Samantha

 

Liebe Samantha,

wie glücklich und erleichtert waren wir, als wir endlich eine Pflegestelle für dich fanden und du am 04. Mai nach Deutschland reisen konntest. Jetzt sollte es für dich aufwärts gehen, mit viel Liebe und gutem Futter solltest du wieder aufgepäppelt werden. Nie im Leben hätten wir damit gerechnet, dass dir nur noch zehn Tage Zeit bleiben sollten und dass wir statt Happy End Zeilen, Abschiedszeilen schreiben müssen. Wir waren zu spät, du hättest schon viel früher nach Deutschland kommen müssen, doch wir konnten nicht schnell genug ein Pflegestelle für dich finden.  Im März wurde bei dir zu der Leishmaniose auch noch eine Niereninsuffizienz festgestellt. Das Nierendiätfutter nahmst du kaum an, so dass dir im Rifugio Reis mit gekochtem Hühnchen unters Futter gemischt wurde. Trotzdem nahmst du weiter an Gewicht ab. In Deutschland hatten wir einen Barf-Diätplan erstellt und freuten uns, dass du dieses Futter gut annahmst. Aber da hatten die Nieren bereits schon angefangen zu versagen, die Infusionen zeigten keine Wirkung mehr und eine Rettung war nicht mehr möglich. Wir mussten dich schweren Herzens, am 14. Mai, über die Regenbrücke gehen lassen. Liebe Samantha, wir sind fassungslos und unendlich traurig. Der Gedanke, zu spät gewesen zu sein und dir deshalb nicht mehr geholfen haben zu können, ist für mich, deine Vermittlerin, kaum zu ertragen. Im April habe ich dich noch in unserem Rifugio gesehen, da warst du zwar zu dünn, aber dein Fell war besser geworden und du warst fröhlich und voller Lebensdrang.

Samantha, du warst eine so liebevolle und immer gut gelaunte Hündin. So gerne hätten wir dir ein schönes Leben bei Menschen, die dich lieben gegeben – es sollte leider nicht sein.
Machs gut, kleine Maus. Wir werden dich immer in unseren Herzen tragen.

Von Herzen möchten wir uns auch bei der Pflegefamilie bedanken, die Samantha liebevoll und mit viel Engagement betreut hat und sie in ihren letzten Tagen auch nachts nicht alleine gelassen hat. Mit streichelnden Händen haben sie Samantha über die Regenbogenbrücke begleitet und werden ihr ein schönes Plätzchen in ihrem Garten als letzte Ruhestätte geben.


Folgende Zeilen haben wir von Samanthas Pflegefamilie erhalten:


Samantha - sie wird immer in unseren Herzen bleiben.

Wir durften eine so liebenswerte Hündin zu uns aufnehmen, die uns alle gleich mit Ihrem Wesen verzauberte. Sie fühlte sich gleich so wohl bei uns, doch mit jedem Tag zeigte sich mehr wie krank Samantha doch war. Wir alle hofften so sehr das Sie es schaffen würde, doch es gab am Schluss leider kein Hoffnung mehr.

Samantha kämpfte, sie versuchte immer wieder trotz Ihrer Krankheit alles zu bewältigen. Wenn unsere Luna wieder etwas schneller wurde, dann versuchte Sie nochmal Ihre letzten Reserven zu mobilisieren, weil Sie doch dabei sein wollte.

Es ist ein so großer Schmerz und eine so große Lücke welche Du hinterlässt, wir vermissen Dich so sehr.

Liebes RespekTiere Team,
auch Euch wollen wir von Herzen danken, für Eure Unterstützung bei all unseren Fragen und die Hilfe, die wir benötigten. Ihr habt uns in jeglicher Art unterstützt und danke für Samantha, ihr habt uns mit Ihr gezeigt, wie wichtig es für ein Tier ist und vor allem, wie sehr Sie es verdient haben, Liebe und Geborgenheit zu spüren.

Auch wenn es leider für Samantha zu spät war, eine Familie zu haben die Sie immer geliebt und umsorgt hätte, so konnten wir Sie wenigstens auf Ihrem letzten Weg begleiten.

Mach‘s gut liebe Samantha, jetzt geht es Dir gut hinter der Regenbogenbrücke.

Deine Familie Claaßen mit Luna