Tigro (06.11.2016)

 

 

 Unser süßer Tigro wurde am 06.11.2016 direkt von seiner neuen Familie am Flughafen abgeholt. Die Freude war riesen groß.

 

 Nun kann der kleine Mann sein Leben in vollen Zügen genießen.

 

 

 

 

 Zur Erinnerung die Geschichte von Tigro:


 
Tigro – dem Lager entkommen!

 
Wir berichteten davon, ein „Lager“ wurde in der Nähe von Cagliari ausgehoben, weit über 100 Katzen in schlimmstem hygienischen, medizinischen und psychischen Zustand. Bevor die Tiere in die Obhut der amtstierärztlichen Behörde kamen, hat unsere Kollegin aus Sassari ein Zeichen der Solidarität gesetzt und hat eine Gruppe Katzen übernommen. Die Angst vor der Konfrontation mit dieser Situation war groß, wen sollte man auswählen? Wen mitnehmen? Wen zurück lassen? Die Entscheidung fiel dann darauf, Tiere auszuwählen, die anderweitig schlechte Vermittlungschancen haben, Tiger, schwarze, behinderte…..

 
So wurde auch Tigro ausgewählt, da getigerte Katzen leider vielen Menschen zu „normal“sind und sich in der Vermittlung daher als schwierig herausstellen. Aber sicherlich gibt es auch Liebhaber für diese ursprüngliche Zeichung. Tigro muss grausames erlebt haben, er konnte  - als er erst nach Tagen seine Transportbox verließ – kaum noch laufen. Seine Gelenke waren steif, die Muskulatur abgebaut, die Panik stand ihm in den Augen. Er muss lange Zeit in einer Transportbox eingesperrt gewesen sein und auf engstem Raum gelebt haben.

 
Schnell war aber klar, dass sich hinter diesem geschundenen Tier ein kleiner Diamant vesteckt, ein außergewöhnlich liebevoller und verschmuster Kater. Es sind nun ein paar Monate vergangen und Tigro hat seine körperlichen Schäden völlig überwunden. ER konnte Muskulatur aufbauen und kräftiger werden. Auch seine Angst hat er bei Rossella völlig verloren und hat im Gehege, in dem er mit seinen ehemaligen Leidgenossen lebt, die Hosen an. Er ist ein Rudelführer, ein eher dominanter Kater aber nicht unsozial oder unverträglich. Es macht ihm einfach Spaß, seine Stellung zu behaupten und hier und da weiche Pfotenhiebe zu verteilen. Dem Menschen gegenüber ist er einfach nur sanft, liebevoll und hingebungsvoll.

 
Natürlich muss seine neue Familie am Anfang etwas Geduld haben, um diese entspannte und sanfte Seite kennen zu lernen. Zu viel schlimmes hat Tigro erlebt, um völlig angstfrei auf neue Situationen zugehen zu können. Wenn er die Eingewöhnungsphase mit Verständnis begleitet wird, hat man mit Tigro sehr bald einen jungen, gesunden und aktiven, fröhlichen „Alphakater“.