05.08.2014 - Trilli – Warum?

Trilli – Warum?

Dass das Leben grausam und nicht fair ist, haben wir in den letzten Tagen schon schmerzhaft erfahren müssen. Erst mussten wir unseren Piazza Ben erlösen und kurz darauf Pisco und am Sonntag erreichte uns die unfassbare Nachricht, dass Trilli über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Trilli, unser bildhübsches Pinschermädchen, gerade mal 6 Monate alt. Sie wurde auf Sardinien von einem Auto angefahren und niemand wollte die Tierarztkosten übernehmen. Nach der Operation von Trilli hatte sie so unglaubliche Fortschritte gemacht und hatte sogar schon ein zu Hause auf Sardinien gefunden. Sie war ein Sonnenschein und verbrachte den Tag auf der Piazza im Rifugio, gemeinsam mit einigen anderen Hunden. Jeder Besucher wurde voller Freude begrüßt und das Gesicht von oben bis unten abgeschleckt.

Seit dem vergangenen Mittwoch war Trilli dann in der Klinik.

Die Entfernung der Platte aus dem Bein hatte Trilli sehr gut überstanden und es schien alles in Ordnung zu sein. Kurz danach wirkte sie irgendwie niedergeschlagen und hatte auch keinen Appetit mehr. Wir vermuteten eine Infektion des Verdauungstrakts und zur Sicherheit führten wir gleich die entsprechenden Tests auf Giardien etc. gemacht – ohne Ergebnis.

Nachdem unser Tierarzt Marco Trilli untersucht hatte, wurde sofort eine Antibiose und eine Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten eingeleitet, da sie Schmerzen im Bauchraum zu haben schien. Leider aber kam der Appetit trotz der Medikamente nicht zurück und so wurde Trilli erneut unserem TA vorgestellt um weitere Untersuchungen zu durchzuführen.

Die Blutwerte waren in Ordnung, die Temperatur lediglich leicht erhöht, aber nicht besorgniserregend, doch Trilli wollte weiterhin nicht fressen. Auch eine Röntgenaufnahme, die gemacht wurde um eventuelle Fremdkörper im Magen/Darmtrakt auszuschließen, blieb ohne Befund.

Wir ließen ein Blutbild machen, das leider eine beginnende Anämie, aufgrund einer Erkrankung an Anaplasmose und Ehrlichiose, als Ergebnis hatte. Eine entsprechende venöse Behandlung mit Antibiotikum wurde sofort in der Klinik eingeleitet, da Trilli weiterhin nicht fressen wollte und erbrach.

Wir taten alles und Trilli wurde unter Beobachtung unseres Tierarztes in die Tierklinik nach Olbia gebracht und eine Gastroskopie durchgeführt.

Die Diagnose war niederschmetternd…..Trilli litt an einer sehr schweren Magen/Darminfektion, die von Bakterien verursacht wurde. Die Endotoxine, die diese Bakterien erzeugen, hatten ihren Körper "vergiftet". Ein erneuter chirurgischer Eingriff war nötig, um so viel Gift wie möglich aus dem Körper auszuschwemmen.

Trilli musste nun um ihr Leben kämpfen. 3 chirurgische Eingriffe, die Anämie aufgrund der Infektion mit Anaplasmose und Ehrlichiose und die schwere gastrointestinale bakterielle Infektion waren einfach zu viel für die kleine Maus und so ist Trilli leider Sonntagmorgen über die Regenbogenbrücke gegangen.

 

Trilli war ein ganz besonderer Hund. Leider sollte auch sie es nicht erleben dürfen endlich angekommen und mit ihrer Familie glücklich zu sein.

Sie hatte schon ein wundervolles zu Hause gefunden und sorgte in ihrer kurzen Zeit dafür, dass ein schwerkranker Mensch wieder viel Freude am Leben hat. Eben ein echter Sonnenschein mit einer besonderen Gabe, die Menschen glücklich zu machen.

Wir haben alles versucht, um Trillis Leben zu retten. Wenn Sie Trilli auch im Tod noch Ihren Respekt zollen möchten, würden wir uns über eine Spende für ihre Tierarztkosten freuen. Die Kosten für ihre Operation sind noch nicht gedeckt und die erforderlichen Untersuchungen, haben ebenfalls Kosten verursacht. Wir haben uns so sehr gewünscht, dass wir noch etwas für sie hätten tun können.

Hier geht es zur Regenbogenseite von Trilli.

Kleine Trilli, lauf über die Regenbrücke und bereite dort so viel Freude, wie du sie uns in deiner viel zu kurzen Zeit bereitet hast. Wir vermissen dich sehr!