Bernardo (20.08.18)

 

Bernardo hat sein Traumzuhause in Rheinbach gefunden.

Zusammen mit Cicaletta wurde Bernardo im Rifugio aufgenommen und wir wollten die Herausforderung annehmen, für beide gemeinsam ein Zuhause zu finden. Im Rifugio stellte sich jedoch heraus, dass die beiden doch nicht so sehr aneinander hängen, wie ursprünglich angenommen. So sind beide getrennt auf eine Pflegestelle gereist. Dort angekommen schloss sich Bernardo direkt seinem Pflegefrauchen an. Der vorhandene Hund war für ihn nicht wichtig, er hatte nur Augen für sein Pflegefrauchen und himmelte sie an. 

Nun hat er ein Zuhause als Einzelprinz gefunden, er wird  die Nummer eins für sein Frauchen sein. Spaziergänge, chillen im Garten, ausreichend Schmuseeinheiten … Bernardo muss nichts mehr vermissen. Er kann seine riesige Portion Liebe endlich für immer verschenken und sein neues Frauchen dankt es ihm, sie wird ihm den Himmel auf Erden schenken.

Auch Cicaletta hat ihr Zuhause gefunden. Sie gehen ihren weiteren Lebensweg zwar nicht mehr gemeinsam, aber beide sind glücklich in ihrem neuen Zuhause und genießen das Leben in vollen Zügen.

Mach´s gut kleiner Mann und lass bald mal von Dir hören.

 

06.11.2018:

Folgende Nachricht haben wir von Bernardo´s Frauchen erhalten:

Der kleine Bernardo ist ein ganz wunderbarer Hund, voller Lebensfreude, pfiffig, lustig. Während ich hier - auf dem Boden sitzend - schreibe, schmiegt er sich an mich oder kugelt sich tapsig immer wieder auf den Rücken und lässt sich grummelnd das Bäuchlein streicheln. Nach wie vor sind seine auffallendsten Schönheitsmerkmale die großen braunen Augen  -   dabei ist er tatsächlich so treu wie er ausschaut  -   und seine wirklich riesengroßen Pfötchen, die ihm u.a. den Spitznamen "Tatzenbär" eingebracht haben.
 
Bernardo spielt gerne mit Bällen, mit seiner Stoffmaus, die er von seinem Pflegefrauchen mitgebracht hat und immer noch liebt, und mit seinem kleinen Stoffesel. Nicht zu halten ist er auf unseren täglichen Waldspaziergängen, besonders, wenn er Mauselöcher entdeckt, in denen er nach heftigem (gottseidank erfolglosem) Buddeln fast bis zur Hälfte verschwindet, oder, wenn er überlange Stöckchen mit aufrechtem Gang balancieren kann.
 
Der Herbst ist seine Jahreszeit, denn im Garten findet er hinter unserem Brunnen stets die winzigen, leuchtend gelb-roten Äpfelchen vom Baum des Nachbarn, die er genüsslich verspeist bzw., falls das Angebot zu groß ist, sorgfältig und geschickt im Garten vergräbt, so dass nur noch ein centgroßes Stück Schale sichtbar bleibt. An einem schlechten Tag, wenn der Wind keine Beute vom Baum geschüttelt hat, wird ein Äpfelchen ausgegraben und der Vorrat schon einmal angebrochen. Aber wehe, ein Hundegast, wie kürzlich Oskar, der Dackel meiner Schwester, nähert sich den Verstecken!!!
 
Überhaupt habe ich in Bernardo einen prima Gefährten gefunden, der glücklich ist, wenn er vieles mit mir unternehmen kann. Mit Hilfe einer hervorragenden Hundetrainerin haben wir die Kommunikation zwischen Bernardo und mir noch verbessern können. Dabei ist deutlich geworden, dass er ein sehr intelligenter Hund ist, der blitzschnell verstehen und umsetzen kann.
 
respekTiere und dem gesamten Team erneut meinen ganz herzlichen Dank. Ich werde in Verbindung bleiben.

 

Die Vorgeschichte von Bernardo:

Bernardo und Cicaletta - von der Couch auf die Straße!

Bernardo und Cicaletta sind ein ganz reizendes Hundepärchen, verschieden und doch eins. Sie haben die letzten Jahre gemeinsam beim gleichen Herrchen gelebt und dort ging es ihnen gut. Das ist nicht selbstverständlich auf Sardinien, aber sie hatten ein schönes Zuhause bei einem netten Menschen. Dieser Mensch wurde jetzt leider sehr krank und musste ins Krankenhaus, wird nicht mehr zurückkehren, um die Hunde versorgen zu können. So landeten die beiden von heute auf morgen auf der Straße, ganz auf sich allein gestellt. Neben der Trauer um ihr Herrchen, ihr altes Leben, das Zurückgelassen werden, mussten sie mit Hunger und Angst kämpfen. Aber das Leben auf der Straße war durch die bestehenden Gesetze sowieso begrenzt. Der Tierfänger wurde bereits beauftragt, die beiden sollten ins canile gebracht werden. Natürlich haben wir das nicht zugelassen und haben beide gemeinsam bei uns im Rifugio aufgenommen. Auch unser Rifugio ist kein Ersatz für ihr Zuhause und unsere Helfer dort sind kein Ersatz für ihr Herrchen. Wir suchen daher auf diesem Wege ein richtiges, neues Zuhause für die beiden tapferen Hunde, die sich nichts sehnlicher wünschen als wieder ein Leben mit einem Menschen und einen fest Platz.