Ciao Rosino

06.01.2015 - Rosino - ein Fall wie "Monaco" aber ohne happy end!

Letztes Jahr um die gleiche Zeit standen unsere Herzen einen Moment lang still, vor Glück und Dankbarkeit. Der alte Koloniekater namens Monaco war Monate zuvor nach München gereist, um dort in einer Klinik behandelt zu werden, um dann gesund wieder nach Sardinien gebracht zu werden. Anfang Januar brachte ihn ein Flugzeug zurück auf seine geliebte Insel und damit lösten wir unser Versprechen ein, das wir Monaco gegeben hatten, als wir ihn aus medizinischer Notwendigkeit seiner geliebten Freiheit entrissen hatten.

Rosino, dem hübschen sardischen Straßenkater, hatten wir das gleiche Versprechen gegeben, leider werden wir es nicht halten können.

Im Herbst kam Rosino von Santa Teresa nach Bayern, um ihn dort in einer Klinik einer Kryotherapie zu unterziehen.  Die sardischen Tierärzte hatten bereits per Sichtdiagnose die Veränderungen auf Rosinos Nase als krebsverdächtig eingestuft.

Da eine entsprechende Behandlung auf Sardinien nicht möglich ist, wollten wir Rosino diese Chance in Deutschland schenken. In der bayrischen Klinik wurde die sardische Vermutung bestätigt, Rosino ist an einer aggressiven Krebsform erkrankt, er leidet an einem Plattenepithelkarzinom. Aber mit dieser furchtbaren Diagnose war der Aufregung nicht genug, Rosino gelang es nach der ersten Vereisungstherapie, von seiner Pflegestelle zu flüchten und machte es sich in den Vorgärten des beschaulichen Ortes gemütlich. Da Rosino aber dringend medizinisch betreut werden musste war die Angst groß und die Anstrengungen, Rosino einzufangen, noch größer.

Der arme Kerl war völlig durch den Wind, in einem anderen Land, das erste Mal im Leben von seiner Futterstelle entfernt, er kannte die Laute nicht, die er hörte und nicht die Stimmen, die ihn riefen. Er muss große Angst ausgestanden haben, sein Freiheitsdrang war aber stärker und die Skepsis ließ ihn Abstand zu den Menschen halten, die eigentlich nur sein bestes wollten.

Nach fast zwei Wochen gelang es einem katzenerfahrenden Ehepaar aus der Nachbarschaft, Rosinos Vertrauen zu gewinnen und ihn in ihr Haus zu locken, wo Rosino dann seiner ursprünglichen Pflegestelle wieder übergeben werden konnte.

Mittlerweile hat Rosino die dritte Vereisungstherapie hinter sich, mit dieser Therapie soll versucht werden, die Ausbreitung der Krebszellen zu verhindern. Leider ist mittlerweile klar, dass Rosino nicht mehr nach Sardinien zurück kann, seine Prognose ist zu schlecht, um ihn jemals nach Sardinien zurück zu bringen. Seine bisherige Pflegestelle kann aber keine Dauerpflege für Rosino leisten und daher hat der Himmel ein Angebot geschickt, welches zeitgleich mit der traurigen Diagnose kam, dass Rosino in Deutschland einen Platz braucht, wo er die nächsten Monate fachgerecht und gleichermaßen liebevoll betreut wird, denn viel mehr Zeit wird dem stattlichen Kater nicht bleiben.

Das Ehepaar, welches Rosino damals angelockt hatte, hat sich bereit erklärt, Rosino bis zu seinem Ende bei sich aufzunehmen. Der große Vorteil ist die Nähe zur behandelnden Tierklinik, die Betreuung durch unsere Vertrauenstierärztin und die Tatsache, dass Rosino sich diesen Platz ja schon einmal regelrecht "ausgesucht" hat. Wir sind unendlich dankbar, dass es Menschen gibt, die Rosino auf diesem Weg begleiten werden.

Diese Dankbarkeit und diese Freude helfen bei der Bewältigung der bevorstehenden Aufgabe und trösten über die Traurigkeit, dass Rosino kein "zweiter Fall Monaco" wird sondern ein Kater, der an einem aggressiven Krebs zeitnah sterben wird.

Wenn Sie das Zuhause auf Zeit von Rosino unterstützen können, sich mit einer Patenschaft oder Spende an den hohen Kosten für die Therapien beteiligen können, so können wir sicherstellen, dass wir alles für Rosino tun können, was medizinisch und menschenmöglich ist.

Schon ab 5 € monatlich können Sie eine Patenschaft Spezial übernehmen - und damit helfen, Rosino weiterhin ein behütetes friedliches Leben zu schenken, trotz seiner Krankheit!


Aktualisierung 20.04.2015:

Rosino –Pure Liebe bis zum Abschied!

Unser Patenkater Rosino kam im Herbst 2014 von Sardinien nach Bayern, da bei ihm eine Veränderung an der Nase festgestellt wurde. Als Ursache wurde Krebs vermutet, diese Diagnose wurde in Deutschland leider bestätigt. Die Form des Krebses war sehr aggressiv, weshalb uns klar war, dass wir ihn nun nur noch bis zum Schluss mit viel Liebe begleiten konnten.

Schon nach seiner ersten Vereisungstherapie, gelang Rosino der Ausbruch bei seiner ersten Pflegestelle. Er kannte nichts, weder die Umgebung, noch sein Pflegefrauchen gut genug, um zu ihr zurückzufinden. Also galt es, ihn zu suchen!

Nach fast zwei Wochen gelang es einem katzenerfahrenden Ehepaar aus der Nachbarschaft, Rosinos Vertrauen zu gewinnen und ihn in ihr Haus zu locken, wo Rosino dann seiner ursprünglichen Pflegestelle wieder übergeben werden konnte, die auf Dauer die intensive Pflege von Rosino aber nicht gewährleisten konnte.

Glücklicherweise war das Ehepaar, das Rosinos Vertrauen gewinnen konnte, zu diesem Zeitpunkt schon sehr verliebt in den prächtigen Kater, hatten sie doch ihre eigene Katze durch genau denselben bösartigen Krebs verloren. Und so zog Rosino zu genau dieser Familie und genoss sein Leben. Er streifte durch den Schnee und aalte sich in der Sonne. Er liebte das Leben!

Jetzt mussten wir alle Abschied von Rosino nehmen. Wir haben versprochen, ihn so lange zu begleiten, wie sein Leben lebenswert war. Zum Schluss war der Krebs aber so schlimm, dass wir ihm weitere Schmerzen ersparen wollten.

Zurück bleibt tiefe Dankbarkeit für die Familie, die alles für Rosino getan hätte und vor allem getan hat. Für die Paten, die Rosino begleitet und unterstützt haben und für Rosino, der sein Schicksal tapfer ertragen hat und sein Leben bis zum Schluss genossen hat.

Ciao Rosino, Wir sind unendlich traurig, aber auch glücklich, dass wir dich kennenlernen und begleiten durften!