Franco

09.10.2017 - Franco - Du musst kämpfen!

Ende 2011 kamen die Brüder Franco und Chiccio als junge Angsthunde nach Deutschland. Sie waren zwar auf verschiedenen Pflegestellen, doch da diese nicht weit auseinander lagen besuchten sich die Brüder oft. Schnell stellte sich heraus, dass die beiden eine enge Bindung haben und so adoptierte Francos Pflegestelle beide, damit sie nie wieder getrennt leben müssen. Inzwischen sind aus den damaligen Angsthunden richtige Traumhunde geworden.

Chiccio leidet leider an einer seltenen Begleiterkrankung der Leishmaniose. Er hat eine starke Poliarthritis und kann immer nur kurze Strecken laufen. Franco war hingegen war bisher immer der fitte und gesunde der beiden Brüder doch nun hat ihn das Schicksal hart getroffen.

Im Februar wurde ein Kreuzbandriss im linken Knie festgestellt und auch operiert. Leider konnte die OP nicht wie geplant stattfinden, da sich bei der OP herausstellte, dass der Unterschenkelknochen weich wie Butte und total porös ist. Ein Annähen des Kreuzbandes oder eines Kunstbandes hätte keinen Sinn gemacht, da es wieder abgerissen wäre. Also wurde eine Probe des Knochens entnommen und es stellte sich eine starke Ostemyelitis heraus, welche mit 3 Monaten Antibiotika behandelt wurde.

Da Franco aber das Knie schlechter belastet als vor der OP wurde er nun nochmal einem Spezialisten vorgestellt und es wurden neue Röntgenbilder gemacht.

Und dieser Befund ist leider niederschmetternd, denn der Knochen hat sich weiter aufgelöst. Nun liegt die Vermutung nahe, dass es sich nicht (nur) um 0steomyelitis handelt, sondern dass ein Tumor den Knochen zerfrisst.

Um eine genauere Diagnose zu bekommen wird jetzt ein CT und eine Knochenstanze durchgeführt. Dies und die Folgeuntersuchung und Behandlung wird enorme Kosten verursachen, weshalb wir Sie heute um Unterstützung bitten möchten, Franco und Chiccio sind eine solche Einheit und lieben sich so sehr.

 

Aktualisierung 16.04.2018:

Franco - Kein Osteosarcom aber sein Bein ist noch nicht gerettet!

 

Franco war zwischenzeitlich in der Tierklinik und ein CT sowie eine Biopsie vom Knochen und diverse Röntgenbilder wurden durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde ein Knochenfragment entfernt, welches mit dem gerissenen Kreuzband lose im Knie hing.

Nach dem CT war klar, der Knochen des linken Knies ist sehr aufgeweicht. Eine evtl. Leishmaniose im Bein kam auch noch infrage, weshalb dies noch einmal mit untersucht wurde. Nach 2 langen Wochen Warten auf das Biopsieergebins stand dann aber fest, dass es sich weder um ein Osteosarkom noch um Leishmaniose handelt, sondern um eine wirklich stark ausgeprägte Osteomyelitis.

Woher er das hat, darüber sind alle Tierärzte und auch wir ratlos. Leider konnten in der Mikrobiologie keine spezifischen Keime festgestellt werden, so dass man hier nicht gezielt behandeln kann. Auf 'Gut Glück' wurde wieder ein Breitbandantibiotikum gegeben.

3 Monate nach der Biopsie wurde das Knie erneut geröntgt und es zeigt sich eine minimalste Verbesserung der Knochenstruktur, leider aber noch nicht gut genug, um das gerissene Kreuzband wieder zu fixieren.

Franco kann nur noch im Schritt laufen und hinkt mit diesem Beinchen stark. Mitte 2018 wird nun erneut geröntgt und geschaut, ob sich die Osteomyelits weiter zurückgebildet hat oder wieder vorschreitet. Die Prognose für Franco bleibt leider ungewiss.

Franco bekommt Schmerzmittel und kommt einigermaßen mit seiner Behinderung zurecht. Er war allerdings immer ein sehr lauffreudiger Hund und man merkt ihm schon stark an, dass ihm die Bewegungsfreudigkeit von früher sehr fehlt.

Früher ist er lange Wanderungen voller Freude mitgelaufen doch heute beschränken sich seine Spaziergänge auf kurze, kleine Gassirunden und zeitweise, wenn er nicht mehr kann nutzt er sogar den Buggy.

Es bleibt also weiter abzuwarten wie sich die Knochenstruktur noch entwickeln wird.

Wir drücken die Daumen und können nur das Beste hoffen für Franco.

 

Aktualisierung 26.06.2018:

Franco - leider konnten wir dein Bein nicht retten, aber du wirst leben

 

Seit fast 1,5 Jahren kämpften wir um den Erhalt des linken Hinterbeinchens von Franco. Der Kampf ist nun verloren. Franco schrie plötzlich bei jeder Bewegung und trat gar nicht mehr auf.

Die Knochenstruktur hat sich nun so sehr verschlechtert, dass er einen Ermüdungsbruch, eine sogenannte pathologische Fraktur im Knie erlitt. Seine Schmerzen waren riesig.

Eine Aussicht auf Heilung gab es nicht, so dass nur noch die Amputation des Beines blieb um ihm die Schmerzen zu nehmen.

Die ersten 2 Tage nach der Amputation lief alles gut. Er hat die Narkose gut überstanden und lief auch schon auf 3 Beinen zum Pipi machen. Dann der Schock: Plötzlich schwoll sein linkes vorderes Ellenbogengelenk massiv an und er konnte gar nicht mehr aufstehen. Im Röntgenbild zeigte sich hier auch eine Veränderung durch Arthrose.

Durch die Mehrbelastung war die Arthrose nun aktiviert. Er bekam eine Cortisontherapie und eine Stützorthese für das Gelenk.

Jetzt konnten wir noch hoffen und abwarten. Unterstützend wurde er mit Traumeelsalbe und Tabletten behandelt. Glücklicherweise hat das Cortison gut angeschlagen und inzwischen ist er wieder gut mobil auf 3 Beinen und weitestgehend schmerzfrei.

Vom Schmerzverhalten her ist es kein Vergleich zu vor der Amputation. Natürlich muss er noch ein wenig Muskeln aufbauen und die Koordination auf 3 Beinen lernen. Hierzu bekommt er Schwimmtherapie.

Sehen Sie hier ein aktuelles Video mit Franco: Franco 31.05.2018

Das Unterwasserlaufband versetzt ihn leider in Panik so dass Franco nun oft an einen See fährt und hier mit Schwimmwste schwimmen kann.

Wir danken allen für die Unterstützung und wünschen Franco noch ein langes und glückliches Leben zusammen mit seinem geliebten Bruder Chiccio.

Herzlichen Dank in Namen von Franco!