Paulo (28.03.2018)

 

Paulo, der im Frühjahr 2017 als Massi in unserem Rifugio aufgenommen wurde, hat einiges hinter sich gebracht, um nun endlich ankommen zu dürfen. Im August 2017 durfte er nach Deutschland auf eine Pflegestelle reisen und wurde von dort schon kurze Zeit später in ein eigenes Zuhause vermittelt. Alles ist gut dachten wir, doch es kam anders: Im Oktober erhielten wir die Nachricht, dass Massi, der nun Paulo hieß, die ersten epileptischen Anfälle hatte und die Familie das nicht leisten konnte. Wir mussten ein neues Zuhause oder eine Pflegestelle für den Kleinen finden. Nebenbei ließen wir alles untersuchen, um herauszufinden, was die Anfälle ausgelöst hatte. Es gab eine Entzündung im Hirn, die antibiotisch behandelt wurde, aber war sie der Auslöser? Erst im Januar fanden wir eine passende Pflegestelle und auch wenn die ersten Wochen schwierig waren und es eine Weile zur Entscheidung gebraucht hat, Paulo hat nun dort sein Glück gefunden. Hier hat er eine Familie, die ihn mit all seinen Ecken und Kanten liebt, die ihm die Richtung weist und ihm Sicherheit und Halt gibt, was er auch gerade während seiner Anfälle braucht. Paulo ist nun auch medikamentös eingestellt worden und so gibt es nur noch selten Anfälle. Wir freuen uns sehr für den Racker, dass er es geschafft hat und sind gespannt, wie sein Leben weitergeht.

Zur Erinnerung:

Massi - selbst nach 20 Jahren Tierschutz gibt es Dinge, die wir noch nicht gesehen haben!
Es hat ganze zwei Tage gedauert, den gerade einmal 8 Wochen alten Fundwelpen von seinen Zecken zu befreien. An diesem kleinen Körper war einfach alles befallen, die Ohren, der Gehörgang, der After...! Das Gewicht der mit Zecken übersäten Ohren war kaum zu ertragen und jede Bewegung bedeutete Schmerzen. Es ist schwer vorstellbar, wie so etwas in einer zivilisierten Bevölkerung zur heutigen Zeit möglich ist. Wie kann es sein, dass bisher niemand auf diesen Welpen aufmerksam geworden ist? Ihm geholfen hat? Unsere sardischen Kollegen haben natürlich keinen Moment lang gezögert, Massi aufzunehmen und haben sich ihm liebevoll angenommen. Er scheint nun das schlimmste hinter sich gelassen zu haben, frisst mit Appetit, beginnt langsam zu spielen, das Welpendasein zu genießen…