Dante
Darf ich mich vorstellen, ich bin Dante, ein kleiner Italiener, der glücklicherweise nach Deutschland gefunden hat. Leider stellte sich heraus, dass ich FIV positiv bin, was für meine Vermittlung natürlich nicht sehr förderlich war. Zunächst wurde ich von 2 ganz lieben Menschen in einer Pflegestelle aufgenommen. Nach einigen Monate hatten ich dann das Glück endlich in eine neue Familie ziehen zu dürfen. Meine Reise verschlug mich Anfang Oktober nach Münster.

Hier sollte ich dann mein neues Frauchen und meine neuen Spielkameraden kennenlernen. In Münster angekommen habe ich erstmal alles unter die Lupe genommen, meine neuen Frauchen kannte ich ja schon, da sie mich vor der Adoption bereits besucht hatten. Die Wohnung gefiel mir ganz gut, es gab schließlich viel zu entdecken - aber diese anderen Katzen, eine zickiger als die andere, das sag ich euch!

Peanut, ich glaube das ist wohl die Chefin in der Bude hat es mir wirklich nicht leicht gemacht, sie hat gefaucht gehauen und war einfach mies drauf seit ich da war. Zum Glück war der Jimmy eigentlich ein ganz netter und hat mich in Ruhe gelassen. Naja und der Lucky, der hatte Angst vor mir - obwohl ich doch so ein Netter bin!

Da ich von Grund auf ein super lieber Kerl bin habe ich nie zurück gefaucht, gehauen oder gebissen. Ich bin eben ein Gentleman durch und durch! Ich glaube, dadurch kam es auch das die kleine Zicke (ich spreche von Peanut) mir sehr schnell zu Füßen lag. Von nun an gab es nur noch eines: stundenlanges mit ihr durch die Bude rennen, gegenseitiges putzen und gemütliches nebeneinander schlafen. Ja man kann durchaus sagen wir zwei waren ein Herz und eine Seele - ein echtes Traumpaar.

Zu meinen neuen Frauchen hatte ich einen eben so guten Draht, ich glaube, sie haben mich von der ersten Minute an geliebt, ständiges betüdeln, spielen und schmusen durfte ich glücklich über mich ergehen lassen.

Mir ist zu Ohren gekommen, dass denen gesagt wurde, ich sei ein kleiner verfressener Kerl, natürlich alles Lüge - ich habe hier nie etwas angerüht, ja selbst wenn der Tisch feierlich gedeckt und ich völlig allein war habe ich meine Pfoten davon gelassen. Klar, ich musste doch einen guten Eindruck machen, damit ich bleiben darf. Okay, ich gebe zu ich habe ihnen ansonsten gut und gerne die Haare vom Kopf gefressen, aber auch wirklich nur das, was mir angeboten wurde.

Und bei der vielen Bewegung brauche ich doch auch viel Futter, das wurde hier natürlich akzeptiert. Was soll ich sagen, ich war wirklich glücklich hier - doch plötzlich sollte sich alles ändern. Ich wurde krank, von einem auf den anderen Tag konnte ich nicht mehr laufen, musste ständig erbrechen und überhaupt ich habe mich (katzen)hundeelend gefühlt. Meine Frauchen haben mich natürlich direkt zum Tierarzt gebracht, der wirklich alles getan hat was in seiner Macht stand. Nach 4 Tagen, in denen ich wirklich gelitten haben, haben mein Frauchen und der Tierarzt mich dann erlöst. Ich hatte einfach keine Chance, mein Immunsystem war wegen der Erkankung einfach zu schwach.

Die Zeit die ich in meiner neuen Familie verbringen durfte war viel zu kurz und ich weiß, dass sie alle gar nicht glauben können das es plötzlich so schnell ging. Die Trauer ist riesengroß, aber sie hatten leider keine Wahl.

Machts gut ihr Lieben, Euer Dante