Milo (12.06.2019)

 
Milo hat so lange auf sein Ticket gewartet, doch dann hat er auch die Herzen im Sturm erobert, so dass seine Pflegestelle ihn nicht mehr gehen lassen konnte und uns diese Worte schreibt: 

Mein Freund Jan und ich haben ja schon einige Pflegehunde vermittelt.  Wenn dann wieder Platz wurde, war es immer das Gleiche: ich guckte welcher passen könnte und sprach mit dem Verein. Diesmal war es anders: Jan durfte sich das erste Mal einen Hund aussuchen.
Die Wahl fiel auf Milo, der schon seit Welpenalter bei einer sardischen Kollegin wartete.

Ich fragte Martina Peters, ob er was für uns wäre und schnell wurde besprochen, ja es passt.

Milo musste einen Transport länger warten, da uns ein Notpflegehund dazwischen kam, den wir aber schnell vermitteln konnten.

Am 04.05.2019 war es dann soweit und wir holten Milo am Transport ab. Er wollte gar nicht aussteigen, ihm war das alles unheimlich. Aber zu Hause bei uns angekommen, kam er sofort aus seiner Box und war vom ersten Moment an in unser Rudel integriert. Besonders mit unserer alten Oma Lara schloss er sofort Freundschaft. Sie lagen zusammen im Körbchen und Milo wich Lara beim Spaziergang nicht von der Seite.

Kurze Zeit später gab es ein Pärchen, das Interesse an Milo hatte. Ich hatte einen Fotografentermin für die Vermittlungsseite von Milo und da die Interessenten nicht weit weg wohnten, verabredeten wir uns dabei. Als ich das Jan erzählte schossen ihm Tränen in die Augen.

Ich dachte an Oma Lara, wie traurig sie wohl wieder sein wird, wenn ihr neuer Freund auszieht.

Also redeten Jan und ich. Können wir wirklich einen 5. Hund auf Dauer halten?

Klar ist, dann sind wir erst mal keine Pflegestelle mehr.

Und kurz darauf schrieb ich den Interessenten: ‚Ihr könnt Milo gerne kennenlernen, aber ich glaube jetzt ist es zu spät. Wir werden ihn behalten.‘

So werden jetzt aus den Vermittlungsfotos  Happyend-Fotos.

Wir können zwar erst mal keinen Hund mehr in Pflege nehmen, aber sind auf der anderen Seite auch froh, jetzt ein festes Rudel zu haben.

Milo passt so toll zu uns.

Er ist ein gemütlicher Spaziergänger, was super zu unserem, größtenteils behinderten, Rudel passt.

Milo hat auch ein tolles eigenes Körbchen, was er am 2. Tag zu seinem machte.

Wir möchten den großen Eisbären nicht mehr missen 😊

Danke mal wieder an respekTiere für diesen tollen Hund.

Und so fing alles an:
 
Milo – wann gibt es endlich sein Ticket nach Deutschland?

Die fünf hübschen Geschwister Macchia, Mango, Menta, Milo und Mirto wurden bei einem Schäfer geboren, wie viele ihrer Geschwister zuvor, die leider nicht so viel Glück wie diese Fünf hatten. Durch unsere langjährige Aufklärungsarbeit konnten wir die Welpen übernehmen und im Gegenzug nun endlich die Mutterhündin kastrieren. Nur so können wir das Töten von ungewollten Welpen verhindern, was leider immer noch weit verbreitet ist.

Der hübsche Milo hat sich inzwischen unglaublich positiv entwickelt. Seine anfängliche Schüchternheit und Ängstlichkeit hat er abgelegt. Von Zurückhaltung kaum noch eine Spur. Milo hat Vertrauen gefasst und genießt den Kontakt zu Menschen und Artgenossen. Er ist ein fröhlicher, aktiver Junghund geworden, der dringend einen festen Platz in einem stabilen Zuhause braucht.

Seine Wachstums-Gelenkschmerzen haben sich zwischenzeitlich gelegt und so zeigt er sich nun gesund und munter, zu allen Schandtaten bereit. Sein rechtes Auge ist vermutlich in der Sehkraft eingeschränkt. Hier hat der arme Kerl Erfahrungen mit einer Granne gemacht. Alles ist aber mittlerweile gut verheilt…