Bianchino

 

Bianchino – Großer weißer Bär geht über die Regenbogenbrücke

Biancino und Mariola lebten ihr ganzes Leben bei einem Schäfer, damit die beiden seine Tiere bewachten. Liebe erfuhren sie nie. Sehr brutal wurde Biancino mit einer Drahtschlinge kastriert, nur das Einschreiten unserer Tierschutzkollegin konnte ihm das Leben retten. Beide haben sich trotz ihres furchtbaren Lebens ein ganz zauberhaftes Wesen erhalten. 10 Jahre unter furchtbarsten Umständen und die beiden sehnten sich nach einer liebevollen Familie, damit sie endlich im Leben ankommen konnten.

2014 durften beide dann gemeinsam nach Deutschland auf eine Pflegestelle ausreisen. Bald war klar, dass beide dortbleiben sollten, so begann die Suche nach Paten. Bianchino und Mariola führten ein tolles Leben, in dem sie so genommen wurden, wie sie waren.

Jetzt erreichen uns traurige Nachrichten. Bianchino unser großer weißer Bär musste eingeschläfert werden, bitte lesen Sie die letzten Zeilen der Pflegestelle, die ihn so sehr geliebt so.

Vor 2 Jahren, pünktlich zum Sommerfest von Respektiere, zogen Mariechen und Bianchini bei uns ein. Bisher habe ich nicht eine einzige Sekunde bereut. Natürlich war mir bewusst, dass meine beiden Maremmmanos eigenständige Persönlichkeiten waren. Keiner konnte das besser und klarer vermitteln als der Weiße. In der Rolle als mein persönlicher Beschützer, als Beschützer des Hauses, Hofes und Feldes ging Bianci ganz auf. Ganz ruhig und souverän ging er dabei zu Werke. Hier und da ein Blick, ein konzentriertes Aufrichten, ein leises oder der Situation angepasstes lauteres Grummeln. Das waren Biancas Signale, selten brauchte es mehr. Immer hatten andere Respekt, selten Angst vor ihm

In den letzten 2 Wochen ging es Bianci nicht gut. Er schlief sehr viel, wollte nicht richtig fressen und war anders als sonst. Die Hitze!?! Oder? Doch lieber zur Tierärztin. Untersuchung, versteinerte Grannen aus den Ohren geholt, Spritzen und hoffen. Ein paar Tage war alles besser, dann fing Bianci wieder an zu schwächeln. Nächster Termin bei der Tierärztin. Diesmal mit Röntgenbildern und Blutbild. Auf den Bildern sahen wir ein handballgroßes Gebilde, was eindeutig nicht in den Bauchraum gehört. Die Auswertung der Blutwerte bestätigte nur das Gesehene. Da Bianci  bei einer Operation nur eine sehr geringe Überlebenschance hätte, habe ich mich dazu entschlossen, diesen prachtvollen Freund ohne Schmerzen zu erlösen. Wir haben uns noch ein tolles Wochenende gegönnt und warten jetzt auf die Tierärztin. Bianci soll im Kreise seiner Lieben einschlafen. Es ist wahnsinnig schwer zu warten, aber ich weiß, dass der Weiße für mich auch da sein würde.

Bianci ist nicht mehr bei mir. Es tut unendlich weh und ich bin sehr traurig.

Mein Freund wird eingeäschert und seine Asche an einer wunderbar schönen Stelle verstreut.

Ja, jederzeit würde ich wieder einen älteren Hund aufnehmen.
Ja, die Zeit mit Bianci wird unvergessen bleiben.

Jetzt lauf mein Großer und grüß alle anderen von mir

Tschüß mein Weißer“


Wir bedanken uns bei der Familie, die sich so liebevoll um Bianchino gekümmert hat und ihm ein tolles Leben bereitet hat. Kommt gut rüber Bianchino, du wurdest sehr geliebt!