Trevor

 

Trevor – wir mussten Dich gehen lassen

Unser Trevor musste 4 Jahre in einem Canile in einer Box leben, wo er sich nicht bewegen konnte. 2016, im Alter von 7 Jahren,  nahm er die erste Hürde und wurde von einer Tierschützerin aus seiner lebensunwürdigen Lage befreit. Trevor war stark übergewichtig und im fehlte jegliche Muskulatur, auch nur wenige Schritte zu laufen fiel ihm mit seinen drei Beinen unsagbar schwer.

Anfang 2016 hatte Trevor dann das große Glück, in Deutschland eine Pflegefamilie zu finden. Von da an ging es mit unserem Trevor bergauf, er verlor an Gewicht und lernte langsam wieder laufen. Um mehr von der Welt zu sehen und gemeinsam mit seinem Rudel unterwegs sein können, bekam Trevor einen Buggy. Auch wenn er die Spaziergänge im Rudel nicht aus eigener Kraft schaffte, so war er damit doch immer dabei. Trevor war begeistert von seinem Buggy. Er war angekommen in seinem neuen Leben, ein Leben in Geborgenheit und eine Pflegefamilie, die ihm viel Liebe schenkte.

Im Herbst letzten Jahres kam dann die niederschmetternde Diagnose, unser Trevor hat einen Lungentumor. Wir waren alle erschüttert. Der Tierarzt gab die vorsichtige Prognose: vielleicht noch ein halbes Jahr… Die Pflegefamilie hat sich die letzten Monate ganz besonders um Trevor gekümmert, auch das ein oder andere Leckerchen bekam er nun zusätzlich. Er liebte diese extra Portionen an leckeren Knabbereien und für die Zeit, die ihm noch blieb, war das Gewicht nicht mehr so entscheidend.

Aber dann kam nun doch der Tag, an dem es Trevor sehr schlecht ging. Es war nicht der Husten, der ihm zu schaffen machte sondern er wurde ganz schwach. Er bekam plötzlich Durchfall und konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten. Auch nach einer Woche kam seine Kraft nicht mehr zurück, er konnte sich noch immer nicht auf den Beinen halten.

Kein anderer kannte Trevor so gut wie seine Pflegefamilie und er hat ihr klar zu verstehen gegeben, dass er keine Kraft mehr hat um weiterzuleben. Trevor hat im Kreise seiner Familie und seinem vierbeinigen Rudel die letzte Reise angetreten.

 

Folgende Zeilen erhielten wir von der Pflegefamilie:

Liebes Trevorchen.
Ich weiß es noch wie heute, als wir dich vor 5Jahren am Flughafen abholten, wie deine großen Augen aus der Flugbox guckten.
Zu Hause angekommen holten wir dich aus der Box.
Ein Dreibeinichen, viel zu dick und konntest kaum laufen.
Schon am nächsten Tag wollten wir mit dir spazieren gehen aber da du ja kaum laufen konntest wollten wir dich mit dem Buggy bis ins Feld fahren.
Du wehrtest dich, war der Buggy doch wie die Flugbox.
Doch schon 2 Tage später sprangst du von alleine fröhlich hinein.
Wir übten viel und im Laufe der Zeit konntest du dich auf kurzen Strecken ganz gut fortbewegen und hast stolze 7kg abgenommen.
Geduldig gingst du aufs Unterwasserlaufband oder an den See schwimmen.
Aber dein Highlight war es mit deinem Buggy spazieren zu fahren.
Wir haben die Jahre so viel erlebt, du warst in den Bergen, in Sachsen oder am Meer.
Aus Trevor, was wie ich fand so hart klingt, würde Trevorchen.
Du warst eine Seele von Hund, so geduldig wie ich es noch bei keinem anderen erlebt habe.
Zu schön war es wenn du Streicheleinheiten wolltest, dich auf deine Hinterfüße setztest und mir deine Pfote reichst.
Im letzten Jahr dann musstest du viel mitmachen. Dein ganzes Rudel ist ins Regenbogenland gegangen, erst die alte Oma Lara, dann der kranke Ciccio und dann schließlich Franco.
Es kamen neue Hunde und du hast jeden sogleich akzeptiert.
Im November dann bekamst du Husten, da dein Herz eh sehr geschädigt war dachte ich die Herzmedikamente müssten angepasst werden.
Beim Tierarzt dann der Schock.
Im Röntgenbild ein Lungentumor.
Man gab dir noch ein halbes Jahr.
Wir versuchten Cortison gegen den Husten was du erst nicht vertrugst und wir wechselten auf ein anderes.
Von dem Tag der Diagnose an haben wir uns auch geschworen dich zu verwöhnen, deine Diät war beendet.
Jeden Abend bekamst du nun was leckeres.
Du liebtest Essen.
Dein Platz war ein Körbchen direkt vor der Futterkammer.
Im Mai sollten wir nochmal ans Meer und es ging dir bis auf den Husten gut.
Leider kam Corona und der Urlaub wurde auf den 8. August geschoben.
Wir wussten du bist ein Kämpfer und wir hätten dich so gerne mit gehabt.
Leider hast du die letzten Juliwochen körperlich abgebaut.
Du hattest keine Kraft mehr, wir trugen dich viel.
Als wir dich am Montag den 27.7. zum Pipi machen raus trugen, du nicht Mal mehr die Kraft hattest im stehen Pipi zu machen mussten wir diese fürchterliche Entscheidung treffen.
Mein Tierarzt sagte direkt zu am nächsten Tag zu uns nach Hause zu kommen.
Wir machten an dem Dienstag nochmal eine große Runde mit deinem Buggy, abends dann bist du friedlich auf deinem Platz vor der Futterkammer in unseren Armen eingeschlafen.
Trevorchen, deine Sanftmut, Geduldigkeit, Gutmütigkeit, wir vermissen dich so schrecklich.
Wir fahren jetzt bald ans Meer, Körperlich bist du nicht mit aber wir nehmen dich tief in unserm Herzen mit.
Mach's gut mein Trevorchen, und grüß mir dein Rudel.
Deine Sandra und Jan

Wir danken der Pflegefamilie vom Herzen, dass sie Trevor die letzten Jahre ein wundervolles Leben geschenkt hat und er all das kennenlernen durfte, was ein Hundeleben lebenswert macht.

R.I.P. alter Junge, wir werden dich vermissen und immer in unserem Herzen tragen.

Dein respekTiere-Team


Lesen Sie hier die ganze Geschichte von Trevor.