Rudolph

 

Rudolph ist am 19.07.2017 über die Regenbogenbrücke gegangen.

Folgende Zeilen haben von  Rudolphs Herrchen erhalten:

Wer war Rudolph

Rudolph kam als 1-jähriger Schnösel zu uns und hat mir gezeigt, dass ich, nach 22 Jahren Hundeerfahrung, nichts weiß.
Rudolphs Erziehung hat mir viel Geduld abverlangt, es war nicht einfach, nicht mit Leckerli, nicht mit Schleppleine, nicht mit Hundeschule. Ich stand oft mit gespannter Leine im Feld und warte, daß er locker ließ, bis ich die Geduld verlor.
Rudolph war zu selbstbewusst um erzogen zu werden.
Mit den Jahren wurde er etwas ruhiger und ich gelassener. Ich ließ ihn immer öfter von der Leine, dann machte er ab und zu sein Ding. Er testete mich, wie weit er gehen konnte. Rief ich ihn, war er weg – ließ ich ihn laufen, kam er schnell zurück. Was ich bei ihm nicht geschafft hatte, schaffte er bei mir: er hat mich erzogen.
Rudolph war bis zum Schluss ein souveräner selbstbewuster , freundlicher, fairer Streuner.
Rudolph war Kamerad, Clown, Tröster,
Rudolph war in unserem bis zu letzt der unangefochtene Chef und Rudelführer, sein Platz bleibt unbesetzt.

Danke für die tolle Zeit mit Dir und danke für Deine Geduld bei meiner Erziehung.
Ich werde dich nie vergessen.

 

Diese Nachricht ist von Rudolphs Frauchen:

Dolphi, da Du Deinen leichten Husten nicht los wurdest, haben wir Dich Ende April dem Tierarzt vorgestellt. Das Röntgenbild zeigte unzählige Metastasen in der Lunge, der Sitz des eigentlichen Tumors war damit unerheblich.
Cortison half einigermaßen, in Begleitung von Rosa und Hüppi sind wir nach Holland ans Meer, das Du so mochtest, gefahren, Deine alte Heimat Sardinien war zu weit für eine weitere Reise dorthin.
Deine Spaziergänge wurden gemächlicher, Du durftest Weg und Länge bestimmen, meistens sahst Du mich mit dem „komm, noch etwas weiter“ - Blick an.
Es gelang Dir noch immer, in Feld, Wald oder Wiese zu verschwinden und an einer anderen Stelle wieder zu uns zu stoßen, das hast Du Dein Leben lang geliebt, genauso wie Bäder in Bächen, Teichen und Pfützen.
Das Fressen fiel Dir etwas schwer, es gingen nur noch kleine Portionen und Du bekamst, was Du wolltest – Käse, Kuchen, Würstchen, Nudeln, Dosenfutter… gebarft werden wolltest Du nicht mehr.
Deinem Rudel gegenüber wurdest Du nachsichtiger, Konfrontationen mit fremden Hunden gingst Du jetzt aus dem Weg, dafür wolltest und bekamst Du mehr Streicheleinheiten.
Fast drei Monate nach der Diagnose wolltest Du nicht mehr spazieren gehen und auch nicht mehr fressen, trotz weiterer Erhöhung der Cortisondosis.
Zuhause, an einem Deiner Lieblingsplätze, wurdest Du in unseren Armen friedlich erlöst.
Du fehlst uns sehr, souveränster, in-sich-ruhender und würdevoller Maremmano, eigensinniger und selbstbestimmter Rudelführer, Welpensitter, Spaßvogel und Freund, unzählige Erinnerungen bleiben.
Danke, dass Du bei uns warst, uns Deine Liebe geschenkt hast und uns so viel beigebracht hast.

Rosa, Hüppi, Lola und Ettore, die ohne Dich nicht bei uns gelandet wären, sowie Tina

 

Wir trauen mit der Familie und sind gleichzeitig glücklich über die schönen Jahre, die Rudolph geschenkt wurden. Das er akzeptiert und geliebt wurde, genau so wie der war. Er hat seiner Rasse alle Ehre gemacht, wurde nicht gebrochen und ist als stolzer Hund über die Regenbogenbrücke gegangen. Dafür danken wir der Familie von Rudolph vom ganzen Herzen.

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