Twix (30.05.2018)

 

Twix hat zunächst das Leben in Deutschland, in einem Haus und bei einer Familie auf einer Pflegestelle kennen gelernt. So war er bestens gerüstet für „seine“ Familie, zu der am 30.05.2018 nach Gifhorn ziehen durfte.

Diese Zeilen bekamen wir von Twix’ Familie:

Hallo an alle,

ich bin Twix! Ja ich heiße immer noch Twix, nicht Raider oder Snickers.
Obwohl mein neues Frauchen sagt immer, ich bin zu klein für einen Schokokeks und so nennt sie mich immer Krümel. Herrchen sagt immer "Dicker" zu mir, aber egal, endlich habe ich auch ein Zuhause gefunden.
Ich wohne jetzt in Gifhorn und habe ein Haus mit Garten, naja meine Eltern haben das, aber mir gehört das ja jetzt auch.

In den ersten Tagen kamen viele Menschen zu uns und alle knuddelten mich und brachten mir Geschenke mit, ich fand das erst etwas komisch, aber irgendwie auch toll. Ich glaube nämlich, hier war schon mal ein Hund, an bestimmten Stellen riecht es noch danach und einige Besucher sagen dann auch so Sachen wie: " Na dann habt ihr ja wieder jemanden zum Verwöhnen." Ich habe gleich 2 Körbchen, unten im Wohnzimmer steht eins und oben im Schlafzimmer auch, das hatte ich noch nie, aber PSSSSt am liebsten schlafe ich im Bett oder in der Fensterbank.

Es gibt noch so viele Dinge, die ich nicht verstehe, z.B.
Warum darf ich nicht auf den Tisch?
Warum schläft Herrchen immer am Tage und Frauchen in der Nacht?

Am Wochenende schlafen dann beide nachts, hmmm ich werde es noch herausfinden.
Ich gehe jetzt 3x tgl. spazieren und habe auch schon Freunde gefunden.
Gestern, das war komisch, da sind wir erst Auto gefahren und kamen an einen Ort, wo plötzlich ganz viele Hunde waren. Ich kam aus dem Schnuppern gar nicht mehr raus und plötzlich waren da auch Bekannte, Xenia und Spike, alle rannten da rum und spielten. Ehrlich gesagt war das etwas spuki, das musste ich mir erst einmal in Ruhe anschauen. Dann wurde ich von Frauchen an die kurze Leine genommen (das ist blöd) und wir sind mit den anderen Hunden im Kreis gelaufen, mussten Sitz und Platz machen und liegen bleiben und wieder laufen, was soll das denn? In der Pause wurde dann wieder gespielt, diesmal habe ich ein bisschen mitgemacht, das war toll. Danach wieder so komische Übungen, aber ich habe mich von meiner besten Seite gezeigt, erst als Frauchen sagte, ich soll bleiben und ist dann weggegangen, das ging ja gar nicht, da musste ich hinterher, ich will da nicht bleibe , ich will zu Frauchen … alle haben gelacht und gesagt, das wäre normal ..... was ist normal?
Im Auto bin ich schon eingeschlafen und zuhause war ich richtig platt.
Müssen wir da wieder hin? Ich glaube ja ....
Herrchen ist mein Bester, obwohl ich ja Männer eigentlich doof finde, aber Herrchen ……. da darf ich alles, er gibt mir auch mal heimlich was aus der großen Box in der Küche.
Hier bleibe ich.

Euer Twix (Dicker, Krümel)


Lieber Twix, Du musstest lange warten, bis dich deine Familie entdeckte und zu sich holte, aber Du hast nun ein Traum-Zuhause gefunden! Mach es gut, Dicker!

 




Hier zur Erinnerung Twix’ Geschichte:

Twix und Teddy – die Schattenseite der Jagd hat Gesichter…!

Twix und Teddy geben der Schattenseite der sardischen Jagd ein Gesicht, ganz auf sich allein gestellt und halb verhungert wurden sie von unserer Kollegin vor Ort aufgegriffen, lesen Sie hier ihre Zeilen:
 
Twix und Teddy – hungrig und auf sich gestellt, tauchen die Beiden bis auf die Knochen abgemagert  und pünktlich nach dem Ende der Jagdsaison an meiner Katzenkolonie auf. Scheu und verschreckt wollten sie trotz sicherlich grossem Hunger nicht mal essen vor Angst.
 
Erst nach Tagen gelingt es mir, Twix das erste Mal kurz zu berühren. Teddy hält grossen Abstand und ist von den beiden wesentlich zurückhaltender. Durch tägliche Zuwendung und Futterroutine bricht nach 10 Tagen das Eis zwischen uns. Sie werden geschmust, gefüttert, entfloht und entwurmt.
 
Leider hält das Glück nur kurze Zeit, denn die Saison beginnt und die Touristen kehren bald zurück. Da sich die Katzenkolonie direkt vor einem im Winter geschlossenen Hotel befindet, war klar, dass sie an diesem Ort den Sommer nicht bleiben können. Nachdem das Personal für die Saisonvorbereitungen zurück war und mir dann eine Frist gesetzt wurde, dass sie spätesten zum 15. März verschwunden sein sollten, musste ich ziemlich schnell handeln und so sind die beiden im Rifugio gestrandet, wo sie sich nun einfinden und auf ein neues liebevolles Zuhause warten.