Ciao Lara

20.09.2019 - Mach es gut Oma Lara

Unsere Oma Lara ist ganz plötzlich über die Regenbogenbrücke gegangen.

Liebe Oma Lara,

nach 9 Jahren an der Kette sollte es auch mit deinem neuen Zuhause in Deutschland nicht klappen. Du hattest Hüftprobleme und im Haus Deiner Adoptantin viele Stufen zu bewältigen. So kamst du vor fast 5 Jahren zu uns.

Du hast dich sofort in meinen Freund Jan verliebt, ihr wart ein Herz und eine Seele. Du folgtest ihm auf Schritt und tritt. Schnell war klar, dass wir dich nur ungerne wieder gehen lassen möchten, nach allem was du erlebt hattest.

Wir waren respekTiere sehr dankbar, dass du als Dauerpflegehund bei uns bleiben konntest. Ein Dank geht an all deine Paten, die dies ermöglich haben.

Lesen Sie hier Ihre ganze Geschichte: https://respektiere.com/lara

Liebe Lara,

mit deiner gemütlichen Art und deinem vielen Fell nannten wir dich liebevoll Brumsel. Dein Element war das Wasser, wann und wo immer du konntest gingst du baden und plantschen. Ganz toll fandest du es, wenn noch ein Bällchen dabei war.

Als vor einigen Monaten Hühner bei uns einzogen, wolltest Du sie mit deinem Jagdtrieb auch im hohen Alter noch jagen.

Doch du warst lernfähig und schlau, bald hattest du begriffen, dass die Hühner dazu gehörten. Wir konnten den Sicherheitszaun, welchen wir zuvor aufgebaut hatten, wieder abreißen. Du gingst an den Hühnern vorbei als wäre es das normalste auf der Welt.

Vor 2 Monaten waren wir in den Niederlanden am Meer. Du hast es sehr genossen. Überhaupt warst du immer fit mit deinen 14,5 Jahren. Du hattest immer noch lange Spaziergänge mitgemacht, gerne gebuddelt und nur selten gab es Tage, an denen du dich unterwegs hingesetzt hattest und wir den Spaziergang abbrachen.

Am Sonntag den 11.08.2019 kamen Freunde mit ihren sardischen Hunden und wir gingen eine große Runde spazieren. Du warst super drauf, hast noch im Feld nach Mäusen gebuddelt. Als wir wieder zu Hause waren gab es dein geliebtes Nassfutter als Abendessen.

Dir ging es gut, du hast als Nachtisch noch genüsslich ein Rinderohr gekaut. Abends war Jan draußen im Garten, du wolltest mal raus nach ihm schauen. Ganz plötzlich bist du einfach zusammengebrochen. Wir dachten erst du wärst ausgerutscht doch als du nicht mehr hoch kamst haben wir dich sofort eingepackt und sind in die Tierklink nach Aachen gefahren.

In der Klinik war die Hölle los doch als sie sahen wie Jan dich auf dem Arm hatte, konnten wir direkt durch gehen. Du wurdest geröntgt und der Befund war niederschmetternd. Deine Milz war 3-mal so groß wie normal, in der Lunge etwas geplatzt, sie war kollabiert.

Wir haben so schrecklich geweint, es hat doch nichts darauf hin gewiesen, dass du krank bist. Für uns war aber auch klar, dass wir dich unter keinen Umständen leiden lassen möchten. So bist du in Jans und meinen Armen ganz ruhig eingeschlafen.

Wir haben dich dann die Nacht über im Wohnzimmer auf dein Körbchen gelegt, damit sich das Rudel von dir verabschieden kann. Milo, unser neuer Hund, hat so schrecklich getrauert. Für ihn warst du der Mentor, hast ihm viel seiner Unsicherheit genommen und ihm die Welt gezeigt.

Überhaupt warst du für so viele (ängstliche) Pflegehunde hier der Fels in der Brandung. Milo hat die halbe Nacht erbrochen, da sag mal einer, dass Tiere keine Gefühle haben. Wir haben dich neben dem Lorbeerbusch, bei dem du immer Bällchen und Kauknochen versteckt hast, beerdigt. Milo hast du damit ein Erbe hinterlassen. Fast jeden Abend buddelt er ein Vermächtnis von dir aus.

Oma Lara, du fehlst so schrecklich, wir vermissen dich wahnsinnig. Du bist jetzt ein Engel und wir werden dich für immer in unseren Herzen behalten. Am Tag nach deinem Tod war ein wunderschöner Regenbogen über unserem Garten. Wir sind uns sicher, den hattest du uns geschickt.

Wir sind dankbar für fünf tolle Jahre mit dir liebe Omi!