Pippa (Perlina)

Gestern mussten wir unsere Pippa, die ich 2012 adoptiert hatte, gehen lassen.

Sie war die Größte, trotz ihrer gut 20 cm Schulerhöhe. Sie hatte selbst die größten Hunde fest im Griff, war dabei sehr souverän und im letzten Jahr eine Kämpferin, vor der ich mich nur verneigen kann.

Niemals werde ich vergessen, als wir sie in Düsseldorf am Flughafen abholten, dass sie gereist war mit einem himmelblauen Geschirr, an dem weiße Engelsflügel angenäht waren. Dies hatte man ihr im Tierheim in Olbia angezogen. Das war so das erste Bild, dass ich vor Augen hatte, als sie in meinen Armen eingeschlafen ist, denn ein Engel war sie wirklich, niemals gab es in den sieben Jahren mit ihr irgendwelchen Stress, sie war von der ersten Stunde an hier angekommen und zuhause.
 
Vor einem Jahr und sechs Tagen, wurde bei ihr ein massiver Krebsbefall der Nase und der Nebenhöhlen festgestellt und niemand hätte für möglich gehalten, dass sie es noch so lange schafft, bei uns zu bleiben. Es gab Hochs und Tiefs, Medikamente und eine Menge Nahrungsergänzungen, da sie aber nichts lieber tat als essen, war das nie ein Problem. Mehrere Termine, sie einzuschläfern, wenn es ihr wieder sehr schlecht ging, habe ich dann doch verschoben, weil sie sich immer wieder berappelt hat und so eine enorme Lebensfreude zeigte. Selbst eine sehr schwere Darminfektion vor vier Monaten hat sie überlebt und sich wieder ganz erholt. Nun war es aber soweit, dass sie nichts mehr essen wollte, ich konnte ihr keine Medikamente mehr geben und ihr Augenausdruck bat eigentlich nur noch um Hilfe.

So sind wir dann gestern Abend den schweren Weg gegangen, und sie ist in meinen Armen schnell und friedlich eingeschlafen. Eben haben wir sie im Garten begraben und ihr Schnaufen und Röcheln fehlt so sehr. Trotzdem wünsche ich ihr, dass sie dort, wo sie nun ist, wieder frei und glücklich atmen kann.

In meinem Herzen lebst du weiter, kleiner Schatz.



HIER ist das Happy End von Pippa vom 08.02.2012 und ihre Vorgeschichte nachzulesen.