Mino (31.08.2008)
Zu Mino erreichte uns ein Hilferuf aus unserem Partnertierheim auf Sardinien. Er wurde, aufgrund seines Handicaps, von anderen Hunden in den Gehegen nicht akzeptiert. Sein Vorderlauf war kaputt, wahrscheinlich rührt dies von einem alten Unfall. Sofort reagierten wir und stellten Mino, den wunderschönen Rüden, auf unsere Newsseite der Homepage.

Tatsächlich dauerte es nicht lange, und wir hatten eine tolle Anfrage. Die Familie hatte sich sofort in Mino verliebt, egal welches Handicap er hatte, und egal was noch in Deutschland mit dem Bein passieren musste. Der Vermittlungsablauf wurde angestoßen, und wir lernten eine herzliche Familie mit Kindern kennen, die Mino einen tollen und liebevollen Platz bieten würde. Mino wurde ausreisefertig gemacht und musste noch ganze drei Wochen auf die große Reise warten. Am 31.08. war es soweit: Mino kam mit der Tierheimleitern Mariagrazia nach Deutschland und wurde am Flughafen der Adoptivfamilie übergeben. Die Freude war groß, und Mino war sich zu dem Zeitpunkt sicherlich nicht bewusst, was dies für sein Leben bedeuten würde.

Mino stellte sich schon am Flughafen als ein aufgeschlossener, liebenswürdiger Hund heraus. Die Kinder der Familie beschmusten ihn gleich, und er ließ sich alles gefallen und erfreute sich der großen Aufmerksamkeit.

Nun sind einige Tage ins Land gezogen, und wir haben die ersten Berichte der Familie. Aber lesen Sie selbst, wie Minos Leben nun aussieht:

"... Mino ist absolut super lieb und wir alle haben ihn in unser Herz geschlossen. Unser Tierarzt hat Mino gründlich untersucht und, vorweg, er  hat ein großes Lob ausgesprochen. Mino geht es sehr gut, und die lieben  Menschen auf Sardinien habe ihm alle nötigen Impfungen und Behandlungen zukommen lassen. Es ist wirklich in einem guten Zustand, vom Bein und der immer noch mageren Erscheinung einmal abgesehen. Apropos Bein: Es muss nicht amputiert werden, denn dies wäre ein rein kosmetischer Eingriff, den ich auch nicht vornehmen möchte. Laut Aussage des Arztes muss der Verletzung am Bein ein ziemlich massiver, wahrscheinlich Autounfall zugrunde liegen. Sämtliche Knochen waren gebrochen und sind falsch bzw. gar nicht wieder zusammengewachsen (das Schultergelenk, das Fußgelenk, eine Rippe, es fehlen auch Zehen). Mino hat aber absolut keine Schmerzen, und die noch vorhandene Wunde pflegen wir jetzt mit einer Salbe, die eine baldige Abheilung verspricht. Also, alles ganz wunderbar, was seinen Gesundheitszustand angeht.

Mino frisst sein Futter und nimmt jedes Leckerchen dankbar und ganz vorsichtig an. Manchmal macht es den Anschein, als ob er sein Glück nicht fassen kann! Und auch wir unser Glück!!! Von den Kindern bekommt er ständig Streicheleinheiten. Ich kann nicht in eine Hundeseele schauen, aber ich glaube doch, dass er sich auch sehr wohlfühlt. Ich kann Ihnen, und bitte richten Sie das auch dem Tierheim aus, nur von Herzen danken, dass wir so einen hübschen und lieben Hund durch Ihre Vermittlung bekommen haben. Er geht auf alle freundlich und ganz unbedarft zu, was sicher auch dafür spricht, dass er die Menschen als Freunde sieht und da keine schlechten Erfahrungen hat. Ansonsten bin ich noch in der Beobachtungsphase, um ihn immer besser verstehen zu können.

In diesem Sinne und mit herzlichen Grüßen

Ihre glückliche Adoptivfamilie"

respekTiere e.V. sagt mal wieder: DANKE SCHÖN, dass das Handicap kein Grund war, Mino abzulehnen. Wir freuen uns für den Rüden, dass sein Leben nun diese glückliche Wendung genommen hat und er nicht mehr von den vielen gesunden Hunden dort gemobbt wird. Wir wünschen der Familie und vor allen Dingen Mino eine lange, glückliche und unbeschwerte Zeit.