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03.08.2020 - Sandokan - ein Notfall auf Sardinien aus 2008

Vor 12 Jahren wurde Sandokan von uns auf Sardinien aufgenommen, mehr tot als lebendig. Wir haben nicht aufgegeben, haben gehofft und gebangt, mit ihm um sein Leben gekämpft und ihm alle möglichen Behandlungen zukommen lassen.

Wir wissen nie, ob wir den Kampf gewinnen … Sandokan hat es geschafft und nun, fast 12 Jahre später, möchten wir noch einmal von ihm berichten.

Lesen Sie hier die Zeilen, die wir von Sandokans Frauchen erhalten haben:

Als ich im Oktober 2008 auf die Homepage unserer sardischen Tierschutzkollegen sah, habe ich Bilder gesehen die mich nicht mehr losgelassen haben. Ich habe vor meinem PC gesessen und diesem armen Kerl versprochen, dass er wieder gesund werden wird...

Unsere Tierschutzkollegen fanden den roten Kater, Sandokan, der bis dahin friedlich in einer Katzenkolonie lebte, von einer Harpune durchschossen vor. Das Geschoss trat an seiner linken Schulter ein und kam auf der rechten Körperseite zwischen den Rippen wieder heraus.

Nachdem er die erste OP auf Sardinien gut überstanden hatte und von dem Tierarzt für flugtauglich befunden wurde, kam Sandokan im November nach Deutschland.

Nach zweiwöchigem stationären Aufenthalt in der Klinik durfte er endlich zu uns. Sein Körper war natürlich noch schwach und die Medikamente schwächten zudem noch sein Abwehrsystem. So bekam er sein eigenes Zimmer eingerichtet, damit er in Ruhe genesen konnte.

 

Sandokan lernte, dass man seine Pflegeeltern nicht anfauchen musste wenn sie das Zimmer betraten und ließ sich bald die lange Wartezeit durch schmusen und sachtes Spielen versüßen. Unser Rottiger hat langsam wieder Vertrauen zu seinen Menschen gewonnen.

Zwischen Weihnachten und Neujahr kam dann sein großer Tag! Er durfte seine neuen Freunde, zwei italienischen Katzen - Lizzy und Molly - und die Hündin Nelly begrüßen. Bei Nelly, die ebenfalls von unseren Tierschutzkollegen aus Sardinien kommt, war er anfangs noch sehr skeptisch. Vermutlich hielt er sie für ein großes, weißes, wildes Monster, aber schnell wurde ihm klar, dass keine Gefahr bestand und die beiden wurden tolle Spielkameraden.

Sandokan verstand es, die vorhanden Katzendamen des Hauses, unseren Hündin Nelly und auch uns mit seinem unwiderstehlichen Charme schnell um seine Pfote zu wickeln. So entschlossen wir uns, dass wir diesen charmanten, geschwätzigen Kerl nicht mehr hergeben wollten. Sondokan durfte bleiben!

Sandokan erzählt für sein Leben gerne, vor Allem, wenn er meint er brauche was zu fressen oder es müsse ihm eine Tür geöffnet werden. Manchmal erzählt er vielleicht auch von der grausamen Geschichte, die er erlebt hat, sein Körper jedoch gibt keinerlei Hinweise mehr auf das schreckliche Geschehen. Er klettert auf Bäume, Zäune und Mauern und liebt es zu schmusen und auf einem kuscheligen Plätzchen zu dösen. Er ist ein glücklicher und hübscher Kater geworden, der sein Leben in vollen Zügen genießt und uns damit zeigt, dass es sich immer lohnt Mut zu beweisen und sich auch für scheinbar hoffnungslose Fälle einzusetzen.

Inzwischen sind viele Jahre ins Land gezogen. Sandokan ist nach wie vor ein Lebemann. Leider musste wir ihm vor vier Jahren ein Auge entfernen lassen, da er hier ein Glaukom bekommen hat. Aber unser kleiner Tiger lässt sich davon nicht die Lust am Leben nehmen. Auch mit einem Auge ist kein Vogel, keine Kröte oder Maus vor ihm sicher.

Seine drei Mädels hat er treu auf ihren letzten Reisen bis zu Regenbogenbrücke begleitet und anschließend um sie getrauert, aber er ist ein Stehaufmännchen. Er macht nicht nur uns, sonder auch der Nachbarschaft viel Freude, er ist bekannt wie ein „bunter Hund“. :-)

Geschätzt ist er nun 15 Jahre und wir hoffen, dass er uns noch lange lautstark erzählt was er auf seinen Streifzügen durch sein Revier erlebt oder er uns bittet, dass wir ihn schnell abtrocknen sollen, wenn er in den Regen gekommen ist.

 

Wir sagen DANKE an unsere sardischen Kollegen für die Fürsorge auf Sardinien, dass sie unseren Freund nicht aufgegeben haben und ihn am Leben erhalten haben und ihm somit dieses neue Leben ermöglicht haben.

Ulrike Stockdreher

Es macht uns zutiefst glücklich zu sehen, wie gut es Sandokan geht und was für ein wundervolles Leben der kleine Tiger noch heute, 12 Jahre später, führt. Geschichten wie diese geben uns die Kraft, immer weiter um jedes einzelne Tier zu kämpfen, nicht aufzugeben und alles zu tun, um das Leben eines Tieres zu retten.

Ohne Ihre Hilfe könnten diese Geschichten nicht geschrieben werden. Wir danken Ihnen, dass Sie uns immer wieder unterstützen und helfen, Leben zu retten.