Pablo (16.02.2018)

Pablo – Eine Geschichte über Mut, Kraft und Lebenswillen

Schicksal, mieses Karma, Nachlässigkeit, falsch verstandene Tierliebe – es ist müßig, nach einem Grund zu suchen, warum Pablo Leid, Schmerz und Einsamkeit ertragen musste. Trauer und Wut fressen Energie. Hoffnung und Nach-Vorne-Gehen setzen Energie frei. Und die braucht Pablo für seinen Kampf gegen eine Krankheit, der wir noch keinen Namen geben können.

Aber von Anfang an: vor drei Jahren wurde Pablo mit seinen drei Geschwistern in Olbia gefunden. Die Frau, die den Wurf entdeckte, konnte einen Welpen selber behalten und zwei weitere vermitteln. Welpe Nummer Vier hat sie im Rifugio abgeben müssen, da sie selber keinen Platz mehr hatte.

Viki hieß der Welpe, Pablos Schwester, der zunächst im Rifugio landete. „Hieß“ nimmt es vorweg: Viki ist leider verstorben. Sie hatte schon bei ihrer Ankunft eine verkrustete, eiternde Haut. Eine Kortison-Behandlung half zunächst und Viki wurde von einem netten und sehr engagierten Mädchen aus Santa Teresa adoptiert. Die Krankheit war allerdings nicht besiegt, sondern nur eingedämmt, kurz gestoppt. Sie brach wieder aus.

Das Mädchen hat alles in ihrer Macht stehende für Viki getan. Sie hat Dermatologen hinzugezogen, Experten in Rom mit dem Fall konfrontiert und diverse Behandlungen und Therapien durchgeführt. Leider ohne Erfolg. Ganz im Gegenteil. Der Zustand verschlimmerte sich Stück für Stück, es kamen neurologische Probleme und Gelenkschmerzen dazu. Viki verstarb.

Ob die neurologischen Probleme die gleichen Ursachen hatten wie die Hautkrankheit, ist nicht bekannt.

Drei Jahre nach dem Welpenfund in Olbia ist auch Pablo im Rifugio gelandet. Kaum wiederzuerkennen. Sein ganzer Körper eine einzige vereiterte, schmerzende Kruste. Er will niemanden in seiner Nähe haben, knurrt und beißt um sich, hat Angst, kämpft.

Aber gegen den unbedingten Willen unserer sardischen Engel, die keinen Hund zurücklassen, egal wie er sich benimmt, kommt auch ein Pablo nicht an.

Er wird leicht betäubt, untersucht und vor allem geschoren. Das ganze, verfilzte, vereiterte Fell kommt runter und stattdessen erhält er einen chicen Mantel.

Und was soll man sagen: Kleider machen Leute. Ein paar Tage Versorgung von Körper und Seele und aus dem um sich beißenden, kleinen Monster wird ein Hund, der den Pflegern auf der Jagd nach Streicheleinheiten durch das ganze Rifugio folgt. Auf wackligen Beinen, aber mit einem starken Willen.

Nun gilt es herauszufinden, welche bislang uns unbekannte Krankheit den kleinen Körper befallen hat. Wir möchten Pablo unbedingt vor dem Schicksal bewahren, das seine Schwester ereilt hat. Sobald er stabil genug ist, holen wir den willensstarken Vierbeiner nach Deutschland und legen sein Schicksal in die Hand von Experten.

Warum es so weit kommen konnte und Pablo so spät geholfen wurde? Das wissen wir nicht.

Warum wir ihm helfen wollen? Das wissen wir sehr wohl. Weil Pablo es verdient hat.

Bisher hat er alleine kämpfen müssen. Nun sind viele an seiner Seite, die den weiteren, sicher noch sehr steinigen, schmerzhaften und langen Weg mit ihm gehen. Kommen Sie mit. Helfen Sie uns, dem kleinen Kerl zu zeigen, dass wir Menschen es besser können.

 

Aktualisierung 16.02.2018:

Pablo - Auf der Suche nach dem Leben und der Liebe!

 

Wir suchen dringend eine Pflegestelle für Pablo!

Mitte Januar berichteten wir von Pablo. Sein ganzer Körper war eine einzige vereiterte, schmerzende Kruste. Pablo hatte große Schmerzen und Hilfe und Zuneigung zulassen viel ihm schwer. In seiner Not knurrte und biss er. Zu groß war die Angst vor Schmerzen.

Einen Monat und viele Untersuchungen später, verfolgt er die Pfleger durch das ganze Rifugio. Immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Er hat sich zu einem Hund entwickelt, der mit Würde und eingehüllt in sein Mäntelchen seine Runde durch das Rifugio dreht.

Sehen Sie hier ein Video mit Pablo.

Pablo trägt wohl schon seit einer langen Zeit einen unversorgten Bruch an einer Hinterpfote mit sich. Das müsste operiert werden, hier warten wir noch, dass sich sein Allgemeinzustand noch einmal verbessert. Dafür erhält er sehr hochwertiges Futter, das er auch sehr gerne frisst! Er ist leicht-positiv auf Leishmaniose getestet und bekommt nun Allopourinol.

Was Pablo wirklich dringend braucht, ist eine Pflegestelle in Deutschland, die den kleinen Mann auf seinem Weg in ein gesundes Hundeleben begleiten will.

Die Möglichkeiten einer erfolgreichen Therapie sind so viel besser in Deutschland und Pablo hat es nach all den Schmerzen so sehr verdient, ein schmerzfreies Leben in einer Familie zu führen, die ihn liebt.

Wenn Sie sich vorstellen können Pablo, diesen für ihn so wichtigen Schritt nach Deutschland zu ermöglichen, melden Sie sich bitte bei Frau Martina Peters per eMail unter:  Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Weitere Informationen zu einer Tätigkeit als Pflegestelle bei respekTiere e. V. finden Sie hier.

Sie können Pablo auch mit einer SOS Spende unter dem Stichwort „SOS Pablo“ helfen.

Fragen zu SOS-Spenden beantworten wir Ihnen gerne unter der eMail Adresse: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Spenden können Sie unter dem Verwendungszweck „SOS Pablo"* richten an:

Kontoinhaber: respekTiere e.V.
Stadtsparkasse Mönchengladbach
BIC:   MGLSDE33     
IBAN: DE20 3105 0000 0003 3761 26

oder

Sie können auch online spenden über PayPal unter dem Verwendungszweck bzw. Stichwort „SOS Pablo“*:

*Eine Spendenquittung erhalten Sie automatisch im Januar/Februar 2020. Sollten mehr Spenden eingehen, als für das jeweilige SOS-Tier benötigt werden, verwenden wir die überschüssigen Beträge satzungsgemäß, um die für ein anderes SOS-Tier entstandenen Kosten abzudecken.

Für Pablo bedeutet Ihre Hilfe LEBEN! Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihre Hilfe!

Grazie mille!