| Ida |
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Am 07.10.2009 hatte Alida das große Glück und durfte in ihre neue Familie nach Wuppertal ziehen. Heute erreichten uns leider traurige Nachrichten, wir müssen uns von einer wunderbaren Schäferhündin (Mischling) verabschieden: Ida ist am 18.06.2021 über die Regenbogenbrücke gegangen, ihre Familie musste sie leider erlösen.
Ciao, süße Maus, komm gut über die Regenbogenbrücke….
Hier zur Erinnerung die ganze Geschichte von Alida:
Alida… wer ihren Blick einfängt, spürt Wärme, aber auch Unsicherheit.
Es wurde vor fast 16 Monaten versucht, diese Schönheit einzufangen, da dort, wo sie und ihre Geschwister geboren wurden, große Gefahr für sie bestand. Alida ist offensichtlich leider von 6 Geschwistern die einzige Überlebende. Man hat ihre Schwester Stella leider länger nicht mehr gesehen. Die italienischen Kollegen blieben trotz einiger Fehlversuche hartnäckig bei Alida und schließlich gelang es mittels Betäubungsgewehr. Sicher ist hier auch ein Teil ihrer Unsicherheit begründet. Das Gefühl ,festgehalten zu werden, auch an der Hundeleine, bereitet ihr Stress. Mülltonnen und weinende Kinder haben sie anfangs aus der Fassung gebracht. Inzwischen kann sie lockerer damit umgehen, wenngleich es noch etwas dauern wird, bis es für sie normaler Alltag wird. Beim Anlegen des Geschirrs friert sie regelrecht ein und scheint zu denken: macht, was ihr machen müsst. Inzwischen zeigt sie sich jedoch bei ihrer Pflegefamilie schon etwas entspannter. Besucher sind ihr schon lange nicht mehr suspekt und wenn sie 3-4 mal da waren, ist sie bereit auch intensiv um ein Leckerchen zu bettteln und deutliche Annäherungsversuche zu starten. Wichtig ist aber, dass sie die Initiative ergreift, andernfalls denkt sie an Flucht. Alida genießt die Zeiten in ihrer Pflegefamilie, wenn alles ruhig ist und sie sich fallen lassen kann. Dann kann sie sogar vollkommen abschalten. Fremde Hunde, denen man beim Spaziergang begegnet, machen sie zunächst sehr unsicher, wenngleich sie auch interessiert ist. Sie ist beim Hundetreff in der Regel nicht abgeleint und hält den Kontakt zur Familie im Normbereich. Wenn man sie ruft, kommt sie und holt sich ein Leckerchen ab. Sie spielt sehr gerne ausgiebig und intensiv. Für ein Leckerchen nach ihrem Geschmack macht sie auch schon "Sitz", sofern sie nicht das Gefühl hat, man möchte sie anleinen. Dann verzichtet sie lieber. Oft fehlt ihr auch nur einfach der Mut, sie beschwichtigt viel. Manchmal jammert sie dann, weil sie eigentlich kommen möchte, aber nicht über ihren Schatten springen kann. Man gewinnt schnell den Eindruck, dass man sie auf dieser Schiene versucht hat einzufangen. Alida ist eine unsichere Hündin, bei der man noch viel Zeit, Liebe und Geduld haben muß. Wir sind nahezu sicher, dass sie sich dann zu einer Traumhündin entwickelt. Sie hat zu keiner Zeit jemals einen Menschen angeknurrt oder angefletscht. Dennoch:, wegen des Stresses, wünschen wir uns eine Familie mit Kindern, die schon älter sind, um hier das nötige Verständnis aufbringen zu können. Ein junger, sehr souveräner Zweithund wäre sicher für ihre Entwicklung von Vorteil. Allerdings muß er wirklich jung sein, um somit Spaß an intensiven Tobe- und Spielphasen zu haben. Ein mittelalter bis alter Hund wäre hier eindeutig überfordert. Alida kann in Hundegesellschaft bis zu max. 4 Stunden alleine bleiben. Wichtig ist ein großer, eingezäunter Garten. Alida liebt es, sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Sie ist gerne draußen, schaut aber immer mal wieder nach ihren Menschen. Inzwischen ist sie ein wachsames Mädchen geworden, aber keinesfalls ein Kläfferin. Alida wurde sehr viel aus der Hand gefüttert, um Vertrauen aufzubauen. Sie ist auf einem guten Weg sich zu einem Traumhund zu entwickeln, zu ihrem Glück fehlt ihr aber noch eine Familie, die den ganzen Tag für sie da ist oder ggf. von Zuhause aus arbeitet. |





