Ciao Pisco

24.07.2014 - Pisco – Mehr tot als lebendig

Pisco wurde Ende Juni in der Nähe von von Cala Pischina gefunden, einen Strand hinter Rena Majore. Aus diesem Grund erhielt er von uns den Namen Pisco. Der Tourist, der mit seinem eigenen Hund einen Spaziergang machen, fand Pisco am Boden liegend und glaubte auf einen Hund gestoßen zu sein, der im Sterben lag. Einen solch furchtbaren und erbärmlichen Eindruck machte er.

Pisco ist ein alter Hund und extrem mager und war bei seinem Eintreffen in unserem Rifugio übersäht mit Zecken. Seine Pfoten sind furchtbar entzündet von eingewachsenen Grannen und überall befinden sich Eiterbeutel. Wir können und wollen uns seine Schmerzen nicht vorstellen. Für ihn muss jeder Schritt eine Qual gewesen sein.

In den ersten Tagen gelang es uns lediglich, Pisco zum Fressen zu bewegen. Was für uns schon ein unglaublich großer Schritt war. Er konnte sich nicht auf den Beinen halten, lag den Tag über in seinem Korb in der Quarantänestation und blickte jeden Menschen, der sein Gehege betrat mit einem unglaublich traurigen Blick an, als würde er die Welt nicht mehr verstehen. Vielleicht war er seinen Besitzern lästig geworden? Weil er alt ist? Ist er deshalb wirklich nicht mehr liebenswert? Wir werden es vermutlich nie erfahren.

Pisco macht trotz seines sehr schlimmen Zustands Tag für Tag kleine Fortschritte und geht jeden Tag ein paar Meter mehr auf der Piazza spazieren.

Hier können Sie Pisco auf einem seiner Spaziergänge sehen sehen.

Die ersten Untersuchungen haben ergeben, dass er Nierenprobleme hat und offensichtlich auch eine Bronchitis. Pisco sucht dringend Spender und Paten, die ihn auf seinem sicherlich langen Weg begleiten werden, ob Pisco langfristig vermittelt werden kann, wird sich zeigen müssen. Wir hoffen es sehr für ihn.

Der arme Kerl benötigt dringend Spezial-Nierenfutter. Optimales Futter wäre das Royal Canin Renal Trockenfutter.

 

Aktualisierung 26.07.2014:

Niemals geht man so ganz ...

... denn ein Stück von Pisco bleibt in unseren Herzen! Heute erreichte uns die traurige Nachricht von seinem Tod.

Pisco war unheilbar krank. Da keine Behandlung und Medikamente anschlagen wollten, wurden weitere Untersuchungen durchgeführt. Leider mit der niederschmetternden Diagnose "Lungenkarzinom im sehr fortgeschrittenen Stadium".

Wir mussten Pisco gestern gehen lassen. Er durfte an seinen letzten Tagen wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben Liebe erfahren.

Pisco wurde neben Ben auf dem Rifugiogelände bestattet.

Der Tod ist nicht das Ende, nicht die Vergänglichkeit,
der Tod ist nur die Wende, Beginn der Ewigkeit.