta jaulte, jaulte und bellte Jack mit. Mittlerweile beginnt Jack zu bellen und seine Mädels Greta, Alice und Alba jaulen um die Wette. Das ist ein Schauspiel – ein gemischter sardischer Hundechor! Außerdem liebt Jack seine tägliche Fellpflege. Dann steht Greta immer neben ihm und die beiden werden abwechselnd gebürstet. Jack beobachtet stets genau was ich mache, und ist immer in meiner Nähe. Im Büro kann er sogar tief und fest neben mir schlafen, dabei schnarcht er dann ganz leise.

Wenn man Jack sieht, kann man nicht glauben, dass er unheilbar krank ist. Die Tierärztin haben wir mittlerweile gewechselt. Sie kannte keine Maremmanen und konnte Jack nicht verstehen. Wir sind jetzt mit ihm in der Tierarztpraxis, in welcher alle unsere Hunde behandelt werden. Auch die zweite Blutabnahme für den zweiten Mittelmeercheck ist uns gut gelungen. Wir haben weitere große Blutbilder in einem anderen Labor machen lassen – die Werte sind seinem Krankheitsbild entsprechend sehr schlecht und die Tierärztin macht uns keine große Hoffnung auf Heilung oder Besserung. Bei Stress bekommt Jack Nasenbluten, daher vermeiden wir alles, was ihn aufregen könnte, und achten auf einen ruhigen und regelmäßigen Tagesablauf.

Jack erhält die bestmögliche Behandlung, trotzdem ist seine Lebenserwartung nicht sehr hoch, dessen sind wir uns bewusst. Deshalb machen wir das, was wir bisher gemacht haben: Jack verwöhnen, ihn lieben, und auf noch viele schöne Tage mit ihm hoffen.“

Sehen Sie hier ein kleines Video mit Jack: https://respektiere.com/jackvideo

Die Worte von Jacks großartiger Familie sprechen für sich... und wir sind unendlich froh und dankbar dafür, dass der liebe Kerl es so gut hat und jeder seiner Tage ein glücklicher ist. Mögen ihm und seinem Rudel noch  sehr viele solcher Tage beschert sein!!!