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12.09.2021 - Pocci, Ariel und Split - Liebe kennt kein Handicap

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Wer als Straßenkatze auf Sardinien aufwächst, dem werden weder Gesundheit noch Unversehrtheit in die Wiege gelegt. Unbehandelte Krankheiten, Unfälle oder auch Grausamkeit führen nicht selten dazu, dass Samtpfoten eine bleibende Behinderung davontragen – und so zu allem Überfluss viel geringere Chancen haben, jemals ein eigenes Zuhause zu finden. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, als uns eine liebe Adoptantin schrieb, die gleich drei Handicap-Katzen ein Heim schenkte, und diese Freude möchten wir gerne mit Ihnen teilen!

 

Pocci:

 

Pocci, der süße alte Straßenkater. Ich hatte mich auf den ersten Blick in ihn verliebt, konnte ihn aber zu dem Zeitpunkt nicht aufnehmen. Ich habe ihn mindestens ein halbes Jahr lang immer wieder auf der Website angeschaut. Als die häusliche Situation sich dann änderte, war sofort klar, dass ich ihn haben musste. Manchmal kann ich immer noch nicht glauben, dass ich ihn tatsächlich wirklich kennenlernen durfte. Er kam im Sommer 2015 bei uns an, war super verschmust und ein bisschen schmuddelig, weil er sich nicht so richtig putzte. Gleich zu Beginn, als wir ihn bekommen hatten und der Tierärztin vorstellten, schlug sie vor, ihm alle Zähne zu ziehen, weil das Maul doch sehr entzündet war. Wir haben auf ihren Rat gehört, die Zähne waren weg und Pocci ist aufgeblüht.

Er fing wieder an sich zu putzen und fühlte sich sichtbar wohl in seiner Haut. Er geht immer noch gerne draußen spazieren, bleibt allerdings meistens in der Nähe und kommt wenn man ihn ruft. Er liegt gerne auf der Terrasse in der Sonne. Wenn wir uns nach draußen setzen, wird für ihn automatisch auch ein Polster auf einen Stuhl gelegt. Er ist gerne dabei. Aufgrund eines chronischen (Katzen?-)Schnupfens schnorchelt er immer ein wenig beim Atmen. Aber in Kombination mit dem zerzausten Ohr und dem etwas verknautschen Gesicht (ich glaube er hatte einen Unfall,  bevor er zu respekTiere kam), ist das einfach nur charmant. Ich glaube ja, dass man sich bei seinem Geburtstag aufgrund seines damals schlechten Allgemeinzustands verschätzt hat, er wäre sonst jetzt 17, was für einen Straßenkater mit einem harten Leben dann vielleicht doch zu hoch gegriffen ist.

 

Ariel (vormals Guercino):

 

Ariel kam 2016 im Doppelpack mit Ceci zu uns, der leider viel zu früh starb, und ist unser süßer blinder Wuschel. Er kommt wirklich bestens mit seiner Behinderung zurecht. Vermutlich hat er in seinem Leben auch nicht lange gesehen, ehe der Katzenschnupfen zuschlug. Er bewegt sich völlig sicher im Haus und im Freigehege. Es ist auch kein Problem für ihn, den Kletterbaum bis unter die Zimmerdecke zu erklimmen. Interessanterweise kann er super rückwärts wieder hinunterklettern; ein Sprung von ganz oben aufs Sofa, wie Split das macht, wäre wohl doch etwas gewagt.

Wenn ich ihn auf dem Esstisch ertappe (Schlingel!!!) kann er aber prima auf den Boden springen. Nur manchmal, wenn er sich erschreckt und losrennt, hat er schon mal den Türrahmen getroffen. Aber normalerweise verträgt er es sogar sehr gut, wenn wir für viele Gäste mal das Wohnzimmer umräumen, Sofas verschieben etc. Er findet das tatsächlich interessant und bewegt sich lediglich etwas vorsichtiger durch den Raum, bis er wieder weiß, was los ist, lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen.

 

Split:

 

Split, der kleine taube Clown bereichert unser Rudel seit 2017. Es gibt ihn nur mit Vollgas oder so tiefenentspannt, dass er gar nichts mitbekommt. Ich nenne ihn liebevoll den „ADHS-Kater“. Außerdem kann Split seeeehr laut miauen, möglicherweise liegt das daran, dass er sich selbst nicht hört. Glücklicherweise hat er inzwischen einen guten Tag-Nacht-Rhythmus und schreit auch tagsüber nicht mehr so oft. Sein größtes Hobby ist es, Dinge von Tischen, Regalen etc. zu schubsen. Zerbrechliche Deko haben wir inzwischen auf die wenigen Regale beschränkt, die er nicht so oft besucht. Er macht das wirklich einfach zum Spaß. Zum Beispiel hatten wir eine Streichholzschachtel ganz oben auf dem Schrank liegen.

Split lief auf dem Boden herum und sah die Schachtel oben an der Kante. Daraufhin sprang er auf den Schrank, warf die Schachtel herunter und ging dann wieder seiner Wege. Er nutzt unheimlich gerne das Außengehege, das wir für die ihn und Ariel gebaut haben. Und er hat beim besten Willen kein Verständnis dafür, dass Pocci ganz in Freiheit spazieren gehen darf und er nicht. Für ihn könnte die Welt gar nicht groß genug sein. Da er aber damals mit einem „Totalschaden“ von respekTiere zu uns kam und wirklich aufwendig operiert werden musste, ist ungesicherter Freigang definitiv zu gefährlich. Danke noch einmal an den Verein für die großartige Unterstützung und Begleitung in dieser Zeit!

Alle drei Kater sind extrem menschenbezogen und anhänglich. Sie schlafen gerne bei uns im Bett und wir genießen das wirklich. Wir würden Sie nie wieder hergeben. Tatsächlich sind wir es, die das große Los mit diesen Tieren gezogen haben und nicht umgekehrt!

P.S.: Gerade haben die drei einen neuen Spielkameraden bekommen: Jolly, ein Bretonen-Mix-Welpe, gehört ab sofort zur Familie.

 

Wir sind sehr froh darüber, dass die drei Kater ein so tolles Zuhause bei unglaublich fürsorglichen und liebevollen Menschen gefunden haben. Und wir wünschen Pocci, Ariel und Split, dass sie noch viele glückliche Jahre mit ihrer Familie erleben werden!